Der Anfechtungsanspruch entsteht mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens1.
Selbst wenn der Anspruch jedoch bereits mit der Verwirklichung des Anfechtungstatbestandes entstehen und die Eröffnung des Insolvenzverfahrens nur eine aufschiebende Bedingung, keine Anspruchsvoraussetzung darstellen würde, änderte sich im Ergebnis nichts. Nach allgemeinem Zivilrecht beginnt die Verjährungsfrist bei aufschiebend bedingten Ansprüchen erst mit Eintritt der Bedingung. Erst dann sind diese Ansprüche im Sinne von § 199 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 BGB „entstanden“2.
Bundesgerichtshof, Beschluss vom 20. November 2014 – IX ZR 275/13
- RGZ 30, 71, 74; BGH, Urteil vom 03.12 1954 – V ZR 96/53, BGHZ 15, 333, 337; vom 09.07.1987 – IX ZR 167/86, BGHZ 101, 286, 288; Beschluss vom 29.04.2004 – IX ZB 225/03, WM 2004, 1390; vom 18.12 2008 – IX ZB 46/08, ZInsO 2009, 495 Rn. 10; vom 23.09.2010 – IX ZB 204/09, NZI 2011, 73 Rn. 11; vom 24.03.2011 – IX ZB 36/09, WM 2011, 998 Rn. 6; vom 06.12 2012 – IX ZB 84/12, WM 2013, 91 Rn. 6; vom 07.02.2013 – IX ZB 286/11, WM 2013, 472 Rn. 12[↩]
- BGH, Urteil vom 22.01.1987 – VII ZR 88/85, NJW 1987, 2743, 2745 mit Nachweisen der älteren Rspr.; vom 12.07.2013 – V ZR 122/12, NJW 2013, 3779 Rn.19; MünchKomm-BGB/Grothe, 6. Aufl., § 199 Rn. 6; vgl. auch MünchKomm-InsO/Kirchhof, 3. Aufl., § 146 Rn. 8[↩]











