Scha­dens­ver­ur­sa­chung durch den Unter­fracht­füh­rer

Kann der Auf­trag­ge­ber des Haupt­fracht­füh­rers sei­nen bei der Beför­de­rung des Gutes ent­stan­de­nen Scha­den vom aus­füh­ren­den Fracht­füh­rer nur in dem Umfang ersetzt ver­lan­gen, den er mit sei­nem Ver­trags­part­ner, dem Haupt­fracht­füh­rer, ver­ein­bart hat, so ist der Haupt­fracht­füh­rer aus dem mit sei­nem Auf­trag­ge­ber geschlos­se­nen Ver­trag ver­pflich­tet, den über­schie­ßen­den Dif­fe­renz­be­trag im Wege der Dritt­scha­dens­li­qui­da­ti­on gegen­über dem aus­füh­ren­den Fracht­füh­rer gel­tend zu machen und die­sen Anspruch gege­be­nen­falls sei­nem Auf­trag­ge­ber abzu­tre­ten. Dem kann der aus­füh­ren­de Fracht­füh­rer nicht mit Erfolg § 437 Abs. 2 HGB ent­ge­gen­hal­ten, da die­se Bestim­mung nur für Ein­wen­dun­gen gilt, die sich gegen den gesetz­li­chen Anspruch des Geschä­dig­ten aus § 437 Abs. 1 HGB rich­ten.

Scha­dens­ver­ur­sa­chung durch den Unter­fracht­füh­rer

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 18. März 2010 – I ZR 181/​08