Der Ver­kehrs­un­fall und die erstat­tungs­fä­hi­gen Miet­wa­gen­kos­ten

Es erscheint sach­ge­recht, die nach einem Ver­kehrs­un­fall als Nor­mal­ta­rif zu erstat­ten­den Miet­wa­gen­kos­ten nach dem arith­me­ti­schen Mit­tel­wert aus Schwa­cke Lis­te und Fraun­ho­fer Tabel­le zu schät­zen. Ein pau­scha­ler pro­zen­tua­ler Auf­schlag auf den so ermit­tel­ten Nor­mal­ta­rif ist jeden­falls dann nicht gerecht­fer­tigt, wenn bei der Anmie­tung weder eine unfall­be­ding­te Not oder Eil­si­tua­ti­on vor­lag noch der Geschä­dig­te nach­ge­wie­sen hat, dass er nicht über eine Kre­dit­kar­te oder sonst aus­rei­chen­de finan­zi­el­le Mit­tel zur Vor­fi­nan­zie­rung der Anmie­tung ver­füg­te. Wenn im Rechts­streit vor­ge­leg­te Ver­gleichs­an­ge­bo­te ande­rer Ver­mie­ter mit der tat­säch­li­chen Anmiet­si­tua­ti­on nicht ver­gleich­bar sind, ist kein Sach­ver­stän­di­gen­gut­ach­ten zur Ermitt­lung der auf den kon­kre­ten Fall bezo­ge­nen Markt­si­tua­ti­on ein­zu­ho­len. In Rech­nung gestell­te Zusatz­kos­ten für Win­ter­rei­fen sind im Win­ter­halb­jahr erstat­tungs­fä­hig.

Der Ver­kehrs­un­fall und die erstat­tungs­fä­hi­gen Miet­wa­gen­kos­ten

Ermitt­lung des Nor­mal­ta­rifs[↑]

Der für die Erstat­tungs­fä­hig­keit von Miet­wa­gen­kos­ten grund­sätz­lich maß­geb­li­che Nor­mal­ta­rif kann im Wege der Schät­zung gemäß § 287 ZPO ermit­telt wer­den, wobei in vor­han­de­nen Lis­ten und Tabel­len aus­ge­wie­se­ne Wer­te her­an­ge­zo­gen wer­den kön­nen. Die Art der Schät­zungs­grund­la­ge für die Ermitt­lung des Nor­mal­ta­rifs gibt § 287 ZPO dabei im Ein­zel­nen nicht vor. Die Scha­dens­hö­he darf ledig­lich nicht auf der Grund­la­ge fal­scher oder offen­bar unsach­li­cher Erwä­gun­gen fest­ge­setzt wer­den. fer­ner dür­fen wesent­li­che, die Ent­schei­dung bedin­gen­de Tat­sa­chen nicht außer Acht blei­ben. Der Bun­des­ge­richts­hof hat wie­der­holt ent­schie­den, dass in Aus­übung des tatrich­ter­li­chen Ermes­sens nach § 287 ZPO der Nor­mal­ta­rif sowohl auf der Grund­la­ge des Schwa­cke Miet­preis­spie­gels als auch der sog. Fraun­ho­fer Lis­te ermit­telt wer­den kann. eine Schät­zung nach dem arith­me­ti­schen Mit­tel bei­der Markt­er­he­bun­gen hat er aber eben­falls nicht als rechts­feh­ler­haft erach­tet [1]. Der BGH hat dabei auch wie­der­holt die gene­rel­le Eig­nung bei­der Tabel­len­wer­ke zur Scha­dens­schät­zung gemäß § 287 ZPO betont und her­vor­ge­ho­ben, allein der Umstand, dass die vor­han­de­nen Markt­er­he­bun­gen im Ein­zel­fall zu deut­lich von­ein­an­der abwei­chen­den Ergeb­nis­sen füh­ren könn­ten, genü­ge nicht, um grund­sätz­li­che Zwei­fel an der Eig­nung der einen oder ande­ren Erhe­bung als Schätz­grund­la­ge zu begrün­den [2]. Des­halb ist der Tatrich­ter bei der Ver­wen­dung die­ser Lis­ten grund­sätz­lich frei. ins­be­son­de­re, wenn das Gericht berech­tig­te Zwei­fel an der Eig­nung einer Lis­te hat, kann es deren Her­an­zie­hung ableh­nen [3]. Die in der Recht­spre­chung und Lite­ra­tur gegen bei­de Tabel­len­wer­ke vor­ge­brach­ten Beden­ken sind jeweils durch­aus nach­voll­zieh­bar und haben auch Gewicht. Die inso­weit her­an­ge­zo­ge­nen Argu­men­te sind von den Par­tei­en im vor­lie­gen­den Rechts­streit aus­führ­lich und erschöp­fend vor­ge­tra­gen wor­den, auch in der Recht­spre­chung sind sie bereits umfäng­lich auf­ge­ar­bei­tet und bewer­tet wor­den. Auf eine wie­der­ho­len­de Dar­stel­lung wird daher sei­tens des Senats an die­ser Stel­le ver­zich­tet. Statt­des­sen ver­weist das Ober­lan­des­ge­richt Cel­le exem­pla­risch auf die zutref­fen­den zusam­men­fas­sen­den Aus­füh­run­gen in den Urtei­len des OLG Hamm [4], des OLG Karls­ru­he [5] und des OLG Saar­brü­cken [6]. Den dor­ti­gen Aus­füh­run­gen schließt sich das OLG Cel­le an.
Mit Bezug auf den vor­lie­gen­den kon­kre­ten Rechts­streit ist zudem noch zu ergän­zen, dass die von der Beklag­ten vor­ge­leg­ten Inter­net­ta­ri­fe der Ver­mie­ter Avis, Europ­car, Hertz und Sixt in immer­hin 6 der 11 zur Ent­schei­dung ste­hen­den Fäl­le eben­falls Gesamt­mi­et­ta­ri­fe für die jewei­li­gen Miet­dau­ern aus­wei­sen, die ober­halb der ent­spre­chen­den Wer­te nach der Fraun­ho­fer-Tabel­le lie­gen, wobei die Dif­fe­ren­zen teil­wei­se sogar erheb­lich aus­fal­len. Das gilt ins­be­son­de­re, wenn man nicht das arith­me­ti­sche Mit­tel der Ange­bo­te aller 4 Anbie­ter her­an­zieht, son­dern ein­zel­ne der Anbie­ter iso­liert her­aus­greift. Dies weckt eben­falls Zwei­fel, ob die Fraun­ho­fer-Tabel­le den maß­geb­li­chen ört­li­chen Nor­mal­ta­rif wirk­lich hin­rei­chend ver­läss­lich abbil­det.

Schwa­cke-Lis­te und Fraun­ho­fer Miet­preis­spie­gel[↑]

Das Ober­lan­des­ge­richt Cel­le sieht daher (eben­so wie bei­spiels­wei­se der 11. Zivil­se­nat des OLG Köln [7] sowie die Ober­lan­des­ge­rich­te Saar­brü­cken und jeden­falls in der Ten­denz Hamm) sowohl in der Schwa­cke-Lis­te als auch in dem Fraun­ho­fer Miet­preis­spie­gel jeweils für sich genom­men kei­ne geeig­ne­te Schät­zungs­grund­la­ge für die Ermitt­lung des erstat­tungs­fä­hi­gen Nor­mal­ta­ri­fes. Im Rah­men des ihm zuste­hen­den Schät­zungs­er­mes­sens nach § 287 ZPO stützt er sich statt­des­sen auf eine Kom­bi­na­ti­on bei­der Lis­ten in der Wei­se, dass aus der Sum­me der Miet­prei­se die­ser Lis­ten das arith­me­ti­sche Mit­tel gebil­det wird. Die­se Metho­de fin­det auch in der instanz­ge­richt­li­chen Recht­spre­chung zuneh­mend Befür­wor­ter [8].

