Frankfurt Skyline

Zwi­schen­ein­künf­te – und die Hin­zu­rech­nungs­be­steue­rung im Drittstaatenfall

Sind die Vor­aus­set­zun­gen der Hin­zu­rech­nungs­be­steue­rung gemäß § 7 Abs. 1 AStG erfüllt, kommt der in § 7 Abs. 6 AStG ent­hal­te­nen Rege­lung über die Hin­zu­rech­nung von Zwi­schen­ein­künf­ten mit Kapi­tal­an­la­ge­cha­rak­ter kei­ne selb­stän­di­ge Bedeu­tung mehr zu. Wirt­schaft­lich zusam­men­ge­hö­ren­de Tätig­kei­ten sind ein­heit­lich unter § 8 Abs. 1 AStG zu sub­su­mie­ren (funk­tio­na­le Betrach­tungs­wei­se). Abwei­chen­des gilt nur für Ein­zel­tä­tig­kei­ten mit einem

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Ungarisches Parlament

Zwi­schen­ein­künf­te einer unga­ri­schen Kon­zern­ge­sell­schaft – und die Hinzurechnungsbesteuerung

Die Hin­zu­rech­nung von im Wirt­schafts­jahr 2000 erziel­ten Zwi­schen­ein­künf­ten einer in Ungarn täti­gen Zwi­schen­ge­sell­schaft wird von der sog. Standstill-Klau­­sel des Art. 57 Abs. 1 EG (jetzt: Art. 64 Abs. 1 AEUV) erfasst und ver­stößt daher nicht gegen die Kapi­tal­ver­kehrs­frei­heit. Die Hin­zu­rech­nung von in den Wirt­schafts­jah­ren 2001 bis 2003 erziel­ten Zwi­schen­ein­künf­ten einer sol­chen Gesellschaft

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Bundesfinanzhof (BFH)

Dop­pel­be­steue­rung – und das Ver­stän­di­gungs­ver­fah­ren nach dem EU-Schiedsübereinkommen

Das Ver­­­stän­­di­­gungs- und Schlich­tungs­ver­fah­ren nach dem EU-Schied­s­­über­­ein­­kom­­men hat obli­ga­to­ri­schen Cha­rak­ter, es führt daher bei Vor­lie­gen der Vor­aus­set­zun­gen zwin­gend zur Besei­ti­gung der Dop­pel­be­steue­rung. Wenn durch ein Gerichts- oder Ver­wal­tungs­ver­fah­ren end­gül­tig fest­ge­stellt ist, dass eines der betei­lig­ten Unter­neh­men durch Hand­lun­gen, die eine Gewinn­be­rich­ti­gung zur Fol­ge haben, einen emp­find­lich zu bestra­fen­den Ver­stoß gegen

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Die grenz­über­schrei­ten­de Betriebs­auf­spal­tung – nur bei Schmä­le­rung des inlän­di­schen Steueraufkommens?

Der Bun­des­fi­nanz­hof hat in einem bei ihm anhän­gi­gen Ver­fah­ren das Bun­des­mi­nis­te­ri­um der Finan­zen auf­ge­for­dert, dem Ver­fah­ren bei­zu­tre­ten und zu fol­gen­den Fra­gen Stel­lung zu neh­men: Sind die Grund­sät­ze der Betriebs­auf­spal­tung in grenz­über­schrei­ten­den Sach­ver­hal­ten nur dann anzu­wen­den, wenn es zu einer Schmä­le­rung des inlän­di­schen Steu­er­auf­kom­mens kommt? Wel­che Fol­ge­run­gen erge­ben sich hier­aus für Sachverhalte,

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Deutsch-fran­zö­si­sches Erbschaftsteuer-Doppelbesteuerungsabkommen

