Der generv­te Bun­des­ge­richts­hof

Wenn das Gericht eine ande­re Rechts­auf­fas­sung ein­nimmt, als der Antrag­stel­ler sich dies wünscht, stellt die­se kei­ne Ver­let­zung des Rechts auf Gewäh­rung recht­li­chen Gehörs dar 1.

Der generv­te Bun­des­ge­richts­hof

Und wenn der Bun­des­ge­richts­hof von der Anhö­rungs­rü­ge so rich­tig genervt ist, liest sich das so:

Der Klä­ger wird dar­auf hin­ge­wie­sen, dass sub­stanz­lo­se und offen­sicht­lich aus­sichts­lo­se Anträ­ge oder Ein­ga­ben künf­tig nicht mehr beschie­den wer­den. Der Bun­des­ge­richts­hof muss es nicht hin­neh­men, durch blo­ße, die befass­ten Jus­tiz­or­ga­ne zudem grob ver­un­glimp­fen­de Recht­ha­be­rei und rechts­miss­bräuch­li­che Inan­spruch­nah­me sei­ner Arbeits­ka­pa­zi­tät bei der Erfül­lung sei­ner Auf­ga­ben unver­hält­nis­mä­ßig behin­dert zu wer­den.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 6. Juni 2019 – III ZB 24/​19

  1. vgl. BVerfGE 64, 1, 12[]
  2. BGH, Beschluss vom 29.06.2010 – VI ZA 3/​09, NJW 2010, 3101 Rn. 3[]