Per­so­nal­rats­wahl im Stu­den­ten­werk

Wer­den Auf­ga­ben eines Stu­den­ten­werks aus­ge­la­gert an ein 100%iges Toch­ter­un­ter­neh­men, wo die Beschäf­tig­ten aus­schließ­lich Auf­ga­ben des Stu­den­ten­werks in Zusam­men­ar­beit mit dem Stu­den­ten­werk wahr­neh­men, steht die­sen Beschäf­tig­ten das akti­ve und pas­si­ve Wahl­recht zu.

Per­so­nal­rats­wahl im Stu­den­ten­werk

Mit die­ser Begrün­dung hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Aachen in dem hier vor­lie­gen­den Fall die Per­so­nal­rats­wah­len des Stu­den­ten­werks Aachen für unzu­läs­sig erklärt. Beim Stu­den­ten­werk Aachen sind Auf­ga­ben an eine Ser­vice GmbH über­tra­gen wor­den mit der Fol­ge, dass die ca. 80 Mit­ar­bei­ter der Ser­vice GmbH bei den im Juni 2012 durch­ge­führ­ten Per­so­nal­rats­wah­len nicht wäh­len durf­ten.

Nun hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Aachen fest­get­sellt, dass die Beschäf­tig­ten der Ser­vice GmbH, einer 100%-igen Toch­ter des Stu­den­ten­werks, den Beschäf­tig­ten des Stu­den­ten­werks bei Per­so­nal­rats­wah­len gleich­ge­stellt sei­en. Alle Beschäf­tig­ten näh­men aus­schließ­lich Auf­ga­ben des Stu­den­ten­werks wahr und wür­den arbeits­tei­lig zusam­men arbei­ten. Damit stün­de auch den Mit­ar­bei­tern der Ser­vice GmbH das akti­ve und pas­si­ve Wahl­recht zu. Die Per­so­nal­rats­wah­len beim Stu­den­ten­werk Aachen müs­sen nun wie­der­holt wer­den.

Ver­wal­tungs­ge­richt Aachen, Beschluss vom 30. August 2012 – 16 K 1740/​12.PVL