Domain­kauf nicht absetz­bar

Der Erfolg eines Inter­net-Auf­tritts hängt maß­geb­lich von dem Domain-Namen („Inter­net-Adres­se“) ab, unter wel­chem der Auf­tritt im Inter­net besucht wer­den kann. Ist der gewünsch­te Domain-Name bereits ver­ge­ben, wer­den des­halb mit­un­ter hohe Beträ­ge dafür aus­ge­ge­ben, um den Domain-Namen von des­sen Inha­ber zu erwer­ben. Nach einem jetzt ver­öf­fent­lich­ten Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs sind Auf­wen­dun­gen, die für die Über­tra­gung eines Domain-Namens an den bis­he­ri­gen Domain­in­ha­ber geleis­tet wer­den, Anschaf­fungs­kos­ten für ein in der Regel nicht abnutz­ba­res Wirt­schafts­gut. Ein Unter­neh­mer kann daher die Auf­wen­dun­gen für den Erwerb eines Domain-Namens, den er für sei­nen Inter­net-Auf­tritt benö­tigt, nicht sofort als Betriebs­aus­ga­ben abzie­hen. Eben­so wenig kann er Abset­zun­gen für Abnut­zung vor­neh­men, weil die Nutz­bar­keit eines Domain-Namens zeit­lich nicht beschränkt ist. Dies gilt jeden­falls für Domain-Namen, deren Bekannt­heits­grad von wert­erhal­ten­den Maß­nah­men und vom Zeit­geist unab­hän­gig ist.

Domain­kauf nicht absetz­bar

In dem vom BFH ent­schie­de­nen Fall bezeich­ne­te der Domain-Name einen bekann­ten Fluss bzw. eine bekann­te Regi­on in Deutsch­land. Offen ließ der BFH, ob ein Domain-Name aus­nahms­wei­se dann abnutz­bar ist, wenn er sich aus einem Schutz­recht (z.B. einer Mar­ke) ablei­tet.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 19. Okto­ber 2006 – III R 6/​05