Sachliche Hinweise entsprechen der pflichtgemäßen richterlichen Vorbereitung und Prozessförderung einschließlich der Pflicht zu Hinweisen, zur Gehörsgewährung und zum Hinwirken auf gütliche Beilegung (§§ 76, 79, 96 FGO, Art. 103 Abs. 1 GG; ferner § 155 FGO i.V.m. § 139 ZPO)1.
Weder eine negative Einschätzung der Erfolgsaussicht noch eine unrichtige Auffassung begründen eine Besorgnis der – persönlichen – Befangenheit des Richters.
Eine möglicherweise für eine Seite negative Einschätzung der Erfolgsaussicht begründet kein Misstrauen in die Unparteilichkeit des gemäß Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG zur Entscheidung berufenen gesetzlichen Richters2.
Selbst wenn eine sachlich geäußerte richterliche Auffassung unrichtig sein sollte, ließe sich daraus nach allgemeiner Auffassung keine Besorgnis der – persönlichen – Befangenheit herleiten3.
Finanzgericht Hamburg, Beschluss vom 11. März 2011 – 3 V 15/11
- vgl. Hartmann in Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann, ZPO, 69. A., § 42 Rd. 12, 41 „Hinweis“, Rd. 44 „Rechtsbeurteilung“; Mannebeck in Prütting/Gehrlein, ZPO, § 42 Rd. 26; Vollkommer in Zöller, ZPO, 28. A., § 42 Rd. 26, 31[↩]
- vgl. Hartmann in Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann, ZPO, 69. A., § 42 Rd. 15 „Anfrage“, Rd. 45 „Unliebsamkeit“, „Vertretbarkeit“; Mannebeck in Prütting/Gehrlein, ZPO, § 42 Rd. 24, 31; Vollkommer in Zöller, ZPO, 28. A., § 42 Rd. 28; jeweils m.w.N. der ständ. Rspr.[↩]
- vgl.; Mannebeck in Prütting/Gehrlein, ZPO, § 42 Rd. 28, 31, 32; Brandis in Tipke/Kruse, AO/FGO, § 51 FGO Rd. 21; Vollkommer in Zöller, ZPO, 28. A., § 42 Rd. 28; jeweils m.w.N. der ständ. Rspr.[↩]











