Voll­stre­ckung einer Auf­kunfts­pflicht – Ziel­ver­ein­ba­run­gen für Olym­pia

Das Ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin hat dem Bun­des­mi­nis­te­ri­um des Inne­ren ein Zwangs­geld in Höhe von 10.000,- € ange­droht, wenn das Minis­te­ri­um bis heu­te 15:00 Uhr Zeit sei­ner Ver­pflich­tung zur Aus­kunft über Ziel­ver­ein­ba­run­gen zu Medail­len­zie­len bei den Olym­pi­schen Spie­len nicht nach­komm­mt.

Voll­stre­ckung einer Auf­kunfts­pflicht – Ziel­ver­ein­ba­run­gen für Olym­pia

Durch das Ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin ist das Bun­des­in­nen­mi­nis­te­ri­um mit Eil­be­schluss vom 31. Juli 2012 [1] ver­pflich­tet wor­den, umge­hend Aus­kunft über die mit ver­schie­de­nen Sport­ver­bän­den des Deut­schen Olym­pi­schen Sport­bun­des getrof­fe­nen Ver­ein­ba­run­gen zu ertei­len. Dem ist das Bun­des­mi­nis­te­ri­um des Inne­ren bis­lang nicht nach­ge­kom­men, weil es zwi­schen­zeit­lich Beschwer­de gegen den Beschluss ein­ge­legt hat. Über die Beschwer­de hat das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin-Bran­den­burg noch nicht ent­schie­den.

Nach Auf­fas­sung des Ver­wal­tungs­ge­richts Ber­lin lie­gen die Vor­aus­set­zun­gen für die Voll­stre­ckung vor: Das Bun­des­mi­nis­te­ri­ums des Innern sei der voll­streck­ba­ren Rege­lungs­an­ord­nung bis­lang ohne Grund nicht nach­ge­kom­men. Die hier­ge­gen ein­ge­leg­te Beschwer­de habe kei­ne auf­schie­ben­de Wir­kung. Der Rechts­schutz wer­de für die Behör­de auch nicht in nicht hin­nehm­ba­rer Wei­se ver­kürzt, weil das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt auf deren Antrag hin über die Aus­set­zung der Voll­zie­hung ent­schei­den kön­ne. Über den ent­spre­chen­den Antrag habe das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt aber noch nicht ent­schie­den. Die Frist, bin­nen derer das Minis­te­ri­um die Ver­pflich­tung nun­mehr erfül­len müs­se, sei aus­rei­chend, weil die Behör­de seit der Zustel­lung der Ent­schei­dung 10 Tage Zeit gehabt habe.

Ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin, Beschluss vom 9. August 2012 – 27 M 153.12

  1. VG Ber­lin, Beschluss vom 31.07.2012 – 27 L 137.12[]