AfD ist ein Prüf­fall – aber der Ver­fas­sungs­schutz darf das nicht sagen…

Das Ver­wal­tungs­ge­richt Köln hat in einer Ent­schei­dung des einst­wei­igen Rechts­schut­zes dem Bun­des­amt für Ver­fas­sungs­schutz unter­sagt, die Par­tei Alter­na­ti­ve für Deutsch­land – AfD als „Prüf­fall“ zu bezeich­nen. Auf einer Pres­se­kon­fe­renz vom 15. Janu­ar 2019 in Ber­lin teil­te der Prä­si­dent des Bun­des­am­tes mit, dass die Gesamt­par­tei AfD als Prüf­fall bear­bei­tet wer­de, die „Jun­ge

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Staat­li­ches Lau­schen am DE-CIX-Inter­net­kno­ten

Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig hat in ers­ter und letz­ter Instanz auf die Kla­ge der Betrei­be­rin des Inter­net­kno­ten­punkts DE-CIX bestä­tigt, dass das Bun­des­mi­nis­te­ri­um des Innern sie ver­pflich­ten kann, bei der Durch­füh­rung stra­te­gi­scher Fern­mel­de­über­wa­chungs­maß­nah­men durch den Bun­des­nach­rich­ten­dienst mit­zu­wir­ken. Nach dem Gesetz zur Beschrän­kung des Brief‑, Post- und Fern­mel­de­ge­heim­nis­ses (Art. 10-Gesetz) ist der

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Der Moschee­ver­ein im Ver­fas­sungs­schutz­be­richt

Der Ber­li­ner Ver­fas­sungs­schutz darf einen Moschee­ver­ein in sei­nem Ver­fas­sungs­schutz­be­richt erwäh­nen. Gegen die Erwäh­nung des Ver­eins „Neu­köll­ner Begeg­nungs­stät­te“ (NBS) im Ber­li­ner Ver­fas­sungs­schutz­be­richt bestehen nach einer Eil­ent­schei­dung des Ver­wal­tungs­ge­richts Ber­lin vor­erst kei­ne Beden­ken. Der genann­te Ver­ein ist Trä­ger der Dar as-Salam-Moschee in Ber­­lin-Neu­­k­ölln und wird seit 2014 im Ver­fas­sungs­schutz­be­richt des Lan­des Ber­lin

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Isla­mis­ti­sche Ver­ei­ne – und ihre Gemein­nüt­zig­keit

Ein (isla­mi­scher) Ver­ein, der im Ver­fas­sungs­schutz­be­richt des Bundes/​eines Bun­des­lan­des aus­drück­lich als extre­mis­tisch bezeich­net wird, ist nicht gemein­nüt­zig. Nach dem Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs wird bei aus­drück­li­cher Erwäh­nung des Ver­eins in einem Ver­fas­sungs­schutz­be­richt wider­leg­bar davon aus­ge­gan­gen, dass die­ser extre­mis­ti­sche Bestre­bun­gen för­dert und dem Gedan­ken der Völ­ker­ver­stän­di­gung zuwi­der­han­delt (§ 51 Abs. 3 Satz 2

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Der Bun­des­nach­rich­ten­dienst, der geschütz­te Tele­fon­ver­kehr – und die Spei­che­rung von Meta­da­ten

Bun­des­nach­rich­ten­dienst muss die Spei­che­rung und Nut­zung der Meta­da­ten von durch Art. 10 GG geschütz­ten Tele­fon­ver­keh­ren in der Datei VERAS unter­las­sen. Dies ent­schied jetzt das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig und hat damit den bei­den Kla­gen eines Rechts­an­walts und eines Ver­eins auf Unter­las­sung der Spei­che­rung und Nut­zung von Meta­da­ten (Ver­bin­dungs­da­ten) aus ihren Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­ver­keh­ren

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Par­la­men­ta­ri­scher Unter­su­chungs­aus­schuss – und die Beweis­an­trags­recht der Aus­schuss­min­der­heit

