Neue Rege­lun­gen im Bereich der Gemein­nüt­zig­keit

Der Deut­sche Bun­des­tag hat das „Gesetz zur wei­te­ren Stär­kung des bür­ger­schaft­li­chen Enga­ge­ments“ ver­ab­schie­det. Mit dem Gesetz sol­len das Gemein­nüt­zig­keits- und Spen­den­recht in Teil­be­rei­chen neu gere­gelt wer­den. Das Gesetz wird im Sep­tem­ber abschlie­ßend im Bun­des­rat bera­ten. Stimmt auch der Bun­des­rat zu, soll es rück­wir­kend zum 1. Janu­ar 2007 in Kraft tre­ten. Steu­er­pflich­ti­ge kön­nen dann wäh­len, ob sie für das Steu­er­ver­an­la­gungs­jahr 2007 noch das alte oder bereits das neue Recht in Anspruch neh­men.

Neue Rege­lun­gen im Bereich der Gemein­nüt­zig­keit

Das Gesetz bringt unter ande­rem fol­gen­de Ände­run­gen:

  • Ver­ein­heit­li­chung und Anhe­bung der Höchst­gren­zen für den Spen­den­ab­zug von bis­her 5% zur För­de­rung kirch­li­cher, reli­giö­ser und gemein­nüt­zi­ger Zwe­cke bzw. 10 % für mild­tä­ti­ge, wis­sen­schaft­li­che und als beson­ders för­de­rungs­wür­dig aner­kann­te kul­tu­rel­le Zwe­cke auf 20 % des Gesamt­be­tra­ges der Ein­künf­te für alle för­de­rungs­wür­di­gen Zwe­cke.
  • Ver­dop­pe­lung der Umsatz­gren­ze für den Spen­den­ab­zug.
  • Abschaf­fung des zeit­lich begrenz­ten Vor- und Rück­trags beim Abzug von Großspen­den und der zusätz­li­chen Höchst­gren­ze für Spen­den an Stif­tun­gen. Dafür Ein­füh­rung eines zeit­lich unbe­grenz­ten Spen­den­vor­trags.
  • Sen­kung des Sat­zes, mit dem pau­schal für unrich­ti­ge Zuwen­dungs­be­stä­ti­gun­gen und fehl­ver­wen­de­te Zuwen­dun­gen zu haf­ten ist, von 40 % auf 30 % der Zuwen­dun­gen.
  • Ein­füh­rung einer steu­er­frei­en Pau­scha­le für alle Ver­ant­wor­tungs­trä­ger in Ver­ei­nen in Höhe von 500 ?.
  • Erleich­ter­ter Spen­den­nach­weis bis 200 ?.