Eigen­ka­pi­ta­ler­set­zen­de Dar­lehn in der Akti­en­ge­sell­schaft

Eine mit Mit­ak­tio­nä­ren koor­di­nier­te, auf die Ver­hin­de­rung der Insol­venz einer Akti­en­ge­sell­schaft gerich­te­te Kapi­tal­hil­fe eines Aktio­närs, der ein Akti­en­pa­ket im Umfang von 15 % hält, kann das für die Aus­lö­sung der Haf­tung nach den Eigen­ka­pi­tal­er­satz­re­geln kon­sti­tu­ti­ve unter­neh­me­ri­sche Inter­es­se des Dar­le­hen gewäh­ren­den Aktio­närs begrün­den.

Eigen­ka­pi­ta­ler­set­zen­de Dar­lehn in der Akti­en­ge­sell­schaft

Eine Aus­nah­me von den Grund­sät­zen des Eigen­ka­pi­tal­er­satz­rechts bei sog. kurz­fris­ti­gen Über­brü­ckungs­kre­di­ten ist allen­falls dann gerecht­fer­tigt, wenn auf­grund der wirt­schaft­li­chen Lage der Gesell­schaft mit einer Rück­zah­lung nach längs­tens drei Wochen objek­tiv gerech­net wer­den kann.

Bun­des­ge­richts­hof, Hin­weis­be­schluss vom 26. April 2010 – II ZR 60/​09