Der Min­der­heit eines par­la­men­ta­ri­schen Unter­su­chungs­aus­schus­ses kom­men im Ver­fah­ren nach § 17 Abs. 2 und 4 PUAG nur dann eige­ne Rech­te zu, wenn sie ent­spre­chend Art. 44 Abs. 1 Satz 1 GG min­des­tens ein Vier­tel der Mit­glie­der des Bun­des­tags reprä­sen­tiert. Die­se Ent­schei­dung des Bun­des­ge­richts­hofs, die die ent­spre­chen­den Rech­te der Min­der­heits­frak­tio­nen in einem Unter­su­chungs­aus­schuss auf Null

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Der NSA-Unter­su­chungs­aus­schuss – und viel­leicht doch kei­ne Snow­den-Ver­neh­mung

Der 3. Straf­se­nat des Bun­des­ge­richts­hofs hat als Beschwer­de­se­nat die Voll­zie­hung einer Ent­schei­dung der Ermitt­lungs­rich­te­rin des Bun­des­ge­richts­hofs betref­fend die Vor­be­rei­tung der Ver­neh­mung des Zeu­gen Edward Snow­den im "NSA-Unter­­su­chungs­­aus­­schuss" des Deut­schen Bun­des­ta­ges bis zur Ent­schei­dung in der Haupt­sa­che aus­ge­setzt. Mit dem ange­foch­te­nen Beschluss hat die Ermitt­lungs­rich­te­rin des Bun­des­ge­richts­hofs auf den Antrag einer

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Der BND – und die stra­te­gi­sche Über­wa­chung des eMail-Ver­kehrs

Vor dem Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt blieb eine Star eine Kla­ge gegen den Bun­des­nach­rich­ten­dienst wegen stra­te­gi­scher Über­wa­chung des eMail-Ver­­kehrs in den Jah­ren 2012 und 2013 ohne Erfolg. Dage­gen sah das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt wei­te­ren Auf­klä­rungs­be­darf wegen einer Spei­che­rung und Nut­zung von Daten im Sys­tem VERAS. Mit den bei­den Kla­gen hat­ten sich ein Rechts­an­walt und der

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Der NSA-Unter­su­chungs­aus­schuss – und die Snow­den-Ver­neh­mung

Bun­des­ge­richts­hof hat den 1. Unter­su­chungs­aus­schuss ("NSA-Unter­­su­chungs­­aus­­schuss") des Deut­schen Bun­des­ta­ges zum Amts­hil­fe­er­su­chen an die Bun­des­re­gie­rung ver­pflich­tet. Die Abge­ord­ne­ten Dr. Kon­stan­tin von Notz (Frak­ti­on Bünd­nis 90/​Die Grü­nen) und Mar­ti­na Ren­ner (Frak­ti­on Die Lin­ke) hat­ten als Min­der­heit von einem Vier­tel der Mit­glie­der des "NSA-Unter­­su­chungs­­aus­­schus­­ses" bei dem Ermitt­lungs­rich­ter des Bun­des­ge­richts­hofs gemäß § 17 Abs.

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NSA-Selek­to­ren­lis­te – nicht für den Unter­su­chungs­aus­schuss

Die Bun­des­re­gie­rung muss die NSA-Sele­k­­to­­ren­­lis­­ten nicht an den NSA-Unter­­su­chungs­­aus­­schuss her­aus­ge­ben. Nach Ansicht des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts umfasst das Beweis­erhe­bungs­recht des Unter­su­chungs­aus­schus­ses dem Grun­de nach zwar auch die NSA-Sele­k­­to­­ren­­lis­­ten. Die Selek­to­ren­lis­ten berüh­ren aber zugleich Geheim­hal­tungs­in­ter­es­sen der Ver­ei­nig­ten Staa­ten von Ame­ri­ka und unter­lie­gen des­halb nicht der aus­schließ­li­chen Ver­fü­gungs­be­fug­nis der Bun­des­re­gie­rung. Eine Her­aus­ga­be unter Miss­ach­tung

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Ver­deck­te Online-Daten­er­he­bun­gen durch Poli­zei und Ver­fas­sungs­schutz in Bay­ern

