AdV wäh­rend des Ein­spruchs­ver­fah­rens – durch das Finanz­ge­richt

Die Gewäh­rung der Aus­set­zung der Voll­zie­hung wäh­rend des Ein­spruchs­ver­fah­rens kann auch auf einer Fol­genab­wä­gung beru­hen:

AdV wäh­rend des Ein­spruchs­ver­fah­rens – durch das Finanz­ge­richt

Die vom Finanz­ge­richt aus­ge­spro­che­ne AdV-Gewäh­rung wirkt nur bis zur Been­di­gung des Ein­spruchs­ver­fah­rens. Das FA hat es also in der Hand, die Ein­spruchs­ent­schei­dung ggf. nach wei­te­rer Auf­klä­rung des Sach­ver­halts- zügig zu erlas­sen und dadurch zunächst ein­mal das Ende der AdV her­bei­zu­füh­ren.

Eine Ableh­nung der AdV hät­te auf­grund der in der Recht­spre­chung des Bun­des­fi­nanz­hofs vor­ge­nom­me­nen wei­ten Aus­le­gung des § 69 Abs. 6 FGO 1 hin­ge­gen zur Fol­ge, dass die Antrag­stel­ler auch wäh­rend eines künf­ti­gen Kla­ge- und etwai­gen Rechts­mit­tel­ver­fah­rens im Streit­fall selbst dann kei­ne AdV mehr erlan­gen könn­ten, wenn sie ergän­zen­de Tat­sa­chen vor­trü­gen.

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 8. Febru­ar 2017 – X B 138/​16

  1. vgl. BFH, Beschlüs­se vom 04.05.2005 – XI S 7/​05, BFH/​NV 2005, 1605; und vom 08.03.2013 – III S 2/​12, BFH/​NV 2013, 960[]