Die Eig­nung von Lis­ten oder Tabel­len, die bei der Scha­dens­schät­zung Ver­wen­dung fin­den, bedarf nach der Recht­spre­chung des BGH [9] nur dann der Klä­rung, wenn mit kon­kre­ten Tat­sa­chen auf­ge­zeigt wird, dass gel­tend gemach­te Män­gel der Schät­zungs­grund­la­ge sich auf den zu ent­schei­den­den Ein­zel­fall in erheb­li­chem Umfang aus­wir­ken. Kon­kre­te fall­be­zo­ge­ne Ein­wen­dun­gen der Par­tei­en im vor­ge­nann­ten Sin­ne, die Anlass zu wei­te­rer Sach­auf­klä­rung durch Ein­ho­lung eines Sach­ver­stän­di­gen­gut­ach­tens geben könn­ten, lie­gen hier jedoch nicht vor.

Die vor­ge­brach­ten Beden­ken gegen die Eig­nung der Fraun­ho­fer-Tabel­le als Schät­zungs­grund­la­ge sind ledig­lich abs­trak­ter Art. Die Klä­ge­rin hat zwar zur Unter­maue­rung ihrer Auf­fas­sung ver­schie­de­ne Preis­an­ge­bo­te ande­rer Auto­ver­mie­ter vor­ge­legt. Dabei han­delt es sich jedoch jeweils um Inter­net­aus­dru­cke, die eine Abho­lung des Wagens am F. Haupt­bahn­hof vor­se­hen (wo stand­ort­be­ding­te Zusatz­ge­büh­ren anfal­len) und sich nur auf eine Miet­dau­er von einem Tag bezie­hen. Die­se Ange­bo­te sind daher mit der kon­kre­ten Anmiet­si­tua­ti­on der unfall­ge­schä­dig­ten Zeden­ten nicht ver­gleich­bar, wie die Klä­ge­rin im Übri­gen zu den von der Beklag­ten­sei­te vor­ge­leg­ten ent­spre­chen­den Ange­bo­ten ande­rer Anbie­ter aus­drück­lich selbst ein­wen­det.

Vor­ge­leg­te Miet­an­ge­bo­te[↑]

Ent­spre­chen­des gilt für die von der Beklag­ten vor­ge­leg­ten Miet­an­ge­bo­te, mit denen sie die man­geln­de Eig­nung des Schwa­cke Miet­preis­spie­gels zur Schät­zung des maß­geb­li­chen ört­li­chen Nor­mal­ta­rifs bele­gen will. Die Beklag­te hat zwar anders als die Klä­ge­rin jeweils auf die kon­kre­ten streit­ge­gen­ständ­li­chen Ein­zel­fäl­le abge­stimm­te Miet­zeit­dau­ern abge­fragt. Den­noch sind die von ihr vor­ge­leg­ten Ange­bo­te mit der tat­säch­li­chen Anmiet­si­tua­ti­on nicht ver­gleich­bar. Denn auch hier sind ört­lich deut­lich ent­fernt lie­gen­de Miet­sta­tio­nen ange­fragt wor­den. Bei dem Anbie­ter Avis hät­te das Fahr­zeug in der S.straße in F. abge­holt wer­den müs­sen, bei dem Anbie­ter Europ­car in F./M. West, bei dem Anbie­ter Hertz in F. H. und bei dem Ver­mie­ter Sixt in F./M. E. Die­se Orte lie­gen sämt­lichst in eini­ger Ent­fer­nung zur tat­säch­li­chen Anmietstel­le am Fir­men­sitz der Klä­ge­rin in S. oder den in den ein­zel­nen Miet­ver­trä­gen bezeich­ne­ten ander­wei­ti­gen Über­ga­be­or­ten. Ent­ge­gen der Auf­fas­sung der Beklag­ten kann einem Geschä­dig­ten nicht ohne wei­te­res auf­er­legt wer­den, län­ge­re Stre­cken zurück­zu­le­gen und dafür Zeit und Kos­ten auf­zu­wen­den, um in den Besitz eines not­wen­di­gen Miet­fahr­zeugs zu gelan­gen. Da er sein eige­nes Fahr­zeug dazu nicht benut­zen kann (ent­we­der ist es unfall­be­dingt von vorn­her­ein nicht fahr­fä­hig oder er müss­te es ande­ren­falls spä­ter von der Ver­miet­sta­ti­on der von der Beklag­ten benann­ten gewerb­li­chen Auto­ver­mie­ter durch drit­te Per­so­nen wie­der abho­len las­sen, weil dort kei­ne Repa­ra­tu­ren durch­ge­führt wer­den und er selbst den Miet­wa­gen fah­ren muss), gestal­tet sich eine Abho­lung von einem ört­lich in eini­ger Ent­fer­nung ansäs­si­gen rei­nen gewerb­li­chen Auto­ver­mie­ter, der nicht mit einer Repa­ra­tur­werk­statt koope­riert und auch kei­nen Bring und Abhol­dienst anbie­tet, als unzu­mut­bar beschwer­lich. Dass ein der­ar­ti­ger Bring und Abhol­dienst im Zusam­men­hang mit den von der Beklag­ten vor­ge­leg­ten Miet­an­ge­bo­ten hät­te beauf­tragt wer­den kön­nen, hat die Beklag­te nicht vor­ge­tra­gen. Auch aus den Text­aus­dru­cken der Ange­bo­te ergibt sich dazu nichts. Fer­ner ist auch weder dar­ge­tan noch sonst ersicht­lich, was ein sol­cher Ser­vice ggf. zusätz­lich gekos­tet hät­te. Da die Klä­ge­rin hier aber aus­ge­führt (und auch unter Beweis gestellt) hat, die Fahr­zeu­ge ihren Kun­den über­wie­gend jeweils gebracht und sie auch wie­der abge­holt zu haben, liegt dem­nach kei­ne ver­gleich­ba­re Anmiet­si­tua­ti­on vor.

Ver­gleich­bar­keit kon­kre­ter Alter­na­tiv­an­ge­bo­te[↑]

Die vor­ge­leg­ten Inter­net­an­ge­bo­te spie­geln auch inso­fern die tat­säch­li­che Anmiet­si­tua­ti­on nicht zutref­fend wider, als dort jeweils kei­ne Win­ter­be­rei­fung ent­hal­ten war, die aber in den von der Klä­ge­rin vor­ge­leg­ten Miet­ver­trä­gen in den meis­ten Fäl­len tat­säch­lich ver­ein­bart war. Um die Ver­gleich­bar­keit des Ange­bots beur­tei­len zu kön­nen, hät­te des­halb zumin­dest der Preis für Win­ter­rei­fen erkenn­bar sein müs­sen. Das ist indes­sen bei den vor­ge­leg­ten Ange­bo­ten nicht der Fall.