Sei­ner Ent­schei­dung zum Bun­des­kri­mi­nal­amt­ge­setz vom 20.04.2016 fol­gend hat das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt nun Ver­fas­sungs­be­schwer­de gegen ver­schie­de­ne Befug­nis­se von Poli­zei und Ver­fas­sungs­schutz nach dem Baye­ri­schen Poli­zei­auf­ga­ben­ge­setz und dem Baye­ri­schen Ver­fas­sungs­schutz­ge­setz nicht zur Ent­schei­dung ange­nom­men. Die wesent­li­chen von den Beschwer­de­füh­rern auf­ge­wor­fe­nen Fra­gen sei­en, so das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, durch das Urteil des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts zum Bun­des­kri­mi­nal­amt­ge­setz geklärt.

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Bericht­erstat­tung im Ver­fas­sungs­schutz­be­richt – und der Unter­las­sungs­an­spruch einer Par­tei

Die Fra­ge, ob einer poli­ti­schen Par­tei ein öffen­t­­lich-rech­t­­li­cher Unter­las­sungs­an­spruch gegen ihre Erwäh­nung im Ver­fas­sungs­schutz­be­richt eines Lan­des zusteht, hängt davon ab, ob der mit der Bericht­erstat­tung im Ver­fas­sungs­schutz­be­richt ver­bun­de­ne Ein­griff in ihre grund­ge­setz­lich geschütz­te Rechts­po­si­ti­on aus Art. 21 Abs. 1 und Abs. 2 GG durch das ein­schlä­gi­ge Ver­fas­sungs­schutz­ge­setz – hier: Art. 15 Satz

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Die ver­wei­ger­te Akten­vor­la­ge – und der Anspruch auf Infor­ma­ti­ons­zu­gang

Der Antrag eines Ver­fah­rens­be­tei­lig­ten gemäß § 99 Abs. 2 Satz 1 VwGO auf Ent­schei­dung des Fach­se­nats im selb­stän­di­gen Zwi­schen­ver­fah­ren, ob die Ver­wei­ge­rung der Vor­la­ge der in Rede ste­hen­den Unter­la­gen recht­mä­ßig ist, setzt vor­aus, dass das Gericht der Haupt­sa­che deren Ent­schei­dungs­er­heb­lich­keit ord­nungs­ge­mäß bejaht hat. Aus der durch § 99 VwGO vor­ge­ge­be­nen Auf­ga­ben­ver­tei­lung zwi­schen

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Über­mä­ßi­ge Über­wa­chungs­be­fug­nis­se des Bun­des­kri­mi­nal­am­tes

Die Ermäch­ti­gung des Bun­des­kri­mi­nal­amts zum Ein­satz von heim­li­chen Über­wa­chungs­maß­nah­men zur Abwehr von Gefah­ren des inter­na­tio­na­len Ter­ro­ris­mus ist zwar im Grund­satz mit den Grund­rech­ten ver­ein­bar, die der­zei­ti­ge Aus­ge­stal­tung von Befug­nis­sen genügt aber in ver­schie­de­ner Hin­sicht nicht dem Ver­hält­nis­mä­ßig­keits­grund­satz. Das führt dazu, dass das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt jetzt eine Rei­he ver­schie­de­ner Rege­lun­gen aus dem

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Zugang zu Infor­ma­tio­nen der Nach­rich­ten­diens­te beim Bun­des­kanz­ler­amt

Das Bun­des­kanz­ler­amt als Fach­auf­sichts­be­hör­de über den Bun­des­nach­rich­ten­dienst darf den Antrag auf Zugang zu amt­li­chen Infor­ma­tio­nen mit der Begrün­dung ver­wei­gern, dass die betref­fen­den Schrift­stü­cke vom Bun­des­nach­rich­ten­dienst stam­men. Ent­spre­chen­des gilt für Infor­ma­tio­nen des Bun­des­amts für Ver­fas­sungs­schutz, die das Bun­des­kanz­ler­amt im Rah­men sei­ner Koor­di­nie­rungs­tä­tig­keit für die Nach­rich­ten­diens­te erhal­ten hat. Das hat jetzt das

