Eröff­nung des Insol­venz­ver­fah­rens – und die Rechts­be­schwer­de

Für das Ver­fah­ren über die Eröff­nung eines Insol­venz­ver­fah­rens ist eine Rechts­be­schwer­de, da sie im Gesetz nicht aus­drück­lich bestimmt ist (§ 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 ZPO), nicht eröff­net, wenn nicht das Land­ge­richt als Beschwer­de­ge­richt die Rechts­be­schwer­de zuge­las­sen hat (§ 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 ZPO).

Eröff­nung des Insol­venz­ver­fah­rens – und die Rechts­be­schwer­de

Gegen die im ange­foch­te­nen Beschluss aus­drück­lich erfolg­te Nicht­zu­las­sung der Rechts­be­schwer­de fin­det – anders als bei der Revi­si­on – auch kei­ne Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de statt 1.

Der Weg der außer­or­dent­li­chen Beschwer­de ist nicht eröff­net 2 und ver­fas­sungs­recht­lich auch nicht gebo­ten 3.

Dane­ben konn­te im vor­lie­gen­den Fall dahin­ste­hen, dass der Rechts­be­schwer­de auch des­halb der Erfolg ver­sagt blie­be, weil der Schuld­ner nicht durch einen beim Bun­des­ge­richts­hof zuge­las­se­nen Rechts­an­walt ver­tre­ten ist (§ 78 Abs. 1 Satz 3 ZPO).

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 9. August 2017 – IX ZB 20/​17

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 16.11.2006 – IX ZA 26/​06, WuM 2007, 41[]
  2. BGH, Beschluss vom 07.03.2002 – IX ZB 11/​02, BGHZ 150, 133 ff[]
  3. vgl. BVerfGE 107, 395 ff[]