Dar­über hin­aus las­sen sich den Inter­net­an­ge­bo­ten der Beklag­ten nicht die Kos­ten einer gerin­ge­ren Selbst­be­tei­li­gung im Scha­den­fall ent­neh­men. Bei den Ange­bo­ten der Unter­neh­men Europ­car und Hertz ist kei­ne Anga­be ent­hal­ten, in wel­cher Höhe eine Selbst­be­tei­li­gung zur Voll­kas­ko­ver­si­che­rung zu erbrin­gen ist. Bei den Ange­bo­ten von Avis und Sixt ist zwar die Höhe der Selbst­be­tei­li­gung der inklu­dier­ten Voll­kas­ko­ver­si­che­rung ange­ge­ben. Sie ist aber jeden­falls in den Fäl­len 1, 3, 4 und 8 deut­lich höher als in den streit­ge­gen­ständ­li­chen Miet­ver­trä­gen kon­kret ver­ein­bart. Denn dort ist jeweils eine wei­te­re Redu­zie­rung der Selbst­be­tei­li­gung auf 325 €, 300 € bzw. 350 € ver­ein­bart wor­den, wie sich aus den Miet­ver­trä­gen ergibt. Es lässt sich des­halb nicht errech­nen, wie viel tat­säch­lich bei den von der Beklag­ten benann­ten Inter­net­an­bie­tern für eine ver­gleich­ba­re Gestal­tung des Miet­ver­tra­ges hät­te bezahlt wer­den müs­sen. Inso­weit kommt es wie auch bei den ande­ren Zusatz­leis­tun­gen für Son­der­aus­stat­tun­gen (z. B. Win­ter­rei­fen) für die Fra­ge, ob vor­ge­leg­te Ver­gleichs­an­ge­bo­te tat­säch­lich güns­ti­ger sind als der nach der Schwa­cke bzw. Fraun­ho­fer Lis­te ermit­tel­te Nor­mal­ta­rif, auf das kon­kre­te End­ergeb­nis des Miet­prei­ses an, nicht nur auf den Grund­ta­rif [10].

Die Ver­gleich­bar­keit der vor­ge­leg­ten Inter­net­an­ge­bo­te schei­tert dar­über hin­aus auch dar­an, dass sich aus die­sen Ange­bo­ten man­gels kon­kre­ter Anga­ben zum Fahr­zeug­mo­dell kein Ver­gleich mit einer bestimm­ten Fahr­zeug­grup­pe der Schwa­cke-Lis­te bzw. Fraun­ho­fer-Tabel­le zie­hen lässt. Denn die Ange­bo­te bezie­hen sich jeweils nur auf eine bestimm­te Fahr­zeug­klas­se und benen­nen dazu dann Bei­spiel­fahr­zeu­ge (was ent­we­der durch Anga­be die­ser Bezeich­nung und den Hin­weis, dass kein Anspruch auf ein bestimm­tes Fahr­zeug bestehe, deut­lich gemacht wird oder durch den Zusatz „oder ähn­lich“). Damit ist aber nicht sicher­ge­stellt, dass das bei­spiel­haft ange­bo­te­ne Fahr­zeug dem Mie­ter auch zur Ver­fü­gung gestellt wird und damit dem vom jewei­li­gen Geschä­dig­ten tat­säch­lich ange­mie­te­ten Fahr­zeug sowie dem jewei­li­gen Unfall­wa­gen ver­gleich­bar ist, die die Klä­ge­rin anhand der Schwa­cke-Lis­te ein­grup­piert hat (wobei die Beklag­te die Rich­tig­keit der Ein­grup­pie­rung jeden­falls hin­sicht­lich der Unfall­wa­gen nicht bestrit­ten hat). Dass Fahr­zeu­ge unter­schied­li­cher Her­stel­ler selbst dann, wenn sie der­sel­ben Fahr­zeug­klas­se ange­hö­ren und ver­gleich­bar moto­ri­siert sind in der Schwa­cke-Lis­te (und in der ent­spre­chen­den Tabel­len­spal­te der Fraun­ho­fer-Tabel­le) in unter­schied­li­chen Fahr­zeug­grup­pen ein­grup­piert sein kön­nen, erklärt sich nach­voll­zieh­bar und sach­ge­recht, wenn die zum Teil erheb­li­chen Diver­gen­zen in den Anschaf­fungs­prei­sen berück­sich­tigt wer­den [11].

Hin­zu kommt, dass die vor­ge­leg­ten Inter­net­an­ge­bo­te einen ande­ren Anmiet­zeit­raum betref­fen als in den zu ent­schei­den­den Streit­fäl­len (näm­lich Janu­ar 2010 anstatt März 2008 bis März 2009). Die Behaup­tung der Beklag­ten, trotz­dem sei der sich aus den Inter­net­an­ge­bo­ten erge­ben­de Preis auf glei­chem Niveau wie in den Vor­jah­ren, erfolgt ersicht­lich ins Blaue hin­ein. Das ergibt sich schon aus den Erläu­te­run­gen im Markt­preis­spie­gel Miet­wa­gen Deutsch­land 2009 des Fraun­ho­fer Insti­tu­tes. Denn danach haben sich je nach Miet­zeit­raum und Klas­sen­ka­te­go­rie durch­aus im Ver­gleich der Jah­re 2008 und 2009 auch Preis­sen­kun­gen erge­ben. Dem von der Beklag­ten ange­bo­te­nen Sach­ver­stän­di­gen­be­weis für die Behaup­tung, das Preis­ni­veau sei in bei­den Jah­ren gleich geblie­ben, war des­halb nicht nach­zu­ge­hen. Im Übri­gen wür­de die Ein­ho­lung eines sol­chen Gut­ach­tens letzt­lich eine rei­ne Aus­for­schung dar­stel­len.

Im Übri­gen unter­lä­ge eine sol­che rück­wärts­be­zo­ge­ne Ermitt­lung eines ört­li­chen Miet­preis­ni­veaus den glei­chen Ein­wän­den wie die Metho­dik der Schwa­cke Erhe­bung, die die Beklag­te aber gera­de angreift. Denn dann müss­te der Zweck der Abfra­ge offen gelegt wer­den, was aber dazu führt, dass höhe­re Prei­se als bei fik­ti­ver Kun­den­ab­fra­ge benannt wer­den, die sich ihrer­seits dann den Schwa­cke Prei­sen annä­hern, wäh­rend die auf­grund fik­ti­ver Kun­den­ab­fra­ge gege­be­nen Aus­künf­te sich auf einem Preis­ni­veau bewe­gen, das deut­lich unter dem durch­schnitt­li­chen Preis des Auto­miet­preis­spie­gels von Schwa­cke liegt.

Im Ergeb­nis las­sen sich somit hier auch in der kon­kre­ten Betrach­tung auf­grund der von der Beklag­ten vor­ge­leg­ten Ver­gleichs­an­ge­bo­te kei­ne Umstän­de auf­zei­gen, die Beden­ken gegen die (Mit-)Heranziehung der Schwa­cke-Lis­te als Schät­zungs­grund­la­ge im kon­kre­ten Ein­zel­fall begrün­den könn­ten und Anlass zu wei­te­rer Auf­klä­rung des Sach­ver­halts durch Ein­ho­lung eines Sach­ver­stän­di­gen­gut­ach­tens bie­ten wür­den.

Zum glei­chen Ergeb­nis kommt für ähn­li­che Fall­kon­stel­la­tio­nen bei­spiels­wei­se auch das Ober­lan­des­ge­richt Köln [12] mit der wei­te­ren Erwä­gung, dass die Schwie­rig­kei­ten und Kos­ten der Ein­ho­lung von Sach­ver­stän­di­gen­gut­ach­ten in kei­nem ange­mes­se­nen Ver­hält­nis zur Höhe der Klag­for­de­run­gen stün­den und außer­dem ohne­hin nicht zu erwar­ten sei, dass die einem Sach­ver­stän­di­gen zur Ver­fü­gung ste­hen­den Erkennt­nis­mit­tel den Erhe­bungs­me­tho­den, die den bei der Schät­zung her­an­ge­zo­ge­nen Lis­ten zugrun­de lie­gen, grund­sätz­lich über­le­gen sei­en und zu genaue­ren Ergeb­nis­sen füh­ren könn­ten.