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NSU-Akten­schred­dern – und der Aus­kunfts­an­spruch der Pres­se

Das Bun­des­amt für Ver­fas­sungs­schutz ist nach einem Urteil des Ver­wal­tungs­ge­richts Köln ver­pflich­tet, einem Jour­na­lis­ten weit­ge­hend Aus­kunft zu einem Dis­zi­pli­nar­ver­fah­ren im Zusam­men­hang mit der Ver­nich­tung von Akten zu ertei­len, die den NSU betra­fen. Die Vor­gän­ge rund um das jetzt vor dem Ver­wal­tungs­ge­richt Köln ver­han­del­te pres­se­recht­li­che Aus­kunfts­be­geh­ren waren u.a. bereits Gegen­stand eines

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Durch­su­chungs­an­ord­nung – und das Behör­den­zeug­nis des Ver­fas­sungs­schut­zes

Für die Zuläs­sig­keit einer regel­mä­ßig in einem frü­hen Sta­di­um der Ermitt­lun­gen in Betracht kom­men­den Durch­su­chung genügt der über blo­ße Ver­mu­tun­gen hin­aus­rei­chen­de, auf bestimm­te tat­säch­li­che Anhalts­punk­te gestütz­te kon­kre­te Ver­dacht, dass eine Straf­tat began­gen wor­den ist und der Ver­däch­ti­ge als Täter oder Teil­neh­mer an die­ser Tat in Betracht kommt. Eines hin­rei­chen­den oder

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NPD-Ver­bots­ver­fah­ren – und die V‑Leu­te-Fra­ge

In dem vom Bun­des­rat initi­ier­ten Ver­bots­ver­fah­ren hat das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt wei­te­re Nach­wei­se vom Bun­des­rat ange­for­dert, dass der Bun­des­rat kei­ne Infor­ma­tio­nen von V‑Leuten aus dem maß­geb­li­chen NPD-Gre­­mi­en ver­wen­det hat oder noch ver­wen­det und inwie­weit z.b. "Arbeit" der V‑Leute in die Pro­gram­ma­tik der NPD ein­ge­flos­sen ist: Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt weist zuächst dar­auf hin, dass

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Aus­kunft über die Daten­er­fas­sung beim Ver­fas­sungs­schutz

Ange­sichts der Schwie­rig­kei­ten bei der Beur­tei­lung des gel­tend gemach­ten Aus­kunfts­an­spruchs über die Zahl der Jour­na­lis­ten und Abge­ord­ne­ten, über die das Bun­des­amt für Ver­fas­sungs­schutz Daten erfasst, ist es zumut­bar, dass der Antrag­stel­ler für sei­ne Bericht­erstat­tung bis zu einer rechts­kräf­ti­gen Klä­rung in einem mög­li­chen Haupt­sa­che­ver­fah­ren auf ver­öf­fent­lich­te Ant­wor­ten der Bun­des­re­gie­rung auf par­la­men­ta­ri­sche

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Gysi und die gespei­cher­ten Daten beim Ver­fas­sungs­schutz

Nach der Ent­schei­dung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts, dass die Spei­che­rung von per­so­nen­be­zo­ge­nen Daten im Fall des ehe­ma­li­gen Bun­­­des­­tags- und jet­zi­gen Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten für die Par­tei "Die Lin­ke" nicht gerecht­fer­tigt war, hat das Bun­des­amt für Ver­fas­sungs­schutz nun auch die Per­so­nen­ak­te und gespei­cher­te Daten des Dr. Gre­gor Gysi zu ver­nich­ten. So hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Köln

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Par­la­men­ta­rier­be­ob­ach­tung durch den Ver­fas­sungs­schutz – der Fall Rame­low

Art. 38 Abs. 1 Satz 2 GG gewähr­leis­tet eine von staat­li­cher Beein­flus­sung freie Kom­mu­ni­ka­ti­ons­be­zie­hung zwi­schen dem Abge­ord­ne­ten und den Wäh­lern sowie die Frei­heit des Abge­ord­ne­ten von exe­ku­ti­ver Beob­ach­tung, Beauf­sich­ti­gung und Kon­trol­le. In der Beob­ach­tung eines Abge­ord­ne­ten durch Behör­den des Ver­fas­sungs­schut­zes liegt ein Ein­griff in das freie Man­dat gemäß Art. 38 Abs. 1 Satz

