Befris­te­ter Arbeits­ver­trag – und der unselb­stän­di­ge Annex­ver­trag

Ein unselb­stän­di­ger Annex­ver­trag, in dem das Ende des befris­te­ten Arbeits­ver­hält­nis­ses kor­ri­giert wird, ist regel­mä­ßig Bestand­teil der Prü­fung der Recht­mä­ßig­keit der vor­an­ge­gan­ge­nen Befris­tung.

Befris­te­ter Arbeits­ver­trag – und der unselb­stän­di­ge Annex­ver­trag

Um einen sol­chen unselb­stän­di­gen Annex­ver­trag han­delt es sich aber nur bei einer Ver­ein­ba­rung,

  • die auf eine ver­hält­nis­mä­ßig gering­fü­gi­ge Kor­rek­tur des im frü­he­ren Ver­trag ver­ein­bar­ten End­zeit­punkts des Arbeits­ver­hält­nis­ses gerich­tet ist,
  • die sich am Sach­grund für die Befris­tung des frü­he­ren Ver­trags ori­en­tiert und
  • allein in der Anpas­sung der ursprüng­lich ver­ein­bar­ten Ver­trags­lauf­zeit an erst spä­ter ein­tre­ten­de, zum Zeit­punkt des vor­an­ge­gan­ge­nen Ver­trags­schlus­ses nicht vor­her­seh­ba­re Umstän­de besteht.

Den Par­tei­en darf es mit­hin nur dar­um gegan­gen sein, die Lauf­zeit des alten Ver­trags mit dem Sach­grund der Befris­tung in Ein­klang zu brin­gen 1.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Urteil vom 24. Febru­ar 2016 – 7 AZR 182/​14

  1. vgl. BAG 6.10.2010 – 7 AZR 397/​09, Rn. 13, BAGE 136, 17; 25.03.2009 – 7 AZR 34/​08, Rn. 9 mwN; 7.11.2007 – 7 AZR 484/​06, Rn. 13 mwN[]