Die ille­ga­len DVD-Kopien eines Leh­rers

Das Land haf­tet für uner­laub­te Kopien von DVD’s, die durch einen sei­ner Leh­rer ange­fer­tigt wur­den.

Die ille­ga­len DVD-Kopien eines Leh­rers

So muss jetzt das Land Sach­sen-Anhalt einem Händ­ler von Fil­men für den Schul­un­ter­richt Scha­dens­er­satz von knapp 8.000 € zah­len. Wei­ter­hin wur­de das Land ver­ur­teilt, es zu unter­las­sen in Zukunft 36 im Ein­zel­nen benann­te urhe­ber­recht­lich geschütz­te DVD’s uner­laubt zu ver­viel­fäl­ti­gen oder ver­viel­fäl­ti­gen zu las­sen.

Das Land haf­tet hier­bei für einen bei ihm beschäf­tig­ten Leh­rer, der als Lei­ter einer Kreis­me­di­enstel­le im Bereich Aschers­le­ben ein­ge­setzt war. In die­ser Funk­ti­on bestell­te der Leh­rer 36 DVD’s zur Ansicht. Die DVD’s ent­hiel­ten Fil­me für den Schul­un­ter­richt, etwa zu den The­men Was­ser, Strom, Sin­nes­or­ga­ne etc. Die DVD’s kopier­te der Leh­rer für den Bestand der Kreis­me­di­enstel­le und sand­te die Ori­gi­na­le zurück, ohne sie käuf­lich zu erwer­ben.

Nach Über­zeu­gung des Land­ge­richts Mag­de­burg hat der Leh­rer damit gegen das Urhe­ber­recht ver­sto­ßen, indem er die DVD’s uner­laubt kopier­te. Für die­ses Han­deln haf­tet nach zivil­recht­li­chen Grund­sät­zen das Land-Sach­sen-Anhalt, bei dem der Leh­rer beschäf­tigt ist.

Der Leh­rer selbst wur­de bereits in einem Straf­ver­fah­ren wegen Ver­stö­ßen gegen das Urhe­ber­ge­setz ver­warnt und eine Geld­stra­fe vor­be­hal­ten. Ob das Land das auf­grund des Zivil­ur­teils zu zah­len­den Geld von dem Leh­rer zurück­for­dern wird, ist nicht bekannt.

Land­ge­richt Mag­de­burg, Urteil vom 30. April 2014 – 7 O 1088/​13