Am 2. April 2009 wur­de das Abkom­men zwi­schen der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land und der Fran­zö­si­schen Repu­blik zur Ver­mei­dung der Dop­pel­be­steue­rung der Nach­läs­se, Erb­schaf­ten und Schen­kun­gen durch Aus­tausch der ent­spre­chen­den Urkun­den rati­fi­ziert, so dass das bereits 2006 geschlos­se­ne deutsch-fran­­zö­­si­­sche Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kom­men am 3. April 2009 in Kraft getre­ten ist. Das neue Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kom­men fin­det Anwen­dung auf

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Steu­er­li­che Aus­künft mit Guernsey

Zwi­schen Deutsch­land und Guern­sey wur­de jetzt in Lon­don ein Abkom­men über den Aus­kunfts­aus­tausch in Steu­er­sa­chen unter­zeich­net. Hier­durch wird es u.a. den deut­schen Finanz­be­hör­den ermög­licht Aus­künf­te für Besteue­rungs­zwe­cke von den Behör­den aus Guern­sey zu erhal­ten. Das Abkom­men ent­spricht dem Stan­dard, wie ihn die Orga­ni­sa­ti­on für wirt­schaft­li­che Zusam­men­ar­beit und Ent­wick­lung (OECD) im

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Gesetz zur Bekämp­fung schäd­li­cher Steu­er­prak­ti­ken und der Steuerhinterziehung

Das Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­um hat den Refe­ren­ten­ent­wurf für ein „Gesetz zur Bekämp­fung schäd­li­cher Steu­er­prak­ti­ken und der Steu­er­hin­ter­zie­hung“ vor­ge­legt, das auf Steu­er­oa­sen abzielt. Die Bun­des­re­gie­rung soll hier­in ermäch­tigt wer­den, bestimm­te steu­er­li­che Rege­lun­gen ganz oder zum Teil nicht anzu­wen­den oder von der Erfül­lung erhöh­ter Nach­weis­pflich­ten abhän­gig zu machen, wenn Geschäfts­be­zie­hun­gen zu Per­so­nen oder Personenvereinigungen

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Besteue­rung von Grenz­gän­gern in die Schweiz

Der Bun­des­fi­nanz­hof hat zwei grund­le­gen­de Ent­schei­dun­gen zur Besteue­rung von Arbeit­neh­mern ver­öf­fent­licht, die in Deutsch­land woh­nen und in der Schweiz arbei­ten. Die Bezü­ge die­ser Arbeit­neh­mer dür­fen nach dem Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kom­men mit der Schweiz regel­mä­ßig in Deutsch­land besteu­ert wer­den. Sie sind aber in der Schweiz zu ver­steu­ern und in Deutsch­land steu­er­frei, wenn der

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Die ame­ri­ka­ni­sche „S‑Corporation“ und das deut­sche Schachtelprivileg

Für die Beur­tei­lung, ob eine „Gesell­schaft“ i.S. des Art. 3 Abs. 1 Buchst. e DBA-USA 1989 vor­liegt, ist die Rechts­ord­nung des Quel­len­staa­tes maß­geb­lich. Die Aus­übung des steu­er­li­chen Wahl­rechts, in den USA als sog. S‑Corporation nicht mit der dor­ti­gen Cor­po­ra­te Tax besteu­ert zu wer­den, ändert aus deut­scher Sicht nichts an der Ein­ord­nung als juris­ti­sche Per­son. Wer Nutzungsberechtigter

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Schwei­zer Grenz­gän­ger mit Bereitschaftsdienst

Muss ein in Deutsch­land ansäs­si­ger Arbeit­neh­mer über meh­re­re Tage hin­weg ohne Unter­bre­chung in der Schweiz tätig wer­den, so ist bei der Anwen­dung der Grenz­gän­ger­re­ge­lung in Art. 15a DBA-Schweiz 1971/​1992 nicht jeder die­ser Tage als ein Tag zu zäh­len, an dem der Arbeit­neh­mer aus beruf­li­chen Grün­den nicht an sei­nen Wohn­sitz zurückkehrt.

