Deckungs­kla­ge gegen die Rechts­schutz­ver­si­che­rung – und die Beschwer

Maß­geb­lich für die­se Beschwer sind die bei Gewäh­rung der von der Klä­ge­rin ange­streb­ten Rechts­schutz­de­ckung zu erwar­ten­den Kos­ten, von denen die Beklag­te die Klä­ge­rin frei­hal­ten müss­te. Von die­sen ist wegen des Fest­stel­lungs­an­tra­ges ein Abschlag von 20% vor­zu­neh­men.

Deckungs­kla­ge gegen die Rechts­schutz­ver­si­che­rung – und die Beschwer

Für die Fest­set­zung der Beschwer ist der Ver­fah­rens­stand maß­geb­lich, in dem sich die Aus­ein­an­der­set­zung befin­det, für die der Ver­si­che­rungs­neh­mer einer Rechts­schutz­ver­si­che­rung Deckungs­schutz begehrt.

Das erstreckt sich hier, wo Deckungs­schutz für die vor­ge­richt­li­che und die gericht­li­che Aus­ein­an­der­set­zung begehrt wird, nur bis zu den Kos­ten der ers­ten Instanz.

Der Umstand, dass ein erst­in­stanz­li­ches Urteil mit der Beru­fung ange­foch­ten wer­den könn­te, ist inso­weit uner­heb­lich. Denn eine Recht­schutz­zu­sa­ge, die von vorn­her­ein alle Rechts­zü­ge umfasst, ist in den All­ge­mei­nen Bedin­gun­gen für die Rechts­schutz­ver­si­che­rung nicht vor­ge­se­hen 1.

Eine ver­trag­lich ver­ein­bar­te Selbst­be­tei­li­gung ist dabei von den ermit­tel­ten Kos­ten in Abzug zu brin­gen.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 11. Juli 2018 – IV ZR 112/​16

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 02.05.1990 – IV ZR 294/​89, r+s 1990, 275, 276[]