Mit­tel­wert­bil­dung von zwei Lis­ten als Schät­zungs­grund­la­ge[↑]

Mit dem Aus­gangs­punkt der Mit­tel­wert­bil­dung von zwei Lis­ten als Schät­zungs­grund­la­ge für den Nor­mal­preis für die Anmie­tung eines Miet­wa­gens auf dem maß­geb­li­chen ört­li­chen Markt sind aller­dings kei­nes­wegs im Detail alle Fra­gen geklärt, die letzt­lich zu einem rech­ne­risch nach­voll­zieh­ba­ren Ergeb­nis einer Schät­zung nach die­ser Maß­ga­be füh­ren. Viel­mehr besteht auch bei den ein­zel­nen Berech­nungs­pa­ra­me­tern in der Recht­spre­chung viel­fäl­ti­ger Streit. Der Senat legt nach­ste­hend die Berech­nungs­schrit­te dar, aus denen sich die im vor­lie­gen­den Fall aus­ge­ur­teil­ten Beträ­ge erge­ben. Er beab­sich­tigt, in Zukunft bei noch auf­tre­ten­den Fäl­len prin­zi­pi­ell die glei­che Berech­nungs­wei­se anzu­wen­den, es sei denn, die Ent­schei­dungs­pra­xis des Bun­des­ge­richt­hofs oder sons­ti­ge Umstän­de gäben Anlass zu einer Über­prü­fung der bis­he­ri­gen Rechts­auf­fas­sung.

Maß­geb­li­cher Post­leit­zah­len­be­zirk[↑]

Für den anzu­wen­den­den Post­leit­zah­len­be­reich ist nach Ansicht des OLG Cel­le der Anmiet­ort maß­ge­bend, also der Post­leit­zahl­be­zirk des Ver­mie­ters. Denn wenn sich der Geschä­dig­te für einen kon­kre­ten Ver­mie­ter ent­schie­den hat, ist zunächst davon aus­zu­ge­hen, dass er sich auch um die Anmie­tung eines Miet­fahr­zeugs dort bemüht hat, wo der letzt­lich aus­ge­wähl­te Ver­mie­ter das Fahr­zeug ange­bo­ten hat [13].

Jahr­gang der Lis­te[↑]

Die Berech­nung hat unter Anwen­dung der für das Anmie­tungs­jahr zeit­nächs­ten Tabel­len zu erfol­gen [14]. Es kann nicht pau­schal auf eine Lis­te aus einem spä­te­ren Erhe­bungs­zeit­raum zurück­ge­grif­fen wer­den, da es in nach­fol­gen­den Erhe­bungs­zeit­räu­men durch­aus auch zu Preis­sen­kun­gen gekom­men ist.

Die Fraun­ho­fer-Tabel­le 2009 stützt sich auf Daten, die im Zeit­raum vom 12.05.bis 3.08.2009 erho­ben wur­den [15]. Die Lis­te des Jah­res 2008 beruht auf Daten, die im Erhe­bungs­zeit­raum vom 19.02.bis 16.04.gesammelt wur­den [16].

Ent­spre­chen­des muss aller­dings auch für die Schwa­cke-Lis­te gel­ten. Des­halb kann nicht pau­schal für alle streit­ge­gen­ständ­li­chen Fäl­le die Schwa­cke-Lis­te aus dem Jahr 2007 her­an­ge­zo­gen wer­den. Die Schwa­cke-Lis­te 2007 ist im Sep­tem­ber 2007 ver­öf­fent­licht wor­den, die Schwa­cke-Lis­te für das Jahr 2008 im Sep­tem­ber 2008. Die Daten­ein­ga­be ist etwa 3 Mona­te zuvor erfolgt. dies ergibt sich aus den jewei­li­gen Erläu­te­run­gen im Edi­to­ri­al der Schwa­cke-Lis­ten. Fer­ner wird dort mit­ge­teilt, dass sich die Prei­se bei Auto­ver­mie­tern in lan­gen Zeit­räu­men ändern, und zwar in der Regel im Früh­jahr. Dem­nach bil­det der Schwa­cke Miet­preis­spie­gel 2007 die Prei­se von Früh­jahr 2007 bis Früh­jahr 2008 ab, der Preis­spie­gel von 2008 die Prei­se von Früh­jahr 2008 bis Früh­jahr 2009.

In ent­spre­chen­der Wei­se ist auf­grund die­ser Infor­ma­tio­nen davon aus­zu­ge­hen, dass die Fraun­ho­fer Erhe­bung von 2009 (mit der Daten­er­he­bung zwi­schen Mai und August 2009) die ab Früh­jahr 2009 gel­ten­den Prei­se abbil­det, die Fraun­ho­fer-Tabel­le von 2008 hin­ge­gen die Prei­se ab Früh­jahr 2008 bis Früh­jahr 2009.

Nach­dem hier die Miet­zeit­räu­me in allen streit­ge­gen­ständ­li­chen Fäl­len in der Zeit ab 15.03.2008 bis Ende März 2009 lie­gen, hat in allen Fäl­len die Nor­mal­preis­schät­zung anhand des Schwa­cke Miet­preis­spie­gels 2008 sowie des Fraun­ho­fer Markt­preis­spie­gels 2008 zu erfol­gen.

Fahr­zeug­klas­se[↑]

Hin­sicht­lich der Fahr­zeug­klas­se ist frag­lich, ob dabei auf den ange­mie­te­ten
Ersatz­wa­gen oder den beschä­dig­ten Unfall­wa­gen abzu­stel­len ist. Die Par­tei­en haben im vor­lie­gen­den Streit­fall die Ein­ord­nung in die Schwa­cke- bzw. Fraun­ho­fer-Lis­te nach der Fahr­zeug­klas­se des Miet­wa­gens vor­ge­nom­men und strei­ten dar­über, inwie­weit wegen des Alters der Unfall­fahr­zeu­ge in Ein­zel­fäl­len eine
Gerin­ger­grup­pie­rung um mehr als eine Fahr­zeug­klas­se (die die Klä­ge­rin selbst jeweils schon berück­sich­tigt hat) gebo­ten ist.

Nach Auf­fas­sung des Ober­lan­des­ge­richts Cel­le ist die­ser Ansatz jedoch nicht zutref­fend. Denn grund­sätz­lich darf ein Geschä­dig­ter eine gleich­ar­ti­ge und gleich­wer­ti­ge Sache, ins­be­son­de­re ein nach Typ, Kom­fort, Grö­ße, Bequem­lich­keit und Leis­tung glei­ches Fahr­zeug anmie­ten [17]. Das gilt grund­sätz­lich auch für älte­re Kraft­fahr­zeu­ge, deren Gebrauchs­wert allein durch ihr Alter nicht beein­träch­tigt ist [18]. Nur wenn ein in sei­nem Gebrauchs­wert tat­säch­lich bereits deut­lich beschränk­tes Kraft­fahr­zeug beschä­digt wird (was nicht allein aus dem Alter des Fahr­zeugs abge­lei­tet wer­den kann), kann von dem Geschä­dig­ten erwar­tet wer­den, auf ein klas­sen­nied­ri­ge­res zurück­zu­grei­fen [19]. Da der beklag­ten Ver­si­che­rung aus den ihr vor­lie­gen­den Scha­dens­gut­ach­ten der Zustand der Unfall­wa­gen näher bekannt ist, hät­te hier­zu die Beklag­te näher vor­tra­gen müs­sen. Denn in der Sache han­delt es sich um einen Ver­stoß gegen die Scha­dens­min­de­rungs­pflicht aus § 254 BGB, wenn trotz eines deut­lich ver­rin­ger­ten Gebrauchs­wer­tes des ver­un­fall­ten Fahr­zeugs ein neu­wer­ti­ges klas­sen­glei­ches Ersatz­fahr­zeug ange­mie­tet wird. Ent­spre­chen­der Sach­vor­trag der Beklag­ten fehlt jedoch im vor­lie­gen­den Fall.