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Bundesfinanzhof (BFH)

Hin­zu­rech­nungs­be­steue­rung nach dem Außensteuergesetz

Der Gerichts­hof der Euro­päi­schen Gemein­schaf­ten hat in der bri­ti­schen Rechts­sa­che „Cad­bu­ry Schwep­pes“ ent­schie­den, dass es der Nie­der­las­sungs­frei­heit zuwi­der läuft, wenn in die Steu­er­be­mes­sungs­grund­la­ge einer in einem Mit­glied­staat ansäs­si­gen Gesell­schaft die von einer in einem ande­ren Mit­glied­staat ansäs­si­gen, beherrsch­ten Gesell­schaft erziel­ten Gewin­ne ein­be­zo­gen wer­den, weil die­se Gewin­ne einem nied­ri­ge­ren Besteue­rungs­ni­veau als

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Stil­le luxem­bur­ger Beteiligung

Ein­künf­te aus typisch stil­len Betei­li­gun­gen wer­den nach Abschn. 11 Satz 2 des Schluss­pro­to­kolls zu den Art. 5, 7 und 13 des deutsch-luxe­m­­bur­­gi­­schen Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kom­mens als Divi­den­den (Art. 13 DBA-Luxe­m­­burg) behan­delt. Unbe­scha­det des­sen wer­den die Ein­künf­te einer in Deutsch­land ansäs­si­gen GmbH aus der typisch stil­len Betei­li­gung an einer Luxem­bur­ger Kapi­tal­ge­sell­schaft nicht nach Art. 20

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Son­der­be­triebs­ver­mö­gen für Schwei­zer Kommanditisten

Eine Per­so­nen­ge­sell­schaft, die aus­schließ­lich in Deutsch­land Betriebs­stät­ten besitzt, ver­mit­telt ihrem in der Schweiz ansäs­si­gen Gesell­schaf­ter Betriebs­stät­ten i.S. des Art. 13 Abs. 2 DBA-Schweiz. Ein zum not­wen­di­gen Son­der­be­triebs­ver­mö­gen des Gesell­schaf­ters zäh­len­des Wirt­schafts­gut gehört jeden­falls dann zum Betriebs­ver­mö­gen jener Betriebs­stät­ten, wenn der Gesell­schaf­ter nicht außer­halb Deutsch­lands wei­te­re Betriebs­stät­ten im abkom­mens­recht­li­chen Sin­ne besitzt. Bundesfinanzhof,

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Abkom­mens­recht­li­che Miss­brauchs­ver­mei­dungs­vor­schrif­ten im DBA-Schweiz

Art. 23 DBA-Schweiz 1971 i.d.F. des Ände­rungs­pro­to­kolls vom 21. Dezem­ber 1992 geht als spe­zi­el­le­re Vor­schrift zur Ver­mei­dung der miss­bräuch­li­chen Inan­spruch­nah­me von abkom­mens­recht­li­chen Ent­las­tun­gen von in Deutsch­land erho­be­ner Kapi­tal­ertrag­steu­er sowohl § 50d Abs. 1a EStG 1997 a.F. bzw. § 50d Abs. 3 EStG 1997 n.F. als auch § 42 Abs. 1 AO vor.

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Nie­der­län­di­sches Unter­neh­men mit deut­scher Betriebsstätte

Nach einem jetzt ver­öf­fent­lich­ten Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs ist es ernst­lich zwei­fel­haft, ob der Gewinn eines in den Nie­der­lan­den ansäs­si­gen Unter­neh­mens aus des­sen inlän­di­scher Betriebs­stät­te für die Jah­re 1993 und 1995 einem Kör­per­schaft­steu­er­satz von mehr als 30 % unter­wor­fen wer­den durf­te. Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 5. März 2008 – I B 171/​07

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Besteue­rung von Funktionsverlagerungen

