Die über­zo­ge­ne Mah­nung – und die Ver­zugs­zin­sen

Der Gläu­bi­ger kann aus einer Mah­nung kei­ne Rech­te her­lei­ten, wenn er eine weit über­setz­te For­de­rung gel­tend macht 1.

Die über­zo­ge­ne Mah­nung – und die Ver­zugs­zin­sen

Dies war in dem hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Ver­fah­ren der Fall, da die Klä­ger in ihrem Schrei­ben eines zu hohen Betra­ges zuzüg­lich weit über­setz­ter Zin­sen als Nut­zungs­er­satz begehr­ten. Und dass die Schuld­ne­rin die Erfül­lung der berech­tig­ten Kon­dik­ti­ons­an­sprü­che zu einem bestimm­ten Zeit­punkt vor Kla­ge­er­he­bung i.S. des § 286 Abs. 2 Nr. 3 BGB ernst­haft und end­gül­tig ver­wei­ger­te, haben die Klä­ger mit der all­ge­mei­nen Behaup­tung einer "Ver­wei­ge­rung der Aus­zah­lung des kor­rek­ten Betra­ges" nicht dar­ge­tan.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 29. Juli 2015 – IV ZR 384/​14

  1. BGH, Urteil vom 13.11.1990 – XI ZR 217/​89, NJW 1991, 1286 unter – III m.w.N.; OLG Stutt­gart VersR 2015, 561, 565; Palandt/​Grüneberg, BGB 74. Aufl. § 286 Rn.20 m.w.N.; Reiff, r+s 2015, 105, 113[]