Hei­lung von Beschluss­feh­lern

Bei einer Akti­en­ge­sell­schaft ist nach einem jetzt ver­öf­fent­lich­ten Urteil des Bun­des­ge­richts­hofs ein Erst­be­schluss, der an einem die Art und Wei­se sei­nes Zustan­de­kom­mens betref­fen­den, heil­ba­ren Ver­fah­rens­feh­ler lei­det, durch einen bestä­ti­gen­den Beschluss gemäß § 244 Satz 1 AktG heil­bar.

Hei­lung von Beschluss­feh­lern

Ein der­ar­ti­ger heil­ba­rer Ver­fah­rens­feh­ler liegt u.a. vor, wenn das Abstim­mungs­er­geb­nis hin­sicht­lich des Erst­be­schlus­ses, etwa infol­ge von Zähl­feh­lern, Mit­zäh­lung von unter Ver­let­zung eines Stimm­ver­bots abge­ge­be­nen Stim­men oder ähn­li­chen Irr­tü­mern, feh­ler­haft fest­ge­stellt wor­den ist. Ein wirk­sa­mer Bestä­ti­gungs­be­schluss besei­tigt nicht nur die Anfecht­bar­keit des Erst­be­schlus­ses nach Maß­ga­be des § 244 Satz 1 AktG, son­dern ent­zieht auch einer im Erst­pro­zess mit der Anfech­tung des Erst­be­schlus­ses ver­bun­de­nen, noch rechts­hän­gi­gen posi­ti­ven Beschluss­fest­stel­lungs­kla­ge den Boden.

BGH, Urteil vom 12. Dezem­ber 2005 – II ZR 253/​03