Ans­parab­schrei­bung bei Betriebs­auf­ga­be oder Betriebs­ver­äu­ße­rung

Nach Ansicht der Finanz­ver­wal­tung zählt der bei Ver­äu­ße­rung oder Auf­ga­be eines Betrie­bes ent­ste­hen­de Gewinn aus der Auf­lö­sung von Ans­parab­schrei­bun­gen nicht zum nur einer ermä­ßig­ten Besteue­rung unter­lie­gen­den Ver­äu­ße­rungs­ge­winn. Dem­ge­gen­über hat der Bun­des­fi­nanz­hof mit Urteil vom 10.11.2004 ent­schie­den, dass der Gewinn aus der Auf­lö­sung von Ans­parab­schrei­bun­gen auf­grund einer ver­äu­ße­rungs­ähn­li­chen Ein­brin­gung eines Ein­zel­un­ter­neh­mens in eine Kapi­tal­ge­sell­schaft zur Erhö­hung des tarif­be­güns­tig­ten Ein­brin­gungs­ge­winns führt.

Ans­parab­schrei­bung bei Betriebs­auf­ga­be oder Betriebs­ver­äu­ße­rung

Die­ses Urteil will die Finanz­ver­wal­tung über den ent­schie­de­nen Ein­zel­fall hin­aus nicht anwen­den. Betrof­fe­ne soll­ten sich unter Beru­fung auf das Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs gleich­wohl gegen Steu­er­be­schei­de weh­ren, die Ihnen die Tarif­ver­güns­ti­gung ver­sa­gen.

BMF-Schrei­ben vom 25.08.2005 – IV B 2 – S 2139b – 17/​05