Auf­grund des­sen ist nach Auf­fas­sung des OLG Cel­le in der Wei­se zu ver­fah­ren, dass unge­ach­tet der tat­säch­li­chen Anmie­tung eines gerin­ger­klas­si­gen Ersatz­fahr­zeugs zunächst für die Ermitt­lung des Nor­mal­prei­ses nach der Schwa­cke und Fraun­ho­fer-Tabel­le auf die Fahr­zeug­klas­se des unfall­be­schä­dig­ten Fahr­zeugs abzu­stel­len ist und dann in einem geson­der­ten Rechen­schritt die erspar­ten Eigen­auf­wen­dun­gen mit einem pau­scha­len Abschlag zu berück­sich­ti­gen sind, den der Senat in sei­ner neue­ren Recht­spre­chung auf 5 % der Miet­wa­gen­kos­ten bemisst [20]. Die­se Berech­nungs­wei­se kor­re­spon­diert damit, dass auch sonst die Anmie­tung eines klei­ne­ren, leis­tungs­schwä­che­ren und damit einer gerin­ge­ren Fahr­zeug­klas­se zuzu­ord­nen­den Miet­fahr­zeu­ges stets im Zusam­men­hang mit der Vor­teils­aus­glei­chung erör­tert wird. Die Anmie­tung eines sol­chen klas­sen­nied­ri­ge­ren Fahr­zeugs dient letzt­lich nur der Ver­mei­dung des Abzugs von Eigen­er­spar­nis­sen [21]. Bei der Ermitt­lung des orts­üb­li­chen Prei­ses eines Ersatz­wa­gens kann des­halb dar­auf nicht abge­stellt wer­den. Aller­dings ist im Rah­men der kon­kre­ten Scha­dens­ab­rech­nung zu beach­ten, dass unge­ach­tet der Ermitt­lung des Nor­mal­prei­ses nach der höhe­ren Fahr­zeug­klas­se letzt­lich die jeweils ange­fal­le­nen tat­säch­li­chen Miet­wa­gen­kos­ten die Ober­gren­ze für den erstat­tungs­fä­hi­gen Scha­dens­er­satz­be­trag bil­den [22].

Modus oder arith­me­ti­sches Mit­tel[↑]

Die Fraun­ho­fer-Tabel­le weist von vorn­her­ein ledig­lich das arith­me­ti­sche Mit­tel
aller erho­be­nen Ein­zel­wer­te aus. Bei den Schwa­cke-Lis­ten ist dies anders. Dem­entspre­chend besteht Streit, ob bei der Ermitt­lung des Nor­mal­prei­ses nach der Schwa­cke-Lis­te auf den sog. Modus (d. h. den am häu­figs­ten genann­ten Wert inner­halb der gesam­ten erho­be­nen Wer­te) abzu­stel­len ist oder auf das bei Schwa­cke eben­falls aus­ge­wie­se­ne arith­me­ti­sche Mit­tel. Die Recht­spre­chung vari­iert auch hier­zu erheb­lich. Auf den Modus stel­len bei­spiels­wei­se ab: OLG Köln [23] sowie das OLG Karls­ru­he [5]. Dem­ge­gen­über zie­hen das LG Dort­mund [24] sowie das OLG Hamm [4] auch bei Schwa­cke das arith­me­ti­sche Mit­tel her­an. Letz­te­res erscheint dem Ober­lan­des­ge­richt Cel­le vor­zugs­wür­dig. Zum einen wer­den dadurch die bei­der­sei­tig maß­ge­ben­den Erhe­bungs­me­tho­den ange­gli­chen. Außer­dem spricht für ein Anknüp­fen an den arith­me­ti­schen Mit­tel­wert in der Gesamt­schau eine gerin­ge­re Feh­lernei­gung. Beim Modus­wert kann es näm­lich schon dann zu erheb­li­chen Ver­zer­run­gen kom­men, wenn unter einer Viel­zahl indi­vi­du­el­ler Ange­bots­prei­se nur zwei voll­stän­dig über­ein­stim­men, die dann unab­hän­gig von der Höhe der ande­ren Wer­te den Modus­wert bil­den [25].

Abrech­nungs­ein­heit[↑]

Sehr unter­schied­lich wird in der Recht­spre­chung des Wei­te­ren die Fra­ge gehand­habt, wel­che Abrech­nungs­ein­heit für die Ermitt­lung des Nor­mal­prei­ses der gesam­ten tat­säch­lich erfor­der­li­chen Miet­dau­er anzu­wen­den ist.

Sowohl die Schwa­cke-Lis­te als auch die Fraun­ho­fer-Tabel­le wei­sen getrenn­te Prei­se für Miet­dau­ern von 1 Tag, 3 Tagen und 7 Tagen (bzw. 1 Woche) aus, wobei die auf 1 Tag bezo­ge­nen Durch­schnitts­prei­se mit jeder Ver­län­ge­rung der Abrech­nungs­ein­heit nied­ri­ger wer­den.

Jeden­falls kann nicht der im vor­lie­gen­den Rechts­streit von der Klä­ge­rin ver­tre­te­nen Auf­fas­sung gefolgt wer­den, es sei stets für die gesam­te Miet­zeit nur der ent­spre­chend ver­viel­fäl­tig­te 1 Tages Satz anzu­wen­den, weil bei der Anmie­tung die kon­kre­te Miet­zeit noch nicht bekannt gewe­sen sei. Zwar hat der Bun­des­ge­richts­hof [26] zutref­fend dar­auf ver­wie­sen, dass bei der Tarifer­mitt­lung zu berück­sich­ti­gen ist, wenn zum Zeit­punkt der Anmie­tung die kon­kre­te Repa­ra­tur­dau­er noch nicht bekannt war. Das kann aber nur dann zur Anwen­dung der 1‑Ta­ges-Pau­scha­le füh­ren, wenn bei ver­stän­di­ger Wür­di­gung nicht mit einer län­ge­ren Repa­ra­tur­dau­er als einem Tag gerech­net wer­den muss­te. Das war indes­sen in kei­nem der streit­ge­gen­ständ­li­chen Miet­ver­hält­nis­se der Fall, sodass die Nor­mal­preis­er­mitt­lun­gen der Klä­ge­rin ins­ge­samt unzu­tref­fend sind.