Die Bun­des­re­gie­rung teilt nicht die Auf­fas­sung, die im Zuge der Unter­neh­mens­steu­er­re­form geän­der­ten gesetz­li­chen Vor­schrif­ten zur so genann­ten Funk­ti­ons­ver­la­ge­rung könn­ten nicht ange­wen­det wer­den, solan­ge kei­ne Rechts­ver­ord­nung vor­liegt. Dies betont die Bun­des­re­gie­rung in ihrer Ant­wort auf eine Klei­ne Anfra­ge im Deut­schen Bun­des­tag. Die Rege­lun­gen im Außen­steu­er­ge­setz sol­len dazu bei­tra­gen, die Besteue­rung von

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Rom I

Der Rat der Jus­tiz­mi­nis­ter der EU hat den Weg für eine Eini­gung mit dem Euro­päi­schen Par­la­ment zur Rom I‑Verordnung frei gemacht und den vom Euro­päi­schen Par­la­ment am 29. Novem­ber 2007 ange­nom­me­nen Ver­ord­nungs­text inhalt­lich gebil­ligt. Die neue Ver­ord­nung bestimmt, wel­ches Recht inner­halb der euro­päi­schen Uni­on auf inter­na­tio­na­le Ver­trä­ge anwend­bar ist. Die Rom

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Erb­schaft­steu­er-DBA Österreich

Das zwi­schen Deutsch­land und Öster­reich geschlos­se­ne Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kom­men vom 4. Okto­ber 1954 für das Gebiet der Erb­schaft­steu­ern (ErbSt-DBA) ist von Deutsch­land zum Jah­res­en­de 2007 gekün­digt wor­den. Ent­spre­chend Arti­kel 12 Abs. 2 die­ses Abkom­mens tritt es damit am 1. Janu­ar 2008 außer Kraft. Grund der Kün­di­gung ist der Weg­fall der öster­rei­chi­schen Erb­schaft­steu­er mit Ablauf

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Sperr­zeit

Die Bun­des­agen­tur für Arbeit hat ihre Dienst­an­wei­sung zu den Sperr­zei­ten aktua­li­siert. Inhalt­lich wur­de die Dienst­an­wei­sung ins­be­son­de­re in drei Punk­ten geän­dert: Ein wich­ti­ger Grund für den Abschluss eines Auf­he­bungs­ver­tra­ges liegt nun­mehr vor, wenn eine Abfin­dung von 0,25 bis zu 0,5 Monats­ent­gel­ten pro Beschäf­ti­gungs­jahr gezahlt wird und der Arbeit­ge­ber betriebs­be­dingt unter Ein­hal­tung der Kündigungsfrist

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Flucht ist kei­ne Betriebsaufgabe

Wer­den betrieb­li­che Grund­stü­cke ver­kauft oder in das Pri­vat­ver­mö­gen über­führt, müs­sen die stil­len Reser­ven ver­steu­ert wer­den. Geschieht dies im Zuge einer Betriebs­auf­ga­be, kom­men Steu­er­ermä­ßi­gun­gen in Betracht. Grund­stücks­ver­käu­fe aus dem Pri­vat­ver­mö­gen unter­lie­gen dage­gen nicht der Ein­kom­men­steu­er, sofern es sich nicht um so genann­te Spe­ku­la­ti­ons­ge­schäf­te han­delt. Die Fra­ge, ob und ggf. wann ein

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Grenz­über­schrei­ten­de Media­ti­on in der EU

In den Staa­ten der Euro­päi­schen Uni­on (EU) soll die Bei­le­gung grenz­über­schrei­ten­der Strei­tig­kei­ten durch Media­ti­on künf­tig attrak­ti­ver wer­den. Haben sich die Par­tei­en auf eine Media­ti­on geei­nigt, sind sie künf­tig bes­ser vor Rechts­ver­lus­ten durch Ver­jäh­rung geschützt. Sie kön­nen in der Media­ti­on getrof­fe­ne Ver­ein­ba­run­gen leich­ter voll­stre­cken und sich im Fal­le eines Gerichts­ver­fah­rens auf

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Deut­sche Erb­schaft­steu­er für Österreich

Das Abkom­men vom 4. Okto­ber 1954 zwi­schen der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land und der Repu­blik Öster­reich zur Ver­mei­dung der Dop­pel­be­steue­rung auf dem Gebie­te der Erb­schaft­steu­ern (ErbSt-DBA) ist von deut­scher Sei­te frist­ge­recht zum Jah­res­en­de gekün­digt wor­den. Ent­spre­chend Arti­kel 12 Abs. 2 die­ses Abkom­mens tritt es damit am 1. Janu­ar 2008 außer Kraft. 

