Revi­si­ons­be­grün­dung in Arbeits­ge­richts­ver­fah­ren – und die Sach­rü­ge

Nach § 72 Abs. 5 ArbGG iVm. § 551 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 ZPO gehört zum not­wen­di­gen Inhalt der Revi­si­ons­be­grün­dung die Anga­be der Revi­si­ons­grün­de. Bei einer Sach­rü­ge muss der ver­meint­li­che Rechts­feh­ler des Lan­des­ar­beits­ge­richts so auf­ge­zeigt wer­den, dass Gegen­stand und Rich­tung des Revi­si­ons­an­griffs erkenn­bar sind.

Revi­si­ons­be­grün­dung in Arbeits­ge­richts­ver­fah­ren – und die Sach­rü­ge

Dazu muss die Revi­si­ons­be­grün­dung eine kon­kre­te Aus­ein­an­der­set­zung mit den Grün­den des ange­foch­te­nen Urteils ent­hal­ten. Bei meh­re­ren Streit­ge­gen­stän­den muss für jeden eine sol­che Begrün­dung gege­ben wer­den. Fehlt sie zu einem Streit­ge­gen­stand, ist das Rechts­mit­tel inso­weit unzu­läs­sig 1.

Dabei sind von­ein­an­der zu unter­schei­den­de Lebens­sach­ver­hal­te unter­schied­li­che Streit­ge­gen­stän­de iSd. § 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO 2.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Urteil vom 13. August 2019 – 1 AZR 213/​18

  1. BAG 12.06.2019 – 1 AZR 154/​17, Rn. 15 mwN[]
  2. zum Streit­ge­gen­stands­be­griff vgl. BAG 20.02.2018 – 1 AZR 787/​16, Rn. 12[]