In der Recht­spre­chung wer­den im Übri­gen zwei Berech­nungs­va­ri­an­ten ange­wandt. Dabei wird jeweils von der tat­säch­lich erreich­ten Gesamt­miet­dau­er aus­ge­gan­gen. Nach der einen Metho­de wird die­se Gesamt­zeit dann nach­träg­lich in ent­spre­chen­de Zeit­ab­schnit­te auf­ge­teilt und dazu die zuge­hö­ri­gen Prei­se der Tabel­len ermit­telt. Z. B. wird bei einem Miet­zeit­raum von 11 Tagen ein Wochen­ta­rif, ein 3 Tages Tarif und ein 1 Tages Tarif addiert [27]. Nach ande­rer Ansicht [28] wird dage­gen so ver­fah­ren, dass aus der tat­säch­li­chen Gesamt­miet­zeit der davon umfass­te größ­te Zeit­ab­schnitt ent­spre­chend den Tabel­len­wer­ken her­aus­ge­nom­men und der sich dar­aus erge­ben­de 1 Tages Wert errech­net wird, der sodann mit der Anzahl der tat­säch­li­chen Gesamt­mi­et­ta­ge mul­ti­pli­ziert wird. Bei einer tat­säch­li­chen Miet­dau­er von 4 Tagen wird damit der Preis des 3 Tages Zeit­rau­mes durch 3 divi­diert und die­ser sich erge­ben­de Rechen­wert dann mit 4 Tagen Gesamt­miet­dau­er mul­ti­pli­ziert.

Dem OLG Cel­le erscheint die letz­te Auf­fas­sung vor­zugs­wür­dig. Die beklag­te Ver­si­che­rung hat inso­weit nach­voll­zieh­bar dar­auf ver­wie­sen, dass die unter­schied­li­che Preis­struk­tur der ver­schie­de­nen Zeit­ab­schnit­te ihren Grund dar­in hat, dass bei Abschluss des Miet­ver­trags mit der Auto­über­ga­be und zum Ende des Ver­trags bei der Wie­der-Emp­fang­nah­me des Miet­fahr­zeugs ein beson­de­rer Mehr­auf­wand anfällt, der über die Gesamt­miet­dau­er gese­hen höher ins Gewicht fällt, je kür­zer die Gesamt­miet­zeit ist. Fer­ner hat die Beklag­te durch Vor­la­ge einer Preis­in­for­ma­ti­on des Miet­un­ter­neh­mens Avis auch belegt, dass bei frü­he­rer Rück­ga­be des Miet­fahr­zeugs oder nach­träg­li­cher Ver­län­ge­rung der Miet­zeit kei­ne Mehr­kos­ten ent­ste­hen. Dies kor­re­spon­diert im Übri­gen mit der kon­kre­ten Hand­ha­bung im vor­lie­gen­den Fall. Dort sind in sämt­li­chen Miet­ver­trä­gen von vorn­her­ein gar kei­ne Preis­an­sät­ze für ver­schie­de­ne Anmiet­zeit­räu­me ange­ge­ben, obwohl das Ver­trags­for­mu­lar dafür durch­aus ent­spre­chen­de For­mu­lar­spal­ten vor­sieht. Viel­mehr ist in den anschlie­ßend erteil­ten Rech­nun­gen immer ein Gesamt­preis für die gan­ze Miet­dau­er aus­ge­wor­fen wor­den, der abge­se­hen vom Fall 1 dann auch in kei­nem der Fäl­le im Ein­zel­nen nach Zeit­ab­schnit­ten der Tari­fe näher auf­ge­spal­ten wor­den ist.

Voll­kas­ko­ver­si­che­rung[↑]

Inwie­weit Mehr­kos­ten für den Abschluss einer Voll­kas­ko­ver­si­che­rung berück­sich­ti­gungs­fä­hig sind, ist im Ein­zel­nen in der Recht­spre­chung eben­falls umstrit­ten.

Hier ist zwi­schen der Erlan­gung eines Voll­kas­ko­schut­zes als sol­chem mit einer Selbst­be­tei­li­gung zwi­schen 500 und 1.000 € sowie einer wei­te­ren Ermä­ßi­gung des Selbst­be­tei­li­gungs­be­tra­ges auf 300 bis 350 € zu unter­schei­den.

Für den Voll­kas­ko­ver­si­che­rungs­schutz mit höhe­rer Selbst­be­tei­li­gung gilt Fol­gen­des: Nach Auf­fas­sung des OLG Cel­le hat ein Geschä­dig­ter bei der Anmie­tung eines Ersatz­fahr­zeu­ges Anspruch auf Ersatz der Kos­ten für einen Voll­kas­ko­schutz ohne Selbst­be­tei­li­gung unab­hän­gig davon, ob sein eige­nes Fahr­zeug in glei­cher Wei­se ver­si­chert war [29]. Mehr­kos­ten zur Erlan­gung eines der­ar­ti­gen Ver­si­che­rungs­schut­zes sind des­halb bei der Bestim­mung des Nor­mal­ta­ri­fes zu berück­sich­ti­gen, sofern nach dem tat­säch­lich geschlos­se­nen Miet­ver­trag ein ent­spre­chen­der Ver­si­che­rungs­schutz ver­ein­bart wor­den ist.

Die Fraun­ho­fer Tari­fe ent­hal­ten bereits eine Voll­kas­ko­ver­si­che­rung mit einer Selbst­be­tei­li­gung zwi­schen 750 und 950 € [30]. Die Schwa­cke Basis­ta­ri­fe umfas­sen hin­ge­gen kei­ne Voll­kas­ko­ver­si­che­rung. Die­se Tari­fe wei­sen ledig­lich nor­mal haft­pflicht­ver­si­cher­te Fahr­zeu­ge aus. Aus die­sem Grund sind in den ein­zel­nen Schwa­cke-Lis­ten für die jewei­li­gen Jah­re die Mehr­kos­ten für eine Voll­kas­ko­ver­si­che­rung in einer Neben­kos­ten­ta­bel­le geson­dert aus­ge­wie­sen. Aus­weis­lich der Erläu­te­run­gen [31] liegt die in der dor­ti­gen Tabel­le zugrun­de geleg­te Selbst­be­tei­li­gung übli­cher­wei­se bei 500 €, even­tu­ell bei klei­ne­ren Ver­mie­tern bzw. Fahr­zeu­gen ab einer höhe­ren Klas­se auch in Höhe von rd. 1.000 €.

Dar­aus folgt zunächst, dass im Rah­men der Nor­mal­preis­er­mitt­lung bei den Schwa­cke Tabel­len noch die Neben­kos­ten für eine Voll­kas­ko­ver­si­che­rung mit hin­zu­zu­set­zen sind. Dann aber sind die Wer­te der Fraun­ho­fer-Tabel­le und der Schwa­cke-Lis­te prin­zi­pi­ell ver­gleich­bar und zunächst ein­mal nicht wei­ter zu kor­ri­gie­ren [32].

Soweit im kon­kre­ten Scha­dens­fall eine Selbst­be­tei­li­gung unter­halb von 500 € ver­ein­bart wor­den ist, bleibt fest­zu­hal­ten, dass dafür wei­te­re Mehr­kos­ten ent­ste­hen, die weder in den Wer­ten von Fraun­ho­fer noch von Schwa­cke ent­hal­ten sind und des­halb wie auch sons­ti­ge ande­re Neben­leis­tun­gen im Rah­men der Nor­mal­preis­be­rech­nung spä­ter noch dem ermit­tel­ten arith­me­ti­schen Mit­tel­wert aus den Tabel­len von Fraun­ho­fer und Schwa­cke zuzu­schla­gen sind.