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Ver­dachts­fäl­le im Ver­fas­sungs­schutz­be­richt

Das Bun­des­ver­fas­sungs­schutz­ge­setz er­mäch­tigt das Bun­des­mi­nis­te­ri­um des In­nern nicht, in sei­nen Ver­fas­sungs­schutz­be­richt auch sol­che Ver­ei­ni­gun­gen auf­zu­neh­men, bei denen zwar tat­säch­li­che An­halts­punk­te für Be­stre­bun­gen gegen die frei­heit­li­che de­mo­kra­ti­sche Grund­ord­nung vor­lie­gen, sol­che Be­stre­bun­gen aber noch nicht si­cher fest­ge­stellt wer­den kön­nen (so­ge­nann­te Ver­dachts­fäl­le). In die­sen Fäl­len darf der Ver­fas­sungs­schutz die Ver­ei­ni­gung zwar wei­ter be­ob­ach­ten

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Die Col­la­ge auf dem Falt­blatt des Lan­des­am­tes für Ver­fas­sungs­schut­zes

Eine Col­la­ge auf einem Titel­blatt, auf dem ver­schie­de­ner Emble­me und Sym­bo­le abge­bil­det sind, die neben den Emble­men meh­re­rer dem ter­ro­ris­ti­schen Spek­trum zuge­ord­ne­ter Ver­ei­ni­gun­gen auch das Logo eines Ver­eins ent­hält, der sich von die­sen distan­ziert, kann den Ver­ein nicht in sei­nen Rech­ten ver­let­zen, denn die Col­la­ge muss im Kon­text des gesam­ten

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Ver­dachts­fäl­le im Ver­fas­sungs­schutz­be­richt

Im Ver­fas­sungs­schutz­be­richt des Bun­des darf kei­ne Bericht­erstat­tung über blo­ße Ver­dachts­fäl­le erfol­gen. Das Bun­des­ver­fas­sungs­schutz­ge­setz ermäch­tigt das Bun­des­mi­nis­te­ri­um des Innern nicht, in sei­nen Ver­fas­sungs­schutz­be­richt auch sol­che Ver­ei­ni­gun­gen auf­zu­neh­men, bei denen zwar tat­säch­li­che Anhalts­punk­te für Bestre­bun­gen gegen die frei­heit­li­che demo­kra­ti­sche Grund­ord­nung vor­lie­gen, sol­che Bestre­bun­gen aber noch nicht sicher fest­ge­stellt wer­den kön­nen (soge­nann­te Ver­dachts­fäl­le).

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Ein­sicht in Akten des Ver­fas­sungs­schut­zes

Die Wei­ge­rung einer Behör­de, die von einem Gericht ange­for­der­ten Akten voll­stän­dig vor­zu­le­gen, ist dann rechts­wid­rig, wenn das Bekannt­wer­den des Inhalts dem Wohl des Bun­des oder des Lan­des kei­nen Nach­teil berei­ten wür­de und kei­ne ver­deck­ten Infor­ma­ti­ons­quel­len gefähr­den könn­te. So die Ent­schei­dung des Nie­der­säch­si­schen Ober­ver­wal­tungs­ge­richts in dem hier vor­lie­gen­den Fall, in dem

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Ver­län­ge­rung der "Anti-Ter­ror-Geset­ze"

Nach den Anschlä­gen vom 11. Sep­tem­ber 2001 wur­den zahl­rei­che neue Sicher­heits­maß­nah­men beschlos­sen. So wur­den unter ande­rem die Anti-Ter­ror-Gese­t­­ze beschlos­sen. 2006 wur­den die­se bereits um fünf Jah­re – bis zum 10. Janu­ar 2012 – ver­län­gert. Nun steht die nächs­te Ver­län­ge­rung Die Bun­des­re­gie­rung hat nun ges­tern beschlos­sen, den vom Bun­des­mi­nis­ter des Innern

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