Nach § 78b Abs. 1 ZPO hat das Prozessgericht einer Partei auf ihren Antrag einen Rechtsanwalt beizuordnen, wenn die Partei einen zu ihrer Vertretung bereiten Rechtsanwalt nicht findet und die Rechtsverfolgung oder Rechtsverteidigung nicht mutwillig oder aussichtslos erscheint.
Die Beiordnung eines Notanwalts setzt voraus, dass eine Partei alle ihr zumutbaren Anstrengungen unternommen hat, einen zu ihrer Vertretung bereiten Rechtsanwalt zu finden.
Im Rechtsmittelverfahren vor dem Bundesgerichtshof muss eine Partei insoweit – innerhalb der Rechtsmittelfrist1 – substantiiert darlegen und nachweisen, sich ohne Erfolg zumindest an mehr als vier Rechtsanwälte gewandt zu haben2.
Bundesgerichtshof, Beschluss vom 24. November 2016 – III ZA 22/16
- vgl. nur BGH, Beschlüsse vom 24.08.2011 – V ZA 14/11, WuM 2011, 699 Rn. 3; vom 12.06.2012 – VIII ZB 80/11 9; und vom 18.12 2012 – VIII ZR 239/12, NJW 2013, 1011 Rn. 3; Bundesgerichtshof, Beschlüsse vom 27.11.2014 – III ZR 211/14 3; und vom 30.04.2015 – III ZR 63/15 4[↩]
- vgl. nur BGH, Beschlüsse vom 16.02.2004 – IV ZR 290/03, NJW-RR 2004, 864; vom 25.01.2007 – IX ZB 186/06, FamRZ 2007, 635; vom 28.06.2010 – IX ZA 26/10, WuM 2010, 649 Rn. 1; und vom 19.01.2011 – IX ZA 2/11, WuM 2011, 323 Rn. 2; BGH, Beschlüsse vom 27.11.2014 und 30.04.2015, jeweils aaO[↩]