Sons­ti­ge Neben­leis­tun­gen[↑]

Auch hier gilt, dass sie dem ermit­tel­ten arith­me­ti­schen Mit­tel aus den Tabel­len von Fraun­ho­fer und Schwa­cke zuzu­schla­gen sind, sofern sie tat­säch­lich in den streit­ge­gen­ständ­li­chen Miet­ver­hält­nis­sen ange­fal­len sind. Ein Ansatz kann hier mit den jewei­li­gen Wer­ten des arith­me­ti­schen Mit­tels aus der Neben­kos­ten­ta­bel­le der zeit­lich anwend­ba­ren Schwa­cke-Lis­te erfol­gen.

Hin­ge­gen folgt das Ober­lan­des­ge­richt Cel­le nicht der von eini­gen Gerich­ten ver­tre­te­nen Ansicht, bei tat­säch­lich aus dem kon­kre­ten Miet­ver­trag ersicht­li­chen nied­ri­ge­ren Kos­ten für die betref­fen­de Neben­leis­tung sei­en auch bei der Nor­mal­preis­er­mitt­lung nur die­se nied­ri­ge­ren Kos­ten maß­geb­lich [33]. Denn dadurch wür­den nach Ansicht des OLG Cel­le in unzu­läs­si­ger Wei­se abs­trak­te mit kon­kre­ten Betrach­tungs­wei­sen ver­mengt [34]. Der für die Schät­zung maß­geb­li­che Nor­mal­preis auf dem öffent­li­chen Markt muss ein­heit­lich nach den als Schät­zungs­grund­la­ge her­an­ge­zo­ge­nen Tabel­len­wer­ken bemes­sen wer­den, da es inso­weit ledig­lich auf den End­preis ankommt und die Betrach­tung nicht auf ein­zel­ne Rech­nungs­pos­ten bezo­gen ist.

Im Übri­gen kann die Ermitt­lung des Nor­mal­prei­ses nicht davon abhän­gen, ob der kon­kre­te Ver­mie­ter nur einen pau­scha­len Gesamt­preis aus­weist oder die­sen nach den dar­in ent­hal­te­nen Son­der­leis­tun­gen dif­fe­ren­ziert.

Im kon­kre­ten Streit­fall geht es bei den Neben­leis­tun­gen um fol­gen­de Posi­tio­nen:

Brin­gen und Abho­len[↑]

Die Kos­ten für das Über­brin­gen und spä­te­re wie­der Abho­len des Miet­wa­gens sind grund­sätz­lich erstat­tungs­fä­hi­ge Neben­leis­tun­gen [35].

Win­ter­rei­fen[↑]

Ob es sich bei den Kos­ten für Win­ter­rei­fen um erstat­tungs­fä­hi­ge Neben­leis­tun­gen han­delt, ist in der Recht­spre­chung über­aus umstrit­ten. Abge­lehnt wird dies z. B. vom Land­ge­richt Dort­mund [24], dem Land­ge­richt Karls­ru­he [36], dem OLG Köln (5. und 15. Zivil­se­nat) [37]. Eine ver­gü­tungs­pflich­ti­ge Zusatz­leis­tung beja­hen hin­ge­gen das Land­ge­richt Kas­sel [38], das OLG Köln (19. Zivil­se­nat) [39], das OLG Karls­ru­he [5] und das OLG Stutt­gart [40].

Das Ober­lan­des­ge­richt Cel­le Senat folgt der letzt­ge­nann­ten Auf­fas­sung. Es schließt sich inso­weit der aus­führ­li­chen und in allen Punk­ten über­zeu­gen­den Begrün­dung des OLG Stutt­gart in der vor­ge­nann­ten Ent­schei­dung an. Dafür spricht noch zusätz­lich, dass auch aus den von der Beklag­ten vor­ge­leg­ten Ver­gleichs­an­ge­bo­ten der Unter­neh­men Avis und Sixt ersicht­lich ist, dass die Aus­stat­tung des Miet­fahr­zeugs mit Win­ter­rei­fen zusätz­lich zu ver­gü­ten ist. Das macht deut­lich, dass Miet­fahr­zeu­ge auf dem Miet­wa­gen­markt mit Win­ter­be­rei­fung tat­säch­lich nur gegen Zah­lung eines Zuschlags für die­ses Aus­stat­tungs­merk­mal ange­bo­ten wer­den. Dann aber ist der zusätz­li­che Kos­ten­auf­wand für die Aus­stat­tung mit Win­ter­be­rei­fung auch erfor­der­lich im Sin­ne von § 249 Abs. 2 Satz 1 BGB. Die Erfor­der­lich­keit ist dabei nicht nur dann von vorn­her­ein zu beja­hen, wenn das ver­un­fall­te Kfz sei­ner­seits mit Win­ter­rei­fen aus­ge­stat­tet war, son­dern auch dann, wenn wäh­rend der Miet­dau­er ernst­lich mit der Mög­lich­keit von Wet­ter­la­gen gerech­net wer­den muss­te, die mit Rück­sicht auf § 2 Abs. 3 a StVO eine Win­ter­aus­rüs­tung des Miet­wa­gens erfor­der­lich machen. Da der Mie­ter Ver­ant­wor­tung für frem­des Eigen­tum über­neh­men muss, ist ihm in der kal­ten Jah­res­zeit die Haf­tung für den Miet­wa­gen ohne Win­ter­rei­fen selbst dann nicht zuzu­mu­ten, wenn er sein eige­nes Fahr­zeug nicht mit Win­ter­rei­fen aus­ge­rüs­tet hat [41]. Letz­te­res ist hier in allen Streit­fäl­len, in denen die Miet­ver­trä­ge eine zusätz­li­che Win­ter­be­rei­fung aus­wei­sen, zu beja­hen. Auch Ende März kön­nen nach der Erfah­rung des OLG Cel­le durch­aus noch Wet­ter­la­gen auf­tre­ten, in denen eine Win­ter­be­rei­fung erfor­der­lich ist.

Die Kos­ten für eine erfor­der­li­che Win­ter­be­rei­fung sind jeweils zusätz­lich zu berück­sich­ti­gen. In den Schwa­cke-Basis­ta­ri­fen sind sie nicht ent­hal­ten, son­dern nur über die Zusatz­kos­ten­ta­bel­le erfasst. Ent­spre­chen­des gilt aber auch für die Wer­te der Fraun­ho­fer-Tabel­len. Nach den Erläu­te­run­gen zu den Miet­preis­spie­geln sind bei der Preis­er­mitt­lung näm­lich Auf­schlä­ge und Zuschlä­ge etwa für Win­ter­rei­fen aus­drück­lich ver­mie­den wor­den, sofern sie extra aus­ge­wie­sen wor­den sind und nicht bereits im Preis ent­hal­ten waren. Da die Preis­erhe­bung für den Miet­preis­spie­gel 2009 aber erst Mit­te Mai begann, kann nicht davon aus­ge­gan­gen wer­den, dass die Fraun­ho­fer Miet­preis­spie­gel Nor­mal­prei­se abbil­den, die Win­ter­rei­fen inklu­die­ren.

Mehr­kos­ten für einen zusätz­li­chen Fah­rer[↑]

Auch sol­che Zusatz­kos­ten sind im Rah­men der Ermitt­lung des Nor­mal­ta­rifs zu berück­sich­ti­gen, sofern sie tat­säch­lich in den streit­ge­gen­ständ­li­chen Miet­ver­hält­nis­sen ange­fal­len sind. Für die Erstat­tungs­fä­hig­keit reicht grund­sätz­lich aus, dass die Klag­par­tei vor­trägt, in den Fäl­len, in denen die Kos­ten in Rech­nung gestellt wor­den sei­en, sei das beschä­dig­te Fahr­zeug durch den zwei­ten Fah­rer genutzt wor­den, der im Miet­ver­trag auch ent­spre­chend auf­ge­führt ist [42].

