Recht­li­ches Gehör – und die Ent­schei­dungs­grün­de

Die Gerich­te sind nach Art. 103 Abs. 1 GG ver­pflich­tet, das Vor­brin­gen der Par­tei­en zur Kennt­nis zu neh­men und in Erwä­gung zu zie­hen. Hin­ge­gen ist es nicht erfor­der­lich, alle Ein­zel­punk­te des Par­tei­vor­trags auch aus­drück­lich zu beschei­den 1.

Recht­li­ches Gehör – und die Ent­schei­dungs­grün­de

Nach § 544 Abs. 4 Satz 2 ZPO kann das Revi­si­ons­ge­richt von einer Begrün­dung des Beschlus­ses, mit dem es über die Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de ent­schei­det, abse­hen, wenn die­se nicht geeig­net wäre, zur Klä­rung der Vor­aus­set­zun­gen bei­zu­tra­gen, unter denen eine Revi­si­on zuzu­las­sen ist.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 9. Sep­tem­ber 2019 – VI ZR 69/​19

  1. BVerfGE 96, 205, 216 f.; BGH, Beschluss vom 24.02.2005 – III ZR 263/​04 NJW 2005, 1432 f.[]