Gegen­stand­wert­fest­set­zung im ver­fas­sungs­ge­richt­li­chen Eil­ver­fah­ren

Die Fest­set­zung des Gegen­stands­werts in ver­fas­sungs­ge­richt­li­chen Eil­ver­fah­ren gegen eine sit­zungs­po­li­zei­li­che Anord­nung beruht auf § 37 Abs. 2 Satz 2 in Ver­bin­dung mit § 14 Abs. 1 RVG1.

Gegen­stand­wert­fest­set­zung im ver­fas­sungs­ge­richt­li­chen Eil­ver­fah­ren

Dabei ist zu berück­sich­ti­gen, wenn dem Ver­fah­ren des einst­wei­li­gen Rechts­schut­zes auf­grund der Zeit­ge­bun­den­heit des Anlie­gens der Beschwer­de­füh­re­rin­nen eine grö­ße­re Bedeu­tung zukommt, als dies im Rah­men des Ver­fah­rens der einst­wei­li­gen Anord­nung regel­mä­ßig der Fall ist.

Eben­so ist zu berück­sich­ti­gen, dass im Fal­le der Ver­tre­tung meh­re­rer Beschwer­de­füh­rer, die gemein­schaft­lich Ver­fas­sungs­be­schwer­de erhe­ben, die Wer­te der jewei­li­gen sub­jek­ti­ven Inter­es­sen zusam­men­ge­rech­net wer­den2.

Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Beschluss vom 27. Juni 2018 – 1 BvR 2022 – /​16

  1. vgl. BVerfGE 79, 365, 366 ff. []
  2. vgl. BVerfGE 96, 251, 258 []