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Kar­ton ade

Die Kar­­ton-Lohn­­steu­er­­kar­­te soll im Jahr 2010 zum letz­ten Mal aus­ge­stellt wer­den. Im Jahr 2011 sol­len dann elek­tro­ni­sche Lohn­steu­er­ab­zugs­merk­ma­le („Els­ter­Lohn II“) ein­ge­führt wer­den, so jeden­falls die Pla­nun­gen der Bun­des­re­gie­rung in ihrem Ent­wurf eines Jah­res­steu­er­ge­set­zes 2008.

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Ver­sand und inner­ge­mein­schaft­li­che Lie­fe­rung I

Die Art. 28a Abs. 3 Unter­abs. 1 und 28c Teil A Buchst. a Unter­abs. 1 der Sechs­ten Richt­li­nie 77/​388/​EWG des Rates vom 17. Mai 1977 zur Har­mo­ni­sie­rung der Rechts­vor­schrif­ten der Mit­glied­staa­ten über die Umsatz­steu­ern ? Gemein­sa­mes Mehr­wert­steu­er­sys­tem: ein­heit­li­che steu­er­pflich­ti­ge Bemes­sungs­grund­la­ge in der durch die Richt­li­nie 2000/​65/​EG des Rates vom 17. Okto­ber 2000 geän­der­ten Fas­sung sind

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Ex-Ehe­frau als außer­ge­wöhn­li­che Belastung

In einem aktu­el­len Urteil muss­te das Finanz­ge­richt Rhein­­land-Pfalz zu der Fra­ge Stel­lung neh­men, ob Auf­wen­dun­gen für einen Rechts­an­walt und für die Ein­schal­tung eines Detek­tivs im Zusam­men­hang mit einem ange­streb­ten, Unter­halts­zah­lun­gen betref­fen­den Pro­zess bei den außer­ge­wöhn­li­chen Belas­tun­gen berück­sich­tigt wer­den können.

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Vor­aus­sicht­li­che Inves­ti­ti­on bei der Ansparabschreibung

Wären die im Rah­men der Ans­parab­schrei­bung gel­tend gemach­ten Inves­ti­ti­ons­gü­ter objek­tiv nur im Fal­le einer wesent­li­chen Betriebs­er­wei­te­rung ver­wend­bar, kann nach einem jetzt ver­öf­fent­lich­ten Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs, von einer vor­aus­sicht­li­chen Anschaf­fung im Sin­ne von § 7g Abs. 3 EStG nur aus­ge­gan­gen wer­den, wenn die Inves­ti­ti­ons­gü­ter ver­bind­lich bestellt wor­den sind.

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Schul­geld­zah­lun­gen vor dem EuGH

Die deut­schen Rechts­vor­schrif­ten über den Abzug von Schul­geld­zah­lun­gen im Rah­men der Ein­kom­men­steu­er ver­sto­ßen nach einem Urteil des Euro­päi­schen Gerichts­hofs gegen das Gemein­schafts­recht. Eine steu­er­li­che Begüns­ti­gung von Schuld­geld­zah­lun­gen an bestimm­te Pri­vat­schu­len darf nach die­sem EuGH-Urteil in Deutsch­land steu­er­pflich­ti­gen Per­so­nen bei Schul­geld­zah­lun­gen an Schu­len in ande­ren EU-Mit­­­glie­d­­staa­­ten nicht gene­rell ver­sagt werden.

