Im Falle der Einlegung eines Rechtsmittels gegen die Verurteilung zur Auskunft oder zur Rechnungslegung ist nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs für die Bemessung der Beschwer abgesehen von etwaigen Geheimhaltungsinteressen, die im Streitfall keine Rolle spielen auf den Aufwand an Zeit und Kosten abzustellen, den die Erfüllung des zuerkannten Anspruchs erfordert1.
Innerhalb der Begründungsfrist muss daher nicht nur das Vorliegen von Zulassungsgründen vorgetragen, sondern auch dargelegt werden, dass die Beschwer die gesetzlich vorgesehene Mindestsumme übersteigt2.
Geht es wie hier um einen unbezifferten Antrag, ist der Wert der Beschwer glaubhaft zu machen3, sofern sich nicht aus den Umständen des konkreten Falles ohne weiteres ergibt, dass die Wertgrenze überschritten wird4.
Bundesgerichtshof, Beschluss vom 22. Mai 2013 – X ZR 49/11
- BGH, Beschlüsse vom 22.03.2010 – II ZR 75/09, NJW-RR 2010, 786 Rn. 2; vom 29.06.2010 – X ZR 51/09, GRUR 2010, 1035 Rn. 4 Wert der Beschwer; vom 09.02.2012 – III ZB 55/11, ZEV 2012, 270 Rn. 7 mwN; vom 22.02.2012 – III ZR 301/11, NJW-RR 2012, 888 Rn. 5[↩]
- BGH, Beschlüsse vom 27.06.2002 – V ZR 148/02, NJW 2002, 2720, 2721; vom 23.10.2002 – IV ZR 154/02, NJW-RR 2003, 159; vom 17.07.2003 – XI ZR 93/02, BGHR EGZPO § 26 Nr. 8 Darlegungen 1; Krüger in MünchKomm-ZPO, 4. Aufl., § 544 Rn. 4; Ball in Musielak, ZPO, 10. Aufl., § 544 Rn.20a; Ackermann in Prütting/Gehrlein, ZPO, 4. Aufl., § 544 Rn. 7[↩]
- BGH, Beschluss vom 25.07.2002 – VI ZR 118/02, NJW 2002, 3180; Ackermann, aaO Rn. 8[↩]
- BVerfG, Beschluss vom 06.02.2007 – 1 BvR 191/06, NJW-RR 2007, 862[↩]











