Vater­schafts­an­fech­tung – und der Tod des anfech­ten­den Vaters

Aus dem grund­recht­li­chen Schutz fami­liä­rer Bin­dun­gen zwi­schen nahen Ver­wand­ten (Art. 6 Abs. 1 GG) 1 folgt nicht umge­kehrt, dass den Eltern des Vaters von Ver­fas­sungs wegen die Mög­lich­keit ein­ge­räumt wer­den müss­te, durch Fort­füh­rung des von ihrem Sohn ein­ge­lei­te­ten Vater­schafts­an­fech­tungs­ver­fah­rens die recht­li­che Ver­bin­dung zu ihrem – nach Ein­schät­zung des ver­stor­be­nen Soh­nes mut­maß­lich nicht bio­lo­gisch von die­sem abstam­men­den – Enkel­kind zu lösen.

Vater­schafts­an­fech­tung – und der Tod des anfech­ten­den Vaters

Damit bestä­tigt das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt die ent­spre­chen­de Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs 2.

Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Beschluss vom 23. Novem­ber 2015 – 1 BvR 2269/​15

  1. vgl. dazu BVerfGE 136, 382, 389, Rn. 23[]
  2. BGH, Beschlüs­se vom 28.07.2015 – XII ZB 670/​14 und XII ZB 671/​14[]