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Beweis­last­um­kehr beim Kauf einer Katze

Der Bun­des­ge­richts­hof hat­te erneut über die Fra­ge zu ent­schei­den, unter wel­chen Vor­aus­set­zun­gen die Beweis­last­um­kehr gemäß § 476 BGB ein­greift. Nach die­ser Vor­schrift wird bei einem Ver­brauchs­gü­ter­kauf ? dem Ver­kauf einer beweg­li­chen Sache (oder eines Tie­res, § 90a BGB) durch einen Unter­neh­mer an einen Ver­brau­cher ? regel­mä­ßig ver­mu­tet, dass ein Sachmangel,

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Dop­pel­te Arbeitgeber-Ansässigkeit

Wird ein in Deutsch­land ansäs­si­ger Arbeit­neh­mer in den USA für einen Arbeit­ge­ber tätig, der nach Maß­ga­be des Art. 4 DBA-USA 1989 sowohl in Deutsch­land als auch in den USA ansäs­sig ist, so ist der auf die­se Tätig­keit ent­fal­len­de Arbeits­lohn unter Pro­gres­si­ons­vor­be­halt von der Ein­kom­men­steu­er befreit.

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Verwaltungsgericht Köln / Finanzgericht Köln

Auto­ma­ti­scher Kon­ten­ab­ruf teil­wei­se verfassungswidrig

Die Vor­schrif­ten zum auto­ma­ti­schen Kon­ten­ab­ruf ver­sto­ßen nach einem Beschluss des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts teil­wei­se gegen den ver­fas­sungs­recht­li­chen Bestimmt­heits­grund­satz. Dies betrifft aller­dings nur den Abruf im Bereich des Sozi­al­rechts. Die Kon­ten­ab­fra­ge durch Straf­ver­fol­gungs­be­hör­den sowie die Kon­ten­ab­fra­ge durch Finanz­be­hör­den sind hin­ge­gen nach Ansicht des BVerfG sind mit dem Grund­ge­setz vereinbar.

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Kör­per­schaft­steu­er auf Gewinn­aus­schüt­tun­gen in 2001

War eine Kapi­tal­ge­sell­schaft im Jahr 2001 an einer Per­so­nen­ge­sell­schaft betei­ligt und hat die­se Per­so­nen­ge­sell­schaft Aus­schüt­tun­gen bezo­gen, für die bei der aus­schüt­ten­den Gesell­schaft ver­wend­ba­res Eigen­ka­pi­tal i.S. des § 30 Abs. 1 Nr. 1 KStG 1999 ver­wen­det wur­de, so unter­liegt das auf die­sen Aus­schüt­tun­gen beru­hen­de Ein­kom­men der Kapi­tal­ge­sell­schaft einer Kör­per­schaft­steu­er von 40 %.

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Aktenvermerk

EU-Ver­ord­nung über Bagatellverfahren

Der Rat der EU-Jus­­ti­z­­mi­­nis­­ter der EU hat Vor­schlag über die Ver­ord­nung zur Rege­lung des euro­päi­schen Baga­tell­ver­fah­ren („small claims“) beschlos­sen, mit dem For­de­run­gen bis zu einer Höhe 2000 ? in ande­ren EU-Län­­dern leich­ter durch­setz­bar und voll­streck­bar wer­den sollen.

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Sof­ta­ir-Waf­fen

Ver­kauf von Soft-Air-Pis­­to­­len mit einer Bewe­gungs­en­er­gie von mehr als 0,08 Joule bis 0,5 Joule an Minderjährige ist nach Ansicht des Ober­lan­des­ge­richts Karls­ru­he straf­bar. Das Waf­fen­ge­setz stellt Sof­­ta­ir-Waf­­fen bis 0,08 Joule von den Bestim­mun­gen des Waf­fen­ge­set­zes frei. Das Bun­des­kri­mi­nal­amt hat – im Ein­ver­neh­men mit dem Bun­des­in­nen­mi­nis­te­ri­um – zur Anglei­chung die­ser Grenze

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Pri­vat­woh­nung im Unternehmensgebäude

Ein Unter­neh­mer darf ein Gebäu­de, das er zum Teil für Zwe­cke sei­nes Unter­neh­mens mit besteu­er­ten Umsät­zen und im Übri­gen für nicht­un­ter­neh­me­ri­sche Zwe­cke, etwa als Pri­vat­woh­nung, nutzt, in vol­lem Umfang sei­nem Unter­neh­men zuordnen.

