Rechts­mit­tel gegen ein Aus­kunfts­ur­teil – und der Wert der Beschwer

Im Fal­le der Ein­le­gung eines Rechts­mit­tels gegen die Ver­ur­tei­lung zur Aus­kunft oder zur Rech­nungs­le­gung ist nach der stän­di­gen Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs für die Bemes­sung der Beschwer abge­se­hen von etwai­gen Geheim­hal­tungs­in­ter­es­sen, die im Streit­fall kei­ne Rol­le spie­len auf den Auf­wand an Zeit und Kos­ten abzu­stel­len, den die Erfül­lung des zuer­kann­ten Anspruchs erfor­dert [1].

Rechts­mit­tel gegen ein Aus­kunfts­ur­teil – und der Wert der Beschwer

Inner­halb der Begrün­dungs­frist muss daher nicht nur das Vor­lie­gen von Zulas­sungs­grün­den vor­ge­tra­gen, son­dern auch dar­ge­legt wer­den, dass die Beschwer die gesetz­lich vor­ge­se­he­ne Min­dest­sum­me über­steigt [2].

Geht es wie hier um einen unbe­zif­fer­ten Antrag, ist der Wert der Beschwer glaub­haft zu machen [3], sofern sich nicht aus den Umstän­den des kon­kre­ten Fal­les ohne wei­te­res ergibt, dass die Wert­gren­ze über­schrit­ten wird [4].

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 22. Mai 2013 – X ZR 49/​11

  1. BGH, Beschlüs­se vom 22.03.2010 – II ZR 75/​09, NJW-RR 2010, 786 Rn. 2; vom 29.06.2010 – X ZR 51/​09, GRUR 2010, 1035 Rn. 4 Wert der Beschwer; vom 09.02.2012 – III ZB 55/​11, ZEV 2012, 270 Rn. 7 mwN; vom 22.02.2012 – III ZR 301/​11, NJW-RR 2012, 888 Rn. 5[]
  2. BGH, Beschlüs­se vom 27.06.2002 – V ZR 148/​02, NJW 2002, 2720, 2721; vom 23.10.2002 – IV ZR 154/​02, NJW-RR 2003, 159; vom 17.07.2003 – XI ZR 93/​02, BGHR EGZPO § 26 Nr. 8 Dar­le­gun­gen 1; Krü­ger in Münch­Komm-ZPO, 4. Aufl., § 544 Rn. 4; Ball in Musielak, ZPO, 10. Aufl., § 544 Rn.20a; Acker­mann in Prütting/​Gehrlein, ZPO, 4. Aufl., § 544 Rn. 7[]
  3. BGH, Beschluss vom 25.07.2002 – VI ZR 118/​02, NJW 2002, 3180; Acker­mann, aaO Rn. 8[]
  4. BVerfG, Beschluss vom 06.02.2007 – 1 BvR 191/​06, NJW-RR 2007, 862[]