Pol­ni­sche Ziga­ret­ten – deut­sche Steu­er­hin­ter­zie­hung

Die Tabak­steu­er ent­steht beim Grenz­über­tritt von Polen nach Deutsch­land, weil die Tabak­wa­ren ent­ge­gen § 17 Abs. 1 TabStG ohne deut­sche Steu­er­zei­chen aus dem steu­er­recht­lich frei­en Ver­kehr eines ande­ren Mit­glied­staats in das Steuer­ge­biet ver­bracht und dabei zu gewerb­li­chen Zwe­cken in Besitz gehal­ten wer­den (vgl. § 23 Abs. 1 Satz 1 TabStG).

Pol­ni­sche Ziga­ret­ten – deut­sche Steu­er­hin­ter­zie­hung

Der Täter ver­stößt dabei jeweils gegen sei­ne Pflicht aus § 23 Abs. 1 Satz 2 und 3 TabStG, als Steu­er­schuld­ner über die Tabak­wa­ren, für die die Steu­er ent­stan­den war, unver­züg­lich eine Steu­er­erklä­rung abzu­ge­ben [1].

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 23. August 2016 – 1 StR 204/​16

  1. vgl. dazu Jäger in Joecks/​Jäger/​Randt, Steu­er­straf­recht, 8. Aufl., § 370 AO Rn. 386 mit Nach­wei­sen aus der Rspr.[]