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Scha­dens­er­satz wegen unter­las­se­ner Widerrufsbelehrung

Der Bun­des­ge­richts­hof hat­te noch­mals zum bis Ende 2001 gel­ten­den Haus­tür­wi­der­rufs­ge­setz zu ent­schei­den, die Ent­schei­dung ist auf die heu­ti­ge Rechts­la­ge aber eben­falls anwend­bar. Hier­nach ist die in § 2 HWiG nor­mier­te Pflicht zur Beleh­rung über das Wider­rufs­recht richt­li­ni­en­kon­form als Rechts­pflicht des Unter­neh­mers zu ver­ste­hen, deren Ver­let­zung eine Scha­dens­er­satz­pflicht aus Ver­schul­den bei Vertragsschluss

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Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kom­men mit Frank­reich (Erb­schaft­steu­er)

Zu dem am 12. Okto­ber 2006 unter­zeich­ne­ten Abkom­men mit Frank­reich­zur Ver­mei­dung der Dop­pel­be­steue­rung von Nach­läs­sen, Erb­schaf­ten und Schen­kun­gen hat die Bun­des­re­gie­rung jetzt einen Gesetz­ent­wurf vor­ge­legt. Grenz­über­schrei­ten­de Erb­­schafts- und Schen­kungs­fäl­le füh­ren oft zu einer gleich­zei­ti­gen Besteue­rung in bei­den Staa­ten. Durch das neue DBA sol­len der­ar­ti­ge Hin­der­nis­se abge­baut werden. 

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Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kom­men mit Georgien

Die Bun­des­re­gie­rung hat einen Gesetz­ent­wurf zu dem am 1. Juni des ver­gan­ge­nen Jah­res abge­schlos­se­nen Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kom­men mit Geor­gi­en vor­ge­legt. Vor­ge­se­hen ist, dass die Bun­des­re­pu­blik in gewis­sem Umfang auf Steu­ern ver­zich­tet, wäh­rend sie ande­rer­seits die bis­he­ri­ge Anrech­nun­gen geor­gi­scher Steu­ern nicht mehr oder nicht mehr in der bis­he­ri­gen Höhe gewäh­ren muss, weil Georgien

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Kün­di­gung des DBA-Brasilien

Die Bun­des­re­gie­rung hat jetzt in einer Ant­wort auf eine Klei­ne Anfra­ge im Deut­schen Bun­des­tag zu den Aus­wir­kun­gen der Kün­di­gung des Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kom­mens mit Bra­si­li­en geäu­ßert. Danach haben sich zwar ein­zel­ne Ver­tre­ter deut­scher Unter­neh­men in Bra­si­li­en kri­tisch zur Kün­di­gung des Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kom­mens (DBA) durch Deutsch­land geäu­ßert, aber, die Kün­di­gung vom 7. April 2005

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Euro­päi­sche Gerichts­zu­stän­dig­keit bei meh­re­ren Lieferorten

Bei meh­re­ren Lie­fer­or­ten im sel­ben Mit­glied­staat ist nach einer Ent­schei­dung des Euro­päi­schen Gerichts­hofs das­je­ni­ge Gericht für alle Kla­gen zustän­dig ist, in des­sen Zustän­dig­keits­be­reich sich der Ort der Haupt­lie­fe­rung befin­det. Die Haupt­lie­fe­rung ist dabei nach wirt­schaft­li­chen Kri­te­ri­en zu bestim­men. Lässt sich der Ort der Haupt­lie­fe­rung nicht fest­stel­len, kann der Klä­ger unter

