Sofor­ti­ges Aner­kennt­nis – trotz Anzei­ge der Ver­tei­di­gungs­be­reit­schaft

Nach § 93 ZPO sind dem Klä­ger die Pro­zess­kos­ten auf­zu­er­le­gen, wenn der Beklag­te kei­ne Ver­an­las­sung zur Kla­ge­er­he­bung gege­ben hat und den gel­tend gemach­ten Anspruch sofort aner­kennt.

Sofor­ti­ges Aner­kennt­nis – trotz Anzei­ge der Ver­tei­di­gungs­be­reit­schaft

Wann das Aner­kennt­nis im Sin­ne von § 93 ZPO sofort erklärt wird, bestimmt sich danach, ob das Gericht einen frü­he­ren ers­ten Ter­min bestimmt oder ein schrift­li­ches Vor­ver­fah­ren anord­net.

Im Fall des schrift­li­chen Vor­ver­fah­rens muss das Aner­kennt­nis nicht schon in der Ver­tei­di­gungs­an­zei­ge erklärt wer­den.

Es kann viel­mehr, sofern die Ver­tei­di­gungs­er­klä­rung kei­nen Sach­an­trag ankün­digt oder das Kla­ge­vor­brin­gen bestrei­tet, noch in der frist­ge­recht ein­ge­reich­ten Kla­ge­er­wi­de­rung erklärt wer­den 1.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 22. Okto­ber 2015 – V ZB 93/​13

  1. BGH, Beschluss vom 30.05.2006 – VI ZB 64/​05, BGHZ 168, 57 Rn. 22[]
  2. Alt­ham­mer, in: Zöl­ler, 32. Aufl.2018, § 52, Rn. 1[]