Die Ersatz­tei­le des Kfz-Ver­trags­händ­lers

Eine For­mu­lar­klau­sel in einem Kfz-Ver­trags­händ­ler­ver­trag, nach der sich der Her­stel­ler ver­pflich­tet, von dem Händ­ler bei Been­di­gung die­ses Ver­tra­ges auf Ver­lan­gen fabrik­neue Ersatz­tei­le, die näher bezeich­ne­te Vor­aus­set­zun­gen erfül­len, zurück­zu­kau­fen, ist dahin aus­zu­le­gen, dass der Rück­kauf­an­spruch ent­fällt, wenn die Zusam­men­ar­beit auf der Grund­la­ge eines mit dem been­de­ten Ver­trag im Wesent­li­chen über­ein­stim­men­den Ver­trags fort­ge­setzt wird.

Die Ersatz­tei­le des Kfz-Ver­trags­händ­lers

Das ist nicht der Fall, wenn der Händ­ler sich auf der Grund­la­ge des bis­he­ri­gen Ver­trags auf den Ersatz­teil­groß­han­del spe­zia­li­siert hat­te und die­ser Groß­han­dels­tä­tig­keit des Händ­lers durch eine Umstruk­tu­rie­rung des Ver­triebs­sys­tems des Her­stel­lers zu einem wesent­li­chen Teil der Boden ent­zo­gen wor­den ist [1].

Bun­des­ge­richts­hof„ Urteil vom 9. Dezem­ber 2009 – VIII ZR 91/​08

  1. im Anschluss an NGH, Urtei­le vom 18.07.2007 – VIII ZR 227/​06, WM 2007, 2078; und vom 18.06.2008 – VIII ZR 154/​06, WM 2008, 2076[]