Grund­dienst­bar­kei­ten – und die Grund­buch­be­rei­ni­gung in den neu­en Bun­des­län­dern

§ 9a Abs. 1 Satz 1 GBBerG ist nach sei­nem Sinn und Zweck ein­schrän­kend aus­zu­le­gen.

Grund­dienst­bar­kei­ten – und die Grund­buch­be­rei­ni­gung in den neu­en Bun­des­län­dern

Die Norm erfasst nur Anla­gen, die dem aus der Dienst­bar­keit Berech­tig­ten am 3.10.1990 förm­lich oder fak­tisch als Eigen­tum zuge­wie­sen und jeden­falls der Sache nach Schein­be­stand­tei­le des Grund­stücks waren, auf dem sie ste­hen.

Der Gesetz­ge­ber hat ledig­lich eine Unsi­cher­heit über die Rechts­la­ge klar­stel­len wol­len 1. Nichts spricht dafür, dass er den Grund­stücks­ei­gen­tü­mern das Eigen­tum an ande­ren Anla­gen ent­zie­hen und den Dienst­bar­keits­be­rech­tig­ten zuwei­sen woll­te.

Nichts spricht dafür, dass er den Grund­stücks­ei­gen­tü­mern das Eigen­tum an ande­ren Anla­gen ent­zie­hen und den Dienst­bar­keits­be­rech­tig­ten zuwei­sen woll­te.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 9. März 2017 – V ZR 109/​16

  1. BT-Drs. 13/​11041 S. 32[]