Steu­er­li­che Aus­künft mit Guern­sey

Zwi­schen Deutsch­land und Guern­sey wur­de jetzt in Lon­don ein Abkom­men über den Aus­kunfts­aus­tausch in Steu­er­sa­chen unter­zeich­net. Hier­durch wird es u.a. den deut­schen Finanz­be­hör­den ermög­licht Aus­künf­te für Besteue­rungs­zwe­cke von den Behör­den aus Guern­sey zu erhal­ten. Das Abkom­men ent­spricht dem Stan­dard, wie ihn die Orga­ni­sa­ti­on für wirt­schaft­li­che Zusam­men­ar­beit und Ent­wick­lung (OECD) im Rah­men ihres Pro­gramms zur Ein­däm­mung des schäd­li­chen Steu­er­wett­be­werbs ent­wi­ckelt hat. Das bedeu­tet:

Steu­er­li­che Aus­künft mit Guern­sey

Die­ses Abkom­men bedeu­tet, dass die für die Besteue­rung rele­van­ten Infor­ma­tio­nen aus Guern­sey für den deut­schen Fis­kus (wie theo­re­tisch anders her­um deut­sche Infor­ma­tio­nen für Guern­sey) zugäng­lich sein müs­sen. Das gilt auch für Bank­in­for­ma­tio­nen sowie für Infor­ma­tio­nen über die Eigen­tü­mer von Gesell­schaf­ten sowie die Grün­der bzw. Begüns­tig­ten intrans­pa­ren­ter Rechts­trä­ger). Die­se Infor­ma­tio­nen müs­sen auf Ersu­chen der aus­län­di­schen Finanz­be­hör­den zur Ver­fü­gung gestellt wer­den. Für ein sol­ches Ersu­chen um Aus­kunft ist es dabei nicht erfor­der­lich, dass bereits ein Ver­dacht auf Steu­er­hin­ter­zie­hung besteht. Erfor­der­lich ist nur, dass ein (steu­er­li­cher) Sach­ver­halt auf­zu­klä­ren ist und dass die erbe­te­nen Aus­künf­te und Unter­la­gen für die Besteue­rung vor­aus­sicht­lich rele­vant sind.

Das Abkom­men bedarf zu sei­nem Inkraft­tre­ten noch der Rati­fi­ka­ti­on durch die gesetz­ge­ben­den Kör­per­schaf­ten in Deutsch­land und Guern­sey.