Natu­ral­un­ter­halt für die Eltern

Betreut ein Kind einen pfle­ge­be­dürf­ti­gen Eltern­teil kann er sei­ne Unter­halts­pflicht durch die damit in Natur erbrach­ten Unter­halts­leis­tun­gen erfül­len. Dane­ben besteht dann kein Anspruch auf eine Geld­ren­te. Damit ent­fällt ein zivil­recht­li­cher Unter­halts­an­spruch, der auf den Trä­ger der Sozi­al­hil­fe über­ge­hen könn­te.

Natu­ral­un­ter­halt für die Eltern

Erbringt ein Kind erheb­li­che Leis­tun­gen zur häus­li­chen Pfle­ge, stellt sich die Inan­spruch­nah­me auf ergän­zen­den Bar­un­ter­halt zugleich als unzu­mut­ba­re Här­te im Sin­ne von § 94 Abs. 3 Nr. 2 SGB XII dar. Dies gilt ins­be­son­de­re dann, wenn der Leis­tungs­trä­ger durch die fami­liä­re Pfle­ge wei­te­re Leis­tun­gen erspart, die das von ihm nach § 64 SGB XII zu zah­len­de Pfle­ge­geld noch deut­lich über­stei­gen.

Ober­lan­des­ge­richt Olden­burg, Urteil vom 14. Janu­ar 2010 – 14 UF 134/​09