Gysi und die gespei­cher­ten Daten beim Ver­fas­sungs­schutz

Nach der Ent­schei­dung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts, dass die Spei­che­rung von per­so­nen­be­zo­ge­nen Daten im Fall des ehe­ma­li­gen Bun­des­tags- und jet­zi­gen Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten für die Par­tei "Die Lin­ke" nicht gerecht­fer­tigt war, hat das Bun­des­amt für Ver­fas­sungs­schutz nun auch die Per­so­nen­ak­te und gespei­cher­te Daten des Dr. Gre­gor Gysi zu ver­nich­ten.

Gysi und die gespei­cher­ten Daten beim Ver­fas­sungs­schutz

So hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Köln in dem hier vor­lie­gen­den Fall ent­schie­den und durch Aner­kennt­nis­ur­teil das Bun­des­amt für Ver­fas­sungs­schutz ver­pflich­tet, die elek­tro­nisch gespei­cher­ten Daten über Herrn Dr. Gysi zu löschen. Über die­se Ver­nich­tung und Löschung sei­ner per­so­nen­be­zo­ge­nen Daten hat der Klä­ger seit 2006/​2007 mit dem Bun­des­amt für Ver­fas­sungs­schutz gestrit­ten.

Das Bun­des­amt hat erklärt, dass es nun­mehr auch die gespei­cher­ten Daten des Klä­gers löschen bzw. ver­nich­ten wer­de. Aus­schlag­ge­bend für die­se Ent­schei­dung ist wohl der Beschluss des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts im Fall Rame­low 1 gewe­sen: Nach Auf­fas­sung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts war die lang­jäh­ri­ge Beob­ach­tung die­ses ehe­ma­li­gen Bun­des­tags- und jet­zi­gen Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten für die Par­tei "Die Lin­ke" ein Ein­griff in des­sen freie Man­dats­aus­übung und war nicht gerecht­fer­tigt.

Auf Antrag des Klä­gers Herrn Dr. Gysi erließ das Ver­wal­tungs­ge­richt ein ent­spre­chen­des Aner­kennt­nis­ur­teil.

Ver­wal­tungs­gricht Köln, Urteil vom 21 August 2014 – 20 K 1468/​08

  1. BVerfG, Beschluss vom 17.09.2013 – 2 BvR 2436.10 und 2 BvE 6.08[]