Ruhe­ge­halt eines Bun­des­mi­nis­ters

§ 20 Abs. 1 BMinG er­fasst sämt­li­che An­sprü­che auf Ver­sor­gung, die einem ehe­ma­li­gen Mit­glied der Bun­des­re­gie­rung auf­grund eines frü­he­ren Dienst­ver­hält­nis­ses als Be­am­ter zu­ste­hen, un­ab­hän­gig davon, ob Trä­ger der Ver­sor­gung der Bund, ein Land, eine Kom­mu­ne oder ein sons­ti­ger öf­­f­en­t­­lich-rech­t­­li­cher Dienst­herr ist.

Ruhe­ge­halt eines Bun­des­mi­nis­ters

§ 20 Abs. 1 BMinG er­fasst auch Ver­sor­gun­gen auf­grund von Dienst­ver­hält­nis­sen, die im Zeit­punkt der Er­nen­nung zum Mit­glied der Bun­des­re­gie­rung be­reits be­en­det waren.

Er­dient der Be­am­te neben sei­nem Ru­he­ge­halt wei­te­re Ver­sor­gungs­an­sprü­che aus öf­fent­li­chen Kas­sen und über­steigt die Sum­me der Ver­sor­gungs­an­sprü­che 100 % der amts­an­ge­mes­sen Ver­sor­gung, so kann er nur ver­lan­gen, dass ihm ins­ge­samt 100 % der fest­ge­setz­ten Ver­sor­gungs­be­zü­ge aus­ge­zahlt wer­den 1.

§ 20 Abs. 1 BMinG ist mit dem all­ge­mei­nen Gleich­heits­satz (Art. 3 Abs. 1 GG) ver­ein­bar.

Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt, Urteil vom 24. Novem­ber 2011 – 2 C 57.09

  1. wie BVerwG, Ur­teil vom 27.01.2011 – 2 C 25.09, Buch­holz 449.4 § 55b SVG Nr. 1 Rn. 25[]