"Kanz­lei & Beruf" im August 2015

AugustDas war "Kanz­lei & Beruf" im August 2015:

Zah­lungs­un­wil­lig­keit – und der ver­mu­te­te Ver­mö­gens­ver­fall

Der Ein­wand der Zah­lungs­un­wil­lig­keit ist zwar unbe­acht­lich, wenn und soweit der Schuld­ner zugleich zah­lungs­un­fä­hig ist 1. Die hart­nä­cki­ge, kei­nen ver­nünf­ti­gen Argu­men­ten mehr zugäng­li­che und ohne Rück­sicht auf die Fol­gen auf­recht­erhal­te­ne Wei­ge­rung, eine gering­fü­gi­ge For­de­rung von eini­gen hun­dert Euro zu beglei­chen, kann jedoch dann kei­nen Ver­mö­gens­ver­fall im berufs­recht­li­chen Sin­ne bedeu­ten, wenn die Ver­mö­gens­ver­hält­nis­se des Anwalts im Übri­gen geord­net sind.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 10. Juli 2015 – AnwZ (Brfg) 25/​14

  1. vgl. für den insol­venz­recht­li­chen Begriff der Zah­lungs­un­fä­hig­keit BGH, Urteil vom 15.03.2012 – IX ZR 239/​09, WM 2012, 711 Rn. 18; Beschluss vom 10.07.2014 – IX ZR 287/​13, ZIn­sO 2014, 1661 Rn. 6[]