Fuß­ball staub­tro­cken

Das für das mor­gi­ge Fuß­ball­spiel zwi­schen dem 1. FC Köln und Borus­sia Mön­chen­glad­bach ver­häng­te Ver­bot des Alko­hol­aus­schanks bleibt bestehen. Das Ver­wal­tungs­ge­richt Düs­sel­dorf hat den Antrag eines Gast­wir­tes aus Mön­chen­glad­bach – Rheydt auf Gewäh­rung vor­läu­fi­gen Rechts­schut­zes zurück­ge­wie­sen.

Fuß­ball staub­tro­cken

Der Antrag des Gast­wirts wen­de­te sich gegen die sofor­ti­ge Voll­zie­hung einer All­ge­mein­ver­fü­gung des Ober­bür­ger­meis­ters der Stadt Mön­chen­glad­bach vom 21. Okto­ber 2009, soweit sie die Ver­äu­ße­rung von Alko­hol und alko­ho­li­schen Geträn­ken am Sams­tag, den 24. Okto­ber 2009 in der Zeit von 9.00 Uhr bis 15.30 Uhr in Tei­len der Stadt ver­bie­tet und auch den Gast­wirt an sei­nem Stand­ort betrifft. In der schrift­li­chen Begrün­dung ihrer Ent­schei­dung führt die Kam­mer im Wesent­li­chen Fol­gen­des aus: Nach den vor­lie­gen­den poli­zei­li­chen Erkennt­nis­sen sei ohne das Ver­bot wegen des geplan­ten Bun­des­li­ga­fuß­ball­spiels zwi­schen den Mann­schaf­ten von Borus­sia Mön­chen­glad­bach und dem 1. FC Köln mit mas­si­ven gewalt­tä­ti­gen Aus­schrei­tun­gen zu rech­nen, zu denen im Inter­net bereits auf­ge­ru­fen wor­den sei. Das Inter­es­se an der Ver­hin­de­rung der­ar­ti­ger Stö­run­gen der öffent­li­chen Sicher­heit wie­ge höher als das Inter­es­se eines Gast­wir­tes, anläss­lich sol­cher Ver­an­stal­tun­gen alko­ho­li­sche Geträn­ke aus­zu­schen­ken.

Die Köl­ner kön­nen nach ihrem Sieg sicher­lich auch ohne Alko­hol fei­ern.

Ver­wal­tungs­ge­richt Düs­sel­dorf, Beschluss vom 22. Okto­ber 2009 – 12 L 1623/​09