Gegen­stands­wert des Patent­nich­tig­keits­ver­fah­rens

Der Gegen­stands­wert des Patent­nich­tig­keits­ver­fah­rens wird durch den gemei­nen Wert des Patents bei Kla­ge­er­he­bung zuzüg­lich des Betrags der bis dahin ent­stan­de­nen Scha­dens­er­satz­for­de­run­gen bestimmt.

Gegen­stands­wert des Patent­nich­tig­keits­ver­fah­rens

Bei der Fest­set­zung des Gegen­stands­werts kann von dem Streit­wert eines auf das Streit­pa­tent gestütz­ten Ver­let­zungs­pro­zes­ses aus­ge­gan­gen wer­den, der regel­mä­ßig das Inter­es­se des Nich­tig­keits­klä­gers an der Nich­tig­erklä­rung des Patents wider­spie­gelt. Dem Umstand, dass der gemei­ne Wert des Patents in der Regel über die­ses Indi­vi­dual­in­ter­es­se hin­aus­geht, ist bei der Wert­fest­set­zung man­gels ander­wei­ti­ger Anhalts­punk­te dadurch Rech­nung zu tra­gen, dass der Gegen­stands­wert um ein Vier­tel höher als der Streit­wert des Ver­let­zungs­pro­zes­ses ange­nom­men wird.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 12. April 2011 – X ZR 28/​09