Anhö­rungs­rü­ge – und die Dar­le­gung der Gehörsver­let­zung

Eine Par­tei kann gemäß § 321a Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 ZPO nur dann mit Erfolg Anhö­rungs­rü­ge ein­le­gen, wenn ihr Anspruch auf recht­li­ches Gehör in ent­schei­dungs­er­heb­li­cher Wei­se ver­letzt wor­den ist.

Anhö­rungs­rü­ge – und die Dar­le­gung der Gehörsver­let­zung

Die Ent­schei­dungs­er­heb­lich­keit der gel­tend gemach­ten Gehörsver­let­zung hat die Par­tei in sub­stan­ti­ier­ter Wei­se dar­zu­le­gen, § 321a Abs. 2 Satz 5 ZPO [1].

Ob tat­säch­lich eine Gehörsver­let­zung vor­liegt, ist zwar eine Fra­ge der Begründ­etheit. Steht jedoch von vor­ne­her­ein fest, dass die gel­tend gemach­te Gehörsver­let­zung kei­ner­lei nach­tei­li­ge Wir­kun­gen für die betrof­fe­ne Par­tei haben kann, ist die Anhö­rungs­rü­ge schon unzu­läs­sig [2].

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 17. Febru­ar 2015 – XI ZR 17/​14

  1. BGH, Beschlüs­se vom 21.07.2011 – I ZR 204/​09 1; und vom 15.11.2012 – V ZR 79/​12 3; Baumbach/​Lauterbach/​Albers/​Hartmann, ZPO, 73. Aufl., § 321a Rn. 31; Münch­Komm-ZPO/­Mu­sielak, 4. Aufl., § 321a Rn. 8 f.[]
  2. Musielak/​Musielak, ZPO, 11. Aufl., § 321a Rn. 7[]