Bewir­tung bei Schu­lungs­ver­an­stal­tun­gen

Auf­wen­dun­gen für eine geschäft­lich ver­an­lass­te Bewir­tung sind nach § 4 Abs. 5 des Ein­kom­men­steu­er­ge­set­zes steu­er­lich nicht abzieh­bar, soweit sie 70 % des ange­mes­se­nen Betrags über­stei­gen. Die­se Bestim­mung greift nach einem heu­te ver­öf­fent­lich­ten Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs auch ein, wenn ein Unter­neh­men im Rah­men einer Schu­lungs­ver­an­stal­tung Per­so­nen bewir­tet, die nicht sei­ne Arbeit­neh­mer sind.

Bewir­tung bei Schu­lungs­ver­an­stal­tun­gen

Im kon­kre­ten Fall setz­te ein Her­stel­ler von Metall­wa­ren zum Ver­trieb sei­ner Pro­duk­te Fach­be­ra­ter und Han­dels­ver­tre­ter ein, die frei­be­ruf­lich für ihn tätig wur­den. Für die­sen Per­so­nen­kreis führ­te er ganz­tä­gi­ge Schu­lungs­ver­an­stal­tun­gen durch, bei denen die Teil­neh­mer auf sei­ne Kos­ten ver­pflegt wur­den. Der BFH bestä­tig­te die Ent­schei­dung des Finanz­amts, das die Auf­wen­dun­gen für die Ver­pfle­gung als von § 4 Abs. 5 EStG erfass­te Bewir­tungs­kos­ten ange­se­hen und den Betriebs­aus­ga­ben­ab­zug ent­spre­chend gekürzt hat­te. Er ent­schied, dass Bewir­tungs­auf­wand nur dann unbe­schränkt abzieh­bar sein kön­ne, wenn ein Unter­neh­mer sei­ne Arbeit­neh­mer bewir­te. Die Bewir­tung selb­stän­dig täti­ger Geschäfts­part­ner wer­de hin­ge­gen von der gesetz­li­chen Abzugs­be­schrän­kung erfasst.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 18. Sep­tem­ber – 2007 I R 75/​06