Sin­ken­de Künst­ler­so­zi­al­ab­ga­be

Die Künst­ler­so­zi­al­ab­ga­be soll für das Jahr 2008 auf 4,9% (nach 5,1% im Jahr 2007) sin­ken.

Sin­ken­de Künst­ler­so­zi­al­ab­ga­be

Im Gegen­zug sol­len die Betriebs­prü­fun­gen für die Künst­ler­so­zi­al­ab­ga­be zukünf­tig nicht mehr von der Künst­ler­so­zi­al­kas­se durch­ge­führt wer­den müs­sen, son­dern wer­den zukünf­tig zum Bestand­teil der regu­lä­ren Betriebs­prü­fung der Sozi­al­ver­si­che­rungs­trä­ger. So haben die Betriebs­prü­fer der Deut­schen Ren­ten­ver­si­che­rung zukün­tig die Auf­ga­be, eine flä­chen­de­cken­de Erfas­sung und Über­prü­fung der abga­be­pflich­ti­gen Arbeit­ge­ber und Arbeit­ge­be­rin­nen sicher­zu­stel­len.

Die Deut­sche Ren­ten­ver­si­che­rung hat nach Aus­kunft der Bun­des­re­gie­rung bereits damit begon­nen, poten­zi­ell abga­be­pflich­ti­ge Unter­neh­men anzu­schrei­ben und zur Mel­dung ihrer Hono­rar­zah­lun­gen an selb­stän­di­ge Künst­ler und Publi­zis­ten auf­zu­for­dern. Sol­che Hono­rar­zah­lun­gen fal­len zum Bei­spiel im Rah­men von Wer­be­maß­nah­men für ein bestimm­tes Pro­dukt oder für das eige­ne Unter­neh­men an und tre­ten nicht nur bei typi­schen Ver­wer­tern wie Ver­la­gen oder Gale­rien auf. Gleich­zei­tig wer­den die Ver­si­cher­ten von der Künst­ler­so­zi­al­kas­se inten­si­ver und sys­te­ma­ti­scher auf das Vor­lie­gen der Vor­aus­set­zun­gen für die Ver­si­che­rungs­pflicht und die Höhe der gemel­de­ten Ein­kom­men über­prüft.

Die Künst­ler­so­zi­al­ver­si­che­rung ver­pflich­tet selb­stän­di­ge Künst­ler und Publi­zis­ten zur sozia­len Absi­che­rung und ermög­licht ihnen den Schutz der Kranken‑, Pfle­ge- und Ren­ten­ver­si­che­rung zu güns­ti­gen Kon­di­tio­nen, die ihrer oft schwie­ri­gen wirt­schaft­li­chen Situa­ti­on gerecht wer­den. Die Bei­trä­ge tra­gen die Ver­si­cher­ten nur zur Hälf­te selbst. Die ande­re Hälf­te setzt sich aus einem Bun­des­zu­schuss (20 Pro­zent) sowie aus der Künst­ler­so­zi­al­ab­ga­be (30 Pro­zent) zusam­men, wel­che die Ver­wer­ter künst­le­ri­scher und publi­zis­ti­scher Leis­tun­gen wegen ihres beson­de­ren und kul­tur­ge­schicht­lich gewach­se­nen Ver­hält­nis­ses zu den selb­stän­di­gen Künst­lern und Publi­zis­ten leis­ten.