Refi­nan­zie­rungs­re­gis­ter

Bun­des­tag und Bun­des­rat haben das Gesetz zur Neu­or­ga­ni­sa­ti­on der Bun­des­fi­nanz­ver­wal­tung und zur Schaf­fung eines Refi­nan­zie­rungs­re­gis­ters ver­ab­schie­det.

Refi­nan­zie­rungs­re­gis­ter

Durch das Refi­nan­zie­rungs­re­gis­ter soll die Unter­neh­mens­fi­nan­zie­rung durch Ban­ken ver­ein­facht wer­den, indem den Ban­ken eine ver­bes­ser­te Refi­nan­zie­rung im Rah­men von Ver­brie­fungs­trans­ak­tio­nen und Pfand­brief­emis­sio­nen ermög­licht wird. In die­sem Zusam­men­hang wur­den auch ergän­zen­der Rege­lun­gen zu insol­venz­fes­ten Treu­hand­grund­schul­den in das Kre­dit­we­sen­ge­setz ein­ge­fügt.

Die Ver­bes­se­rung besteht dar­in, bei bestimm­ten Refi­nan­zie­rungs­ge­schäf­ten von Kre­dit­in­sti­tu­ten im Fal­le der Insol­venz des Refi­nan­zie­rungs­un­ter­neh­mens neben der bewähr­ten Ein­tra­gung von Hypo­the­ken in das Grund­buch nun­mehr auch treu­hän­de­risch gehal­te­ne Grund­pfand­rech­te als Vor­aus­set­zung für eine bevor­rech­tig­te Befrie­di­gung des Gläu­bi­gers anzu­er­ken­nen. Auf Grund der neu­en Rege­lung wird infol­ge einer Ein­tra­gung der Siche­rungs­wer­te in ein so genann­tes Refi­nan­zie­rungs­re­gis­ter die Vor­aus­set­zung für ein Aus­son­de­rungs­recht von Pfand­brief­e­mit­ten­ten sowie auch Zweck­ge­sell­schaf­ten im Rah­men von Ver­brie­fungs­ge­schäf­ten geschaf­fen. Das Refi­nan­zie­rungs­re­gis­ter wird von einem geson­dert bestell­ten Ver­wal­ter unter der Obhut der Bun­des­an­stalt für Finanz­dienst­leis­tungs­auf­sicht ver­wal­tet.

Die­se Rege­lung ergänzt das neue Pfand­brief­ge­setz, wel­ches am 19. Juli 2005 in Kraft tritt. Nun­mehr wird für einen noch grö­ßen Kreis von Kre­dit­in­sti­tu­ten die Refi­nan­zie­rung über die Bege­bung von Pfand­brie­fen attrak­ti­ver. Glei­ches gilt für die Beschaf­fung von Liqui­di­tät im Rah­men der Ver­brie­fungs-Trans­ak­tio­nen.