Nicht­rau­cher­schutz als Auf­la­ge zu einer Gast­stät­ten­er­laub­nis

Dem Betrei­ber einer Gast­stät­te kön­nen nach § 5 Abs. 1 Gast­stätt­enG nach­träg­lich Auf­la­gen zur Ver­wirk­li­chung der Anfor­de­run­gen des Lan­des­nicht­rau­cher­schutz­ge­set­zes erteilt wer­den. Der Schutz vor Gefähr­dun­gen der Gesund­heit durch Pas­siv­rau­chen ist geeig­net, Beschrän­kun­gen der Berufs­frei­heit von Gast­stät­ten­be­trei­bern zu begrün­den.

Nicht­rau­cher­schutz als Auf­la­ge zu einer Gast­stät­ten­er­laub­nis

Im Gast­stät­ten­ge­wer­be kann bei unter­schied­li­cher Betriebs­art der Raum einer Schank­wirt­schaft nicht als Neben­raum einer Dis­ko­thek ange­se­hen wer­den und damit kei­ne Aus­nah­me vom Rauch­ver­bot im Sin­ne des § 2 Abs. 2 Satz 1 Nds. NiRSG begrün­den.

Der nie­der­säch­si­sche Lan­des­ge­setz­ge­ber hat mit der „Markt­hal­len­re­ge­lung“ des § 1 Abs.1 Satz 2 Nds. NiRSG das Rauch­ver­bot auf offen betrie­be­ne Gast­stät­ten aus­ge­dehnt.

Ver­wal­tungs­ge­richt Han­no­ver, Beschluss vom 16. April 2010 – 11 B 6294/​09