Tei­lungs­kos­ten im Ver­sor­gungs­aus­gleich

Mit den Tei­lungs­kos­ten gemäß § 13 VersAus­glG kann der Ver­sor­gungs­trä­ger den Auf­wand ersetzt ver­lan­gen, der ihm durch die Auf­nah­me des zusätz­li­chen Ver­sor-gungs­be­rech­tig­ten in sein Ver­sor­gungs­sys­tem ent­steht. Erfasst wer­den daher auch die im Rah­men der Kon­ten­ver­wal­tung erwach­sen­den Mehr­kos­ten [1].
Dabei sind also nicht nur die im unmit­tel­ba­ren Zusam­men­hang mit der Tei­lung ent­ste­hen­den Kos­ten, also die Kos­ten für die Ein­rich­tung des neu­en Ver­si­che­rungs­kon­tos ersatz­fä­hig, son­dern auch die für die Ver­wal­tung des Ver­si­che­rungs­kon­tos des neu hin­zu­ge­kom­me­nen Ver­si­che­rungs­neh­mers ent­ste­hen­den Fol­ge­kos­ten.

Tei­lungs­kos­ten im Ver­sor­gungs­aus­gleich

Gemäß § 13 VersAus­glG kann der Ver­sor­gungs­trä­ger die bei der inter­nen Tei­lung nach §§ 10 ff. VersAus­glG ent­ste­hen­den Kos­ten jeweils hälf­tig mit den Anrech­ten bei­der Ehe­gat­ten ver­rech­nen, soweit sie ange­mes­sen sind.

Der Ver­sor­gungs­trä­ger kann mit den Tei­lungs­kos­ten nach § 13 VersAus­glG den gesam­ten Auf­wand ersetzt ver­lan­gen, der ihm durch die Auf­nah­me des zusätz­li­chen Ver­sor­gungs­be­rech­tig­ten in sein Ver­sor­gungs­sys­tem ent­steht [2]. Unab­hän­gig von der For­mu­lie­rung „bei“ der inter­nen Tei­lung ergibt eine Aus­le­gung der Vor­schrift unter Berück­sich­ti­gung der gesetz­ge­be­ri­schen Inten­ti­on, dass die „durch“ die inter­ne Tei­lung ent­ste­hen­den Kos­ten von den Ehe­leu­ten hälf­tig zu tra­gen sind. Denn mit § 13 VersAus­glG soll sicher­ge­stellt wer­den, „dass der orga­ni­sa­to­ri­sche Mehr­auf­wand der Ver­sor­gungs­trä­ger ver­gü­tet wird“ und die inter­ne Tei­lung für den Ver­sor­gungs­trä­ger kos­ten­neu­tral erfolgt [3]. Erfasst wer­den daher neben den Kos­ten für die Ein­rich­tung eines neu­en Kon­tos auch die im Rah­men der Kon­ten­ver­wal­tung erwach­sen­den Mehr­kos­ten [4].

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 11. Juli 2012 – XII ZB 459/​11

  1. im Anschluss an BGH, Beschlüs­se vom 04.04.2012 – XII ZB 310/​11, FamRZ 2012, 942, Rn. 14; und vom 01.02.2012 – XII ZB 172/​11, FamRZ 2012, 610 Rn. 40 ff.[]
  2. BGH, Beschlüs­se vom 04.04.2012 – XII ZB 310/​11, FamRZ 2012, 942 Rn. 14 und vom 01.02.2012 – XII ZB 172/​11, FamRZ 2012, 610 Rn. 40 ff.[]
  3. BT-Drucks. 16/​10144 S. 43, 57[]
  4. vgl. BGH, Beschlüs­se vom 04.04.2012 XII ZB 310/​11, FamRZ 2012, 942 Rn. 14 und vom 01.02.2012 XII ZB 172/​11, FamRZ 2012, 610 Rn. 40 ff.[]