Rechts­mit­tel gegen die Nicht­an­er­ken­nung aus­län­di­scher Ent­schei­dun­gen nach der Brüs­sel II-VO

Gegen die in einem Ver­fah­ren auf Nicht­an­er­ken­nung einer in einem Mit­glied­staat ergan­ge­nen Ent­schei­dung gemäß Art. 21 Abs. 3 Brüs­sel II a‑VO ist die Rechts­be­schwer­de statt­haft. Die Rechts­be­schwer­de ist nach §§ 32, 28 IntFamRVG i.V.m. § 574 Abs. 2 ZPO nur zuläs­sig, wenn die Rechts­sa­che grund­sätz­li­che Bedeu­tung hat oder die Fort­bil­dung des Rechts oder die Siche­rung einer ein­heit­li­chen Recht­spre­chung eine Ent­schei­dung des Rechts­be­schwer­de­ge­richts erfor­dert. Der Rechts­be­schwer­de­füh­rer hat die­se Zuläs­sig­keits­vor­aus­set­zun­gen dar­zu­le­gen (§§ 32, 29 IntFamRVG i.V.m. § 575 Abs. 3 Nr. 2 ZPO).

Rechts­mit­tel gegen die Nicht­an­er­ken­nung aus­län­di­scher Ent­schei­dun­gen nach der Brüs­sel II-VO

Gemäß § 32 i.V.m. § 28 IntFamRVG fin­det gegen den Beschluss des Ober­lan­des­ge­richts die Rechts­be­schwer­de zum Bun­des­ge­richts­hof nach Maß-gabe des § 574 Abs. 1 Nr. 1, Abs. 2 ZPO statt. Nach § 32 i.V.m. § 29 Satz 1 IntFamRVG ist § 575 Abs. 1 bis 4 ZPO ent­spre­chend anzu­wen­den. Gemäß § 575 Abs. 3 Nr. 2 ZPO muss die Begrün­dung der Rechts­be­schwer­de in den Fäl­len des § 574 Abs. 1 Nr. 1 ZPO, also wenn die Rechts­be­schwer­de – wie hier – auf­grund aus­drück­li­cher gesetz­li­cher Bestim­mung statt­haft ist, eine Dar­le­gung zu den Zuläs­sig­keits­vor­aus­set­zun­gen des § 574 Abs. 2 ZPO ent­hal­ten. Danach ist die Rechts­be­schwer­de nur zuläs­sig, wenn die Rechts­sa­che grund­sätz­li­che Bedeu­tung hat (Nr. 1) oder die Fort­bil­dung des Rechts oder die Siche­rung einer ein­heit­li­chen Recht­spre­chung eine Ent­schei­dung des Rechts­be­schwer­de­ge­richts erfor­dert (Nr. 2).

Der Beschwer­de­füh­rer muss den Zulas­sungs­grund bzw. die Zulas­sungs­vor­aus­set­zun­gen nicht nur benen­nen, son­dern auch zu den jewei­li­gen Vor­aus­set­zun­gen sub­stan­ti­iert vor­tra­gen [1].

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 25. Juli 2012 – XII ZB 170/​11

  1. BGH, Beschluss vom 25.03.2010 – V ZB 159/​09, NJW-RR 2010, 784 Rn. 5[]