Wann muss eine Droh­ne ver­si­chert sein?

Die Nut­zung von Droh­nen erfreut sich seit eini­gen Jah­ren zuneh­men­der Begeis­te­rung. Exper­ten sind der Mei­nung, dass die­ser Trend auch in der Zukunft anhal­ten wird. Mit weni­gen ande­ren Gerä­ten, die auch noch bezahl­bar sind, kann man so spek­ta­ku­lä­re Per­spek­ti­ven für Fotos ein­fan­gen. 

Wann muss eine Droh­ne ver­si­chert sein?

So viel Spaß das alles auch macht, es gibt vie­le Gefah­ren, die man bei der Nut­zung von Droh­nen ver­mei­den soll­te. Aber was, wenn doch mal etwas pas­siert?

Gera­de im Flug­ver­kehr kann es bei Zusam­men­stö­ßen schnell zu Kata­stro­phen kom­men. Es kön­nen enor­me Per­so­nen- und Sach­schä­den in Mil­lio­nen­hö­he ent­ste­hen. Nicht zu ver­ges­sen sind unüber­schau­ba­re Scha­dens­sum­men bei Zusam­men­stö­ßen mit Strom­ober­lei­tun­gen. Um sol­che Fäl­le zu ver­mei­den hat der Gesetz­ge­ber Vor­schrif­ten fest­ge­legt. Eine Droh­ne darf laut Luft­ver­kehrs-Ord­nung (Luft­VO) § 21b (1) 8 nur bis zu einer Höhe von 100 Metern flie­gen. Außer­dem muss der Benut­zer sei­ne Droh­ne grund­sätz­lich immer im eige­nen Sicht­feld bedie­nen. Flü­ge über Men­schen­grup­pen, Mili­tär­ob­jek­te, Kran­ken­häu­ser und Kraft­wer­ke sind sogar gene­rell ver­bo­ten. Für das Flie­gen in der Nähe von Flug­hä­fen und ande­ren Lan­de­plät­zen gilt ein Min­dest­si­cher­heits­ab­stand von 1,5 Kilo­me­tern. 

Gesetz­li­che Ver­si­che­rungs­pflicht

Auch wenn durch die bestehen­den Vor­schrif­ten für die Benut­zung von Droh­nen die Gefah­ren stark mini­miert sind, bleibt immer noch der Fak­tor Mensch. Ein Droh­nen­pi­lot kann noch so umsich­tig sein, mensch­li­che oder auch tech­ni­sche Feh­ler kann man nie­mals kom­plett aus­schlie­ßen. Aus die­sem Grund ist jeder Hob­by­pi­lot ver­pflich­tet, für sei­ne Droh­ne eine Modell­flug­ver­si­che­rung abzu­schlie­ßen.

Ver­gleich­bar ist dies mit der Kfz-Haft­pflicht­ver­si­che­rung. Der Grund dafür liegt dar­in, dass der Staat unbe­dingt absi­chern möch­te, dass durch die Nut­zung even­tu­ell ent­ste­hen­de Schä­den in Mil­lio­nen­hö­he auch gedeckt sind. Auch wenn klei­ne­re Schä­den meist noch pri­vat unter­ein­an­der aus­ge­gli­chen wer­den kön­nen, sind Zah­lun­gen bei sehr hohen Schä­den mit­un­ter schlicht­weg nicht mög­lich. Lei­der wird man beim Kauf einer Droh­ne in den sel­tens­ten Fäl­len kom­pe­tent über die­se Ver­si­che­rungs­pflicht infor­miert. Der Gesetz­ge­ber hat fest­ge­legt, dass man sei­ne Droh­ne ver­si­chern muss, da man für Schä­den, die durch deren Nut­zung ver­ur­sacht wer­den, nach dem aktu­el­len Luft­ver­kehrs­ge­setz haf­tet. Han­delt es sich bei der Droh­ne um ein Luft­fahr­zeug greift die bestehen­de pri­va­te Haft­pflicht­ver­si­che­rung in den meis­ten Fäl­len nicht und es muss eine Zusatz­ver­si­che­rung abge­schlos­sen wer­den. Der Ver­si­che­rungs­schutz ver­fällt aller­dings, wenn man sich nicht an die genann­ten gesetz­li­chen Vor­schrif­ten für die maxi­ma­le Höhe und die kon­stan­te Bedie­nung inner­halb des eige­nen Sicht­felds hält.

Aus­nah­me­re­ge­lun­gen

Eine Aus­nah­me besteht nur dann, wenn die Droh­ne eine Flug­hö­he von 30 Metern nicht über­schrei­ten kann. Liegt das Gesamt­ge­wicht der Droh­ne zudem unter 250 g, besteht für die­se kei­ne Kenn­zeich­nungs­pflicht nach LuftVZO. Sobald die Droh­ne aller­dings mit einer Funk­fern­steue­rung betä­tigt wird, gilt sie in den meis­ten Fäl­len als Luft­fahr­zeug.

Will man auf Num­mer sicher gehen, erkun­digt man sich vor der ers­ten Nut­zung der Droh­ne erst ein­mal bei sei­ner Ver­si­che­rung, ob das gekauf­te Gerät durch die bestehen­de Ver­si­che­rung abge­deckt ist und wenn ja in wel­cher Höhe. Oder ob bei der Nut­zung eben kei­ne Scha­den­re­gu­lie­rung statt­fin­den wür­de. Die Ver­si­che­rungs­ge­sell­schaft kann dies dann schrift­lich bestä­ti­gen oder in Bezug auf eine Zusatz­ver­si­che­rung bera­ten. So wird aus dem Spaß nicht am Ende noch teu­rer Ernst und man geht auf Num­mer sicher.