WEG-Ver­fah­ren – Streit­wert und Beschwer

Der in woh­nungs­ei­gen­tums­recht­li­chen Ver­fah­ren gemäß § 49a GKG bestimm­te Streit­wert ent­spricht in der Regel nicht der für die Zuläs­sig­keit eines Rechts­mit­tels maß­geb­li­chen Beschwer des Rechts­mit­tel­füh­rers.

WEG-Ver­fah­ren – Streit­wert und Beschwer

Der Wert der Beschwer bemisst sich nach dem Inter­es­se des Rechts­mit­tel­füh­rers an der Abän­de­rung der ange­foch­te­nen Ent­schei­dung. Die­ses Inter­es­se ist unter wirt­schaft­li­chen Gesichts­punk­ten zu bewer­ten 1. Nichts ande­res gilt in woh­nungs­ei­gen­tums­recht­li­chen Ver­fah­ren.

Das Ände­rungs­in­ter­es­se des Rechts­mit­tel­füh­rers erhöht oder ermä­ßigt sich nicht dadurch, dass bei der Bemes­sung des Streit­werts auch eine Rei­he von ande­ren Kri­te­ri­en Berück­sich­ti­gung fin­det; infol­ge­des­sen ent­spricht der gemäß § 49a GKG bestimm­te Streit­wert in der Regel nicht der für die Zuläs­sig­keit eines Rechts­mit­tels maß­geb­li­chen Beschwer 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 17. Novem­ber 2016 – V ZR 86/​16

  1. vgl. BGH, Urteil vom 24.11.1971 – VIII ZR 80/​71, BGHZ 57, 301, 302 mwN[]
  2. vgl. auch BGH, Beschluss vom 09.02.2012 – V ZB 211/​11, ZWE 2012, 224 Rn. 4; Suil­mann in Jen­ni­ßen, WEG, 4. Aufl., § 49a GKG Rn. 24 ff.[]