Rechts­mit­tel – und die über­spann­ten Anfor­de­run­gen an ihre Zuläs­sig­keit

Art.19 Abs. 4 Satz 1 GG gewähr­leis­tet einen Anspruch auf eine wirk­sa­me gericht­li­che Kon­trol­le [1].

Rechts­mit­tel – und die über­spann­ten Anfor­de­run­gen an ihre Zuläs­sig­keit

Sehen pro­zess­recht­li­che Vor­schrif­ten – wie hier § 78 Abs. 3 AsylG – die Mög­lich­keit vor, die Zulas­sung eines Rechts­mit­tels zu erstrei­ten, ver­bie­tet Art.19 Abs. 4 GG eine Aus­le­gung und Anwen­dung die­ser Rechts­nor­men, die die Beschrei­tung des eröff­ne­ten Rechts­wegs in einer unzu­mut­ba­ren, aus Sach­grün­den nicht mehr zu recht­fer­ti­gen­den Wei­se erschwert [2].

An die Dar­le­gung der Zulas­sungs­grün­de dür­fen kei­ne über­spann­ten Anfor­de­run­gen gestellt wer­den [3].

Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Beschluss vom 25. März 2020 – 2 BvR 113/​20

  1. vgl. BVerfGE 40, 272, 274 f.; 54, 94, 96 f.; 65, 76, 90; 96, 27, 39; stRspr[]
  2. vgl. BVerfGE 78, 88, 98 f.; 96, 27, 39; 104, 220, 231 f.[]
  3. vgl. BVerfGE 110, 77, 83; BVerfG, Beschluss vom 23.06.2000 – 1 BvR 830/​00, Rn. 15; Beschluss vom 20.12 2010 – 1 BvR 2011/​10, Rn. 17[]