Dem­ge­gen­über reicht ein pau­scha­ler Vor­trag des Ersatz­pflich­ten, die Geschä­dig­ten sei­en auf die­se Leis­tun­gen nicht ange­wie­sen gewe­sen, für die Berück­sich­ti­gung als Ein­wand gemäß § 254 BGB nicht aus [43].

Die Kos­ten dafür sind weder in den Basis­ta­ri­fen des Schwa­cke-Miet­preis­spie­gels noch in der Fraun­ho­fer-Tabel­le ent­hal­ten und des­halb hin­zu­zu­set­zen.

Wei­te­rer Berech­nungs­weg[↑]

Von dem unter Berück­sich­ti­gung der vor­ste­hen­den Berech­nungs­pa­ra­me­ter ermit­tel­ten Nor­mal­preis sind dann erspar­te Eigen­auf­wen­dun­gen in Höhe von 5% sowie etwa schon geleis­te­te Teil­zah­lun­gen des Geschä­dig­ten oder sei­ner Haft­pflicht­ver­si­che­rung abzu­zie­hen.

Der danach ver­blei­ben­de Rest­be­trag stellt zunächst den nach dem Nor­mal­ta­rif noch geschul­de­ten offe­nen Scha­dens­er­satz­an­spruch des Geschä­dig­ten dar.

Soll­te sich bei der Berech­nung zuguns­ten des Schä­di­gers oder sei­ner Haft­pflicht­ver­si­che­rung eine Über­zah­lung erge­ben, so kann die­se nach zutref­fen­der Auf­fas­sung [44] nicht mit offe­nen Beträ­gen aus ande­ren Fäl­len ver­rech­net wer­den, da es sich um geson­der­te Streit­ge­gen­stän­de han­delt und ein etwai­ger Rück­for­de­rungs­an­spruch ohne­hin an § 814 BGB schei­tert.

Ober­lan­des­ge­richt Cel­le, Ureil vom 29. Febru­ar 2012 – 14 U 49/​11

  1. BGH, VersR 2010, 1054; und VersR 2011, 643[]
  2. so zuletzt BGH, Urteil vom 12.04.2011 – VI ZR 300/​09 Rdnr. 18[]
  3. BGH, a.a.O., Rdnr. 17 a. E.[]
  4. OLG Hamm, RuS 2011, 536[][]
  5. OLG Karls­ru­he, NZV 2011, 553[][][]
  6. OLG Saar­brü­cken, NZV 2010, 242[]
  7. OLG Köln, SP 2010, 396[]
  8. vgl. z. B. LG Dort­mund, VRR 2011, 187; LG Karls­ru­he, VRR 2010, 346; zustim­mend z. B. auch Nugel, Anm. zu OLG Saar­brü­cken [NZV 2010, 242] in juris­PR Ver­kR 7/​2010 Anm. 1[]
  9. zuletzt BGH, Urteil vom 12.04.2011 – VI ZR 300/​09, ZfS 2011, 441 Rdnr. 17[]
  10. so zutref­fend OLG Stutt­gart, NZV 2011, 556[]
  11. so zutref­fend OLG Stutt­gart, a.a.O.[]
  12. OLG Köln, Urtei­le vom 19.10.2011 – 16 U 55/​10; vom 14.06.2011 – 15 U 9/​11; sowie vom 11.08.2010 – 11 U 106/​09, SP 2010, 396[]
  13. eben­so OLG Karls­ru­he, NZV 2011, 553; LG Dort­mund, VRR 2011, 187; Ried­mey­er, ZfS 2010, 70 bei Fuß­no­te 17; BGH, Urteil vom 02.02.2010 – VI ZR 7/​09, unter 4. im 3. Abs. der Gründe/​Bl. 380 d. A.[]
  14. vgl. OLG Karls­ru­he, NZV 2011, 553[]
  15. S. 14 der Erläu­te­run­gen zum Markt­preis­spie­gel Miet­wa­gen Deutsch­land 2009 des Fraun­ho­fer Insti­tuts[]
  16. S. 7 der Erläu­te­run­gen der Tabel­le zum Jahr 2008[]
  17. vgl. Geigel, Der Haft­pflicht­pro­zess, 26. Aufl., Kap. 3, Rdnr. 68 mit umfang­rei­chen Nach­wei­sen aus der Recht­spre­chung[]
  18. Geigel, a.a.O., m. w. N.[]
  19. vgl. Geigel, a.a.O., m. w. N.[]
  20. so auch OLG Hamm, RuS 2011, 536; und LG Dort­mund, VRR 2011, 187; vgl. fer­ner OLG Cel­le, Urteil vom 30.09.2009 – 14 U 63/​09, SP 2010, 78, mit nähe­rer Begrün­dung des pau­scha­len Abzugs­be­trags von 5% für erspar­te Eigen­auf­wen­dun­gen in Fäl­len ohne indi­vi­du­el­le Beson­der­hei­ten[]
  21. vgl. Geigel, a.a.O., Rdnr. 90 f.[]
  22. vgl. OLG Hamm, a.a.O., Rdnr.20[]
  23. OLG Köln, NZV 2010, 614; und NZV 2011, 450[]
  24. LG Dort­mund, a.a.O.[][]
  25. so zutref­fend OLG Frank­furt, SP 2010, 401[]
  26. BGH, Urteil vom 02.02.2010 – VI ZR 139/​08 unter B.02. b), cc) der Grün­de[]
  27. so z. B. LG Dort­mund, a.a.O.; und OLG Karls­ru­he, NZV 2011, 553; ähn­lich auch OLG Köln, SP 2010, 396[]
  28. z. B. OLG Hamm, RuS 2011, 536[]
  29. vgl. OLG Cel­le, Urteil vom 30.09.2009 – 14 U 63/​09, SP 2010, 78[]
  30. vgl. dazu die Erläu­te­run­gen der ent­spre­chen­den Markt­preis­spie­gel, z. B. für das Jahr 2009 auf S. 18[]
  31. z. B. Bl. VII der Schwa­cke-Lis­te 2008[]
  32. so auch OLG Hamm, RuS 2011, 536[]
  33. so aber z. B. OLG Köln, NZV 2010, 614; und LG Karls­ru­he, VVR 2010, 346[]
  34. gegen eine „Rosi­nen­pi­cke­rei“ inso­weit zutref­fend auch LG Kas­sel, Urteil vom 20.01.2011 1 S 285/​10[]
  35. so auch OLG Köln, NZV 2010, 614, das zutref­fend dar­auf hin­weist, ein pau­scha­ler Vor­trag der Beklag­ten­sei­te, die Geschä­dig­ten sei­en auf ein Brin­gen und Abho­len nicht ange­wie­sen, rei­che nicht aus[]
  36. LG Karls­ru­he, VRR 2010, 346, m. w. N.[]
  37. OLG Köln, MRW 2011, 12; und Urteil vom 14.06.2011 – 15 U 9/​11[]
  38. LG Kas­sel, a.a.O.[]
  39. OLG Köln, NZV 2011, 450[]
  40. OLG Stutt­gart, NZV 2011, 556[]
  41. OLG Stutt­gart, a.a.O.[]
  42. vgl. so auch OLG Köln, NZV 2010, 614[]
  43. OLG Köln, a.a.O.[]
  44. vgl. OLG Köln, SP 2010, 396[]