Pri­vat genutz­te Fir­men­ra­bat­te

Die pri­va­te Nut­zung von Fir­men­ra­bat­ten recht­fer­tigt die Kün­di­gung eines Vor­stands­mit­glieds. Mit die­ser Begrün­dung bestä­tig­te jetzt das Ober­lan­des­ge­richt Cel­le wie zuvor schon das Land­ge­richt Han­no­ver [1], dass die A. Kran­ken­kas­se der dama­li­gen Vor­stands­vor­sit­zen­den L. zu Recht gekün­digt hat.

Pri­vat genutz­te Fir­men­ra­bat­te

Die ehe­ma­li­ge Vor­stands­vor­sit­zen­de hat­te auf Fest­stel­lung geklagt, dass die Kün­di­gung durch die A. Kran­ken­kas­se unwirk­sam gewe­sen sei. Das Land­ge­richt Han­no­ver hat­te die Kün­di­gung für wirk­sam erklärt, weil sich die Klä­ge­rin einen Ver­mö­gens­vor­teil von min­des­tens 3.740,06 € net­to ver­schafft habe. Frau L. habe unbe­rech­tigt Fir­men­ra­bat­te für die pri­va­te Anschaf­fung von Sani­tär­ein­rich­tungs­ge­gen­stän­den in Anspruch genom­men. Die­se Annah­me von Vor­tei­len kön­ne in den Augen der Öffent­lich­keit und inner­halb der A. Kran­ken­kas­se den Ein­druck erwe­cken, es las­se sich das Ent­schei­dungs­ver­hal­ten beein­flus­sen oder "Wohl­wol­len erkau­fen". Damit lie­ge ein wich­ti­ger Grund vor, der eine frist­lo­se Kün­di­gung recht­fer­ti­ge. Die­se Ent­schei­dung hat das Ober­lan­des­ge­richt Cel­le jetzt bestä­tigt.

Ober­lan­des­ge­richt Cel­le, Urteil vom 11. Novem­ber 2009 – 9 U 31/​09,

  1. LG Han­no­ver, Urteil vom 06.03.2009 – 1 O 54/​05[]