Ver­ur­tei­lung zur Aus­kunft – und die Beschwer

Nach stän­di­ger Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs ist bei einer Ver­ur­tei­lung zur Aus­kunft (gege­be­nen­falls zusätz­lich ver­bun­den mit Rech­nungs­le­gung) für die Bemes­sung des Werts des Beschwer­de­ge­gen­stan­des das Inter­es­se des Rechts­mit­tel­füh­rers maß­ge­bend, die Aus­kunft nicht ertei­len und kei­ne Rech­nung legen zu müs­sen.

Ver­ur­tei­lung zur Aus­kunft – und die Beschwer

Abge­se­hen von dem Fall eines beson­de­ren Geheim­hal­tungs­in­ter­es­ses kommt es auf den Auf­wand an Zeit und Kos­ten an, den die Ertei­lung der geschul­de­ten Aus­kunft und Rech­nungs­le­gung erfor­dert [1].

Kos­ten für die Hin­zu­zie­hung von sach­kun­di­gen Hilfs­per­so­nen kön­nen nur berück­sich­tigt wer­den, wenn sie zwangs­läu­fig ent­ste­hen, weil der Aus­kunfts­pflich­ti­ge zu einer sach­ge­rech­ten Aus­kunfts­er­tei­lung allein nicht in der Lage ist. Das kommt nur in Aus­nah­me­fäl­len in Betracht, etwa bei Anga­ben zu grö­ße­ren Unter­neh­mens­be­tei­li­gun­gen für län­ger zurück­lie­gen­de Zeit­räu­me [2].

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 13. April 2016 – IV ZB 40/​15

  1. BGH, Beschlüs­se vom 28.01.2015 – IV ZB 31/​14 3; vom 04.06.2014 – IV ZB 2/​14, ZEV 2014, 424 Rn. 8; vom 09.11.2011 – IV ZB 23/​10, ZEV 2012, 149 Rn. 13; vom 10.03.2010 – IV ZR 255/​08, FamRZ 2010, 891 Rn. 6[]
  2. BGH, Beschluss vom 10.03.2010 aaO[]