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Notar

Wider­rufs­be­leh­run­gen und der BGH

Bei so genann­ten Haus­tür­ge­schäf­ten steht dem Ver­brau­cher das Recht zu, sei­ne auf Abschluss des Ver­tra­ges gerich­te­te Erklä­rung zu wider­ru­fen, § 312 BGB. Die Frist zum Wider­ruf beträgt zwei Wochen. Sie beginnt mit dem Zeit­punkt, zu dem dem Ver­brau­cher eine Beleh­rung über das Wider­rufs­recht mit­ge­teilt wor­den ist, § 355 Abs. 2 BGB.

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Agrar­die­sel­ver­gü­tung

Son­der­fahr­zeu­ge i.S. des § 25b Abs. 2 MinöStG sind Fahr­zeu­ge, die auf­grund ihrer objek­ti­ven Merk­ma­le und Eigen­schaf­ten erkenn­bar dazu bestimmt sind, einem Ver­wen­dungs­zweck zu die­nen, der einen spe­zi­fi­schen Bezug zur Land- und Forst­wirt­schaft hat. Die Ver­wend­bar­keit für ande­re Zwe­cke schließt die­se Ein­ord­nung nicht aus. Ein Fahr­zeug, das für die Beför­de­rung von

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Stal­king-Gesetz

Das Gesetz zum straf­recht­li­chen Schutz von Stal­­king-Opfern ist heu­te im Bun­des­ge­setz­blatt ver­kün­det wor­den und tritt am 31. März 2007 in Kraft. Mit die­sem Gesetz sol­len Stal­­king-Opfer künf­tig straf­recht­lich bes­ser geschützt wer­den. Der neue Straf­tat­be­stand in § 238 des Straf­ge­setz­bu­ches (StGB) hat fol­gen­den Wort­laut: § 238 Nach­stel­lung (1) Wer einem Men­schen unbefugt

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Nach­ver­steue­rung öster­rei­chi­scher Verluste

Der Bun­des­fi­nanz­hof bemüht wie­der ein­mal den Euro­päi­schen Gerichts­hof. Der Bun­des­fi­nanz­hof hält auch für Art. 4 Abs. 1 DBA-Öster­­reich 1954 dar­an fest, dass sich der Begriff der Ein­künf­te aus einem gewerb­li­chen Unter­neh­men im Sin­ne die­ser Vor­schrift auf einen Net­to­be­trag bezieht und dass Deutsch­land des­halb auch für Ver­lus­te, die ein in Deutsch­land ansäs­si­ges Unternehmen

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Unter­ka­pi­ta­li­sie­rung bei einer Limited

Die bis 2004 gel­ten­den bri­ti­schen Rechts­vor­schrif­ten über Unter­ka­pi­ta­li­sie­rung dür­fen nach einem Urteil des Euor­päi­schen Gerichts­hofs wegen unzu­läs­si­ger Beschrän­kung der im EU-Ver­­­trag garan­tier­ten Nie­der­las­sungs­frei­heit nur auf rein künst­li­che steu­er­li­che Kon­struk­tio­nen anwend­bar. Die­se Vor­schrif­ten sind nur zu recht­fer­ti­gen, wenn sie den betrof­fe­nen Gesell­schaf­ten die Mög­lich­keit bie­ten, Bewei­se für die wirt­schaft­li­chen Grün­de für

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Wider­ruf alter Verträge

Zum 1. August 2002 wur­den die Wider­rufs­rech­te für Ver­brau­cher geän­dert. Die­se durch das Gesetz vom 23. Juli 2002 ein­ge­führ­ten neu­en Wider­rufs­re­ge­lun­gen für Ver­brau­cher­ver­trä­ge sind aller­dings nach einem Urteil des Bun­des­ge­richts­hofs nur auf sol­che Haus­tür­ge­schäf­te anwend­bar , die nach dem 1. August 2002 abge­schlos­sen wor­den sind, und auf ande­re Schuld­ver­hält­nis­se, die

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