Der schlüs­si­ge Klä­ger­vor­trag

Eine Par­tei genügt ihrer Dar­le­gungs­last, wenn sie Tat­sa­chen vor­trägt, die in Ver­bin­dung mit einem Rechts­satz geeig­net sind, das gel­tend gemach­te Recht in ihrer Per­son als ent­stan­den erschei­nen zu las­sen.

Der schlüs­si­ge Klä­ger­vor­trag

Das Gericht muss anhand des Par­tei­vor­trags beur­tei­len kön­nen, ob die gesetz­li­chen Vor­aus­set­zun­gen der an eine Behaup­tung geknüpf­ten Rechts­fol­ge erfüllt sind.

Genügt das Par­tei­vor­brin­gen die­sen Anfor­de­run­gen an die Sub­stan­ti­ie­rung, kann der Vor­trag wei­te­rer Ein­zel­tat­sa­chen, die etwa den Zeit­punkt und den Vor­gang bestimm­ter Ereig­nis­se betref­fen, nicht ver­langt wer­den; es ist dann viel­mehr Sache des Tatrich­ters, bei der Beweis­auf­nah­me die benann­ten Zeu­gen oder Sach­ver­stän­di­gen nach Ein­zel­hei­ten zu befra­gen, die ihm für die Beur­tei­lung der Zuver­läs­sig­keit der Bekun­dun­gen erfor­der­lich erschei­nen [1].

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 31. Okto­ber 2019 – III ZR 64/​18

  1. st. Rspr., z.B. BGH, Urtei­le vom 04.10.2018 – III ZR 213/​17, WM 2018, 2175 Rn. 26; und vom 06.12 2012 – III ZR 66/​12, WM 2013, 68 Rn. 10 m